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Tales of Vesperia: Definitive Edition: Review

  Nintendo Switch 

Für die Switch sind bereits viele Neuauflagen älterer Spiele veröffentlicht worden. Zu diesen gesellt sich nun auch das Remake von Tales of Vesperia in Form einer Definitive Edition. Wie sich das Japano-RPG im Test schlägt, lest ihr hier.

Eine neue alte Geschichte

Fans von JRPGs werden derzeit auf der Switch geradezu verwöhnt. Nun hat mit Tales of Vesperia: Definitive Edition ein weiterer Vertreter des Genres dort eine Heimat gefunden. Das Remake basiert auf der PlayStation-3-Version und enthält alle damals Japan-exklusiven Inhalte, darunter einen zusätzlichen Charakter, einen Bonus-Dungeon und verschiedene Kostüme.

Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle von Yuri Lowell, seines Zeichens gutherziger Schwertkämpfer aus der Unterschicht, der in der Hauptstadt lebt und dort nach einer abgebrochenen Ritterausbildung versucht, etwas Gerechtigkeit ins Leben der Armen zu bringen. Durch eine unglückliche Verstrickung von Ereignissen seid ihr plötzlich auf der Flucht aus der Hauptstadt und sucht eine gestohlene Energiequelle, um eure Freunde aus der Unterstadt zu retten. An eurer Seite habt ihr die adelige, naiv-weltfremde Estellise, die die Welt außerhalb des königlichen Schlosses noch nie erlebt hat, und euren hochintelligenten, kampfstarken Hund. Zu diesen beiden gesellen sich im Laufe der Geschichte noch weitere Charaktere, die euch auf eurem Weg begleiten und unterstützen.

Wie ihr vielleicht anhand der Beschreibungen merkt, wird hier bei den Charakteren an keinem Rollenspielklischee gespart. Da gibt es beispielsweise die zunächst unnahbare, aufbrausende und nur auf ihre Forschung fokussierte Magierin oder den Jungen, der zwar zur Jägergilde gehört, aber eigentlich ein Angsthase ist und sich vor Insekten fürchtet. Da die Figuren jedoch gut zusammenpassen und eine nachvollziehbare Charakterentwicklung zeigen, ist das verzeihlich. Die Geschichte rund um die für die Spielwelt unverzichtbaren Blastia (Artefakte, die verschiedene Effekte hervorrufen können und recht selten sind) baut sich langsam auf und kommt leider erst recht spät in Fahrt. Dann aber weiß sie zu fesseln und bleibt bis zum Ende spannend.

Tales of Vesperia: Definitive Edition Screenshot


Vorangebracht wird die Handlung durch eine ganze Reihe von Zwischensequenzen, die hervorragend vertont sind. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, ebenfalls vertontes Geplauder zwischen den Charakteren zu verfolgen, das sich auch mit den aktuellen Geschehnissen beschäftigt. Die Vertonung steht auf Englisch oder Japanisch zur Verfügung, die Bildschirmtexte sind auf Deutsch übersetzt. Die Qualität der Übersetzung lässt leider etwas zu wünschen übrig, gerade umgangssprachliche englische Ausdrücke sind fehlerhaft ins Deutsche übertragen worden. Uns war die Frequenz der Zwischensequenzen, gerade zu Beginn des Spiels, fast etwas zu hoch. Das legt sich aber glücklicherweise nach einigen Stunden Spielzeit.

Die Grafik ist detailliert und erinnert in ihrem Stil an einen Anime. Trotzdem merkt man dem Spiel an, dass es ein Remake ist. Da hätte man aus der Switch definitiv mehr Leistung herausholen können. Musikalisch werden sich diejenigen, die bereits einen Tales-of-Titel gespielt haben, sofort heimisch fühlen. Viele der Melodien kennt man bereits aus früheren Titeln wie beispielsweise Tales of the Abyss. Sie untermalen das Spielgeschehen hervorragend und bieten sogar diverse Ohrwürmer. Ein wahrer Ohrenschmaus.

Tales of Vesperia: Definitive Edition
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Wiebke Tischler

Tales-of-Vesperia-Definitive-Edition


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Wiebke Tischler am 28 Jan 2019 @ 11:24
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