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Mudrunner: American Wilds: Review

  Nintendo Switch 

Die ursprünglich als Spintires im Handel erschienene Offroad-Simulation hat in den Jahren nach ihrem Original-Release einige Veränderungen durchlebt. Nach einem skandalträchtigen Verkaufsstopp und einer Kontroverse durch den Original-Entwickler ist das Spiel unter dem neuen Titel Mudrunner: A Spintires Game mit zusätzlichen Inhalten wiederaufgelegt worden. Und eben jenes Mudrunner bekommt durch die American-Wilds-Edition nicht nur weitere Inhalte spendiert, sondern feiert in dieser Fassung auch sein Debüt auf Nintendos Vorzeigekonsole Switch. Wie der Switch-Port der komplexen Simulation geworden ist, verraten wir euch im Test.

Ab in den Dreck

Wer sich die Switch-Fassung von Mudrunner holt, bekommt das volle Paket. Enthalten ist das komplette Spiel inklusive der inhaltlichen und optischen Überarbeitungen zum Re-Release sowie der brandneue American-Wilds-DLC, der euch aus der kargen Einöde Sibiriens in amerikanische Offroad-Landschaften verschlägt – den entsprechenden Fuhrpark eingeschlossen. Doch was ist Mudrunner eigentlich?

Vorweg: Wer ein brachiales Offroad-Rennspiel sucht, ist bei Mudrunner komplett an der falschen Adresse. Hier handelt es sich um eine beinharte und komplexe Simulation, bei der ihr meist in Schrittgeschwindigkeit durch die unwegsamen und unerschlossenen Landschaften rollt. Jeder Ast, jeder größere Stein, jede Matschgrube, jeder Flusslauf kann dafür sorgen, dass ihr mit eurem Jeep oder Lkw hängen bleibt. In den meisten Missionen oder Aufgaben ist das Ziel, irgendetwas – zumeist Holz – von einem Punkt der offenen Spielwelt zum anderen zu transportieren. Auf den Zustand eures Fahrzeugs müsst ihr dabei genauso achten wie auf den Spritverbrauch und andere Details. Meist tastet ihr euch dann im Schritttempo durch die unwegsame Offroad-Welt und müsst euch, teils mithilfe einer Seilwinde, durchs Terrain pflügen. Wer also damit leben kann, für 500 Meter gern mal mehrere Minuten zu benötigen, dürfte bei dieser Simulation seinen Spaß haben.

Schlammschlacht unterwegs

Seitdem sich die Switch etabliert hat, jagt eine Spieleportierung die nächste. Titel wie Rocket League, Wolfenstein oder Warframe haben eindrucksvoll bewiesen, dass gute Ports grafisch aufwendiger Titel möglich sind. Andere Werke, beispielsweise WWE 2K18 oder zuletzt ARK, haben aber auch klargemacht, dass Portierungen großer Titel auf der Switch ziemlich in die Hose gehen können. Wo also ordnet sich Mudrunner ein? Ganz klar im ersten Teil der Aufzählung. Mudrunner ist nun zweifellos nicht das schönste Spiel dieser Erde – die dichte Vegetation, die sich in Echtzeit verschmutzenden, detaillierten Fahrzeuge und der dynamische Morast unter euren Reifen machen auf dem PC und der PlayStation 4 aber durchaus etwas her. Natürlich muss man für die Switch-Version in grafischer Hinsicht einige Einbußen in Kauf nehmen, die sich aber auf etwas schwächere Texturen und reduzierte Kantenglättung beschränken. Mudrunner macht also auf der Switch eine gute Figur, läuft weitestgehend flüssig und überrascht mit sehr kurzen Ladezeiten. Wer sich also gern mobil durch die sibirische Tundra bügeln möchte, macht mit dem Titel nichts falsch. Rennspielfans mit einem Faible für schnelle Rennen sollten aber einen großen Bogen um dieses Spiel machen.

Mudrunner: American Wilds
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Tobias Kuehnlein


Tobias Kuehnlein am 28 Mrz 2019 @ 19:50
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