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Pro Evolution Soccer 6: Review

  XBOX 360 


Erst nach einer Weile gewöhnt man sich an die neue Spielmechanik. Ein paar Neuerungen bringen zusätzliche Optionen ins Spielgeschehen, so könnt ihr nun auf Knopfdruck schnelle Freistösse ausführen, um die noch nicht formierte Deckung eures Gegners zu überraschen. Die wohl grösste und umstrittenste Neuerung in der Spielmechanik ist das Stellungsspiel der eigenen Kicker. Konsequenterweise stellt der PES-Profi auf manuelle Umschaltung bei den Kickern. Und doch wollen die Herren nicht so recht das tun, was wir in der Defensive von ihnen verlangen. In der Rückwärtsbewegung stellen sie den ballführenden Gegner, bleiben in Lauerstellung, um beim Zweikampf nicht überrascht zu werden. Doch ist dies eher ein Hindernis, denn statt rasch anzugreifen, benötigt es ein paar Augenblicke, bis der Kicker endlich auf den Gegenspieler zurennt, um ihn zur Not auch mal hart attackieren zu können.

Doch auch bei den Pässen und Schüssen hat sich etwas getan. Wesentlich gemächlicher lassen die Sportler den Ball nun rollen, erst der Einsatz der Funktionstasten lässt die Anspiele druckvoller und effizienter werden. Viele Pässe von der KI können nun aufgrund ihrer schwachen Ausführung von euch abgelaufen werden. Ein Fehlpassfestival ist es beileibe nicht, dennoch sorgt die veränderte Ballphysik hier für gelegentliches Stirnrunzeln. Der Torabschluss war noch nie einfach bei der PES-Serie, doch diesmal haben es die Entwickler doch tatsächlich geschafft, dass es noch häufiger vorkommt, dass ihr einen Ball freistehend aus sechs Metern Torentfernung über das Gehäuse auf die Tribüne prügelt. Bis ihr euch daran gewöhnt habt, dass beim Torschuss wesentlich kürzer gedrückt werden muss, vergehen einige virtuelle Halbzeiten. Auffällig dabei ist, dass die Kopfballstärken der Kicker drastisch reduziert worden sind. Zwar fliegen die Flanken jetzt etwas sehenswerter in den Strafraum, aber was die Kicker daraus machen ist geradezu haarsträubend. Andererseits sorgen die vielen Kerzen und vergebenen Kopfballchancen wiederum für mehr Authentizität, regen aber auch fürchterlich auf.

Schiri hui, Torwart pfui?

Das Schiedsrichtergespann gibt in diesem Jahr weniger Anlass zur Kritik, deutlich mehr Einsatz wird laufen gelassen, lächerliche Rempel- und Handelfmeter werden nicht mehr gepfiffen und auch bei den Karten ist der Referee nicht mehr so schnell dabei. Statt der glatten roten Karte, setzt es nun bei ungeschicktem Einsatz auch mal nur gelb, wenn die Grätsche von hinten kommt, ausser es handelt sich um eine Notbremse, was sehr konsequent und richtig mit dem Platzverweis bestraft wird. Die ständigen Unterbrechungen des Vorgängers erlebt ihr aber nicht mehr, das Spiel läuft deutlich länger und flüssiger ab, vielleicht sogar eine Spur zu flüssig. Die Torhüter agieren in PES 6 durchwachsen. Zwar halten sie mehr Bälle fest, lassen aber zu viele Schüsse nach vorne prallen und sehen bei Eckbällen trotz optionalem Herauslaufen nicht gerade glücklich aus. Ärgerlich ist das rasche Abtauchen der Keeper bei Eins-zu-eins-Situationen, denn so könnt ihr in aller Seelenruhe bei Querschüssen einschieben. Der Tormann legt sich auf jeden Fall hin, was auch dazu führt, dass ihr häufig einfach nur den richtigen Zeitpunkt finden müsst, um locker an ihm vorbeizulaufen, um dann ins leere Tor einzuschieben.

Pro Evolution Soccer 6
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Markus Grunow am 02 Nov 2006 @ 19:45
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