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Super Smash Bros.: Review

  Nintendo Switch 

Nintendo hat erneut den roten Teppich ausgerollt und alle Stars und Sternchen seines Universums zu einer großen Keilerei eingeladen. Wir haben uns nicht lumpen lassen und unsere schönsten Boxhandschuhe anzogen, um uns für euch in den Ring zu werfen.

Don't stop me now

Fast 20 Jahre ist es her, dass sich Mario, Pikachu, Samus und Co das erste Mal auf der Stage gegenüberstanden und sich so lange gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben, bis der erste aus dem Bildschirm katapultiert wurde. Seitdem ist viel passiert, und mit dem fünften Ableger der Serie halten wir nun den bisher größten Teil des Franchises in unseren Händen. Der Titel verspricht nichts weniger als das ultimative Erlebnis, und wir geben zu: es hat nicht viel gefehlt, um dieses Versprechen einzuhalten.

Ein erster Blick auf die Zahlen zeigt, dass Nintendo mehr geklotzt als gekleckert hat. Zur Auswahl stehen 76 Charaktere, mit denen ihr euch auf 108 verschiedenen Stages zu einer Musikauswahl aus über 700 Liedern aus dem Nintendo-Universum kloppen könnt. Die Auswahl ist also mehr als beachtlich. Doch wie das so oft mit Zahlen ist, können sie trügen, denn sie kommen in erster Linie dadurch zustande, dass Nintendo geradezu sämtliche Inhalte aus den vorangegangenen Teilen genommen und in ein Spiel geschmissen hat. Und das ist gut so. Weniger gut: Neues gibt es nur im begrenzten Maße. Während elf neue Charaktere (inklusive spannender Crossover-Gäste wie zum Beispiel Cloud aus Final Fantasy VII) noch sehr anständig sind, erscheinen uns die gerade mal sieben neuen Stages doch als etwas wenig.

https://www.youtube.com/watch?v=d3aZSpGwDJ4

Die wohl größte Neuerung ist der Abenteuermodus. Hier versucht Nintendo, Super-Smash-Geprügel mit Rollenspiel-Elementen zu verbinden. Das funktioniert so halb. Eine wirkliche Geschichte hat das Abenteuer nicht zu bieten. Ein merkwürdiges Lichtwesen versteinert und entführt alle Super-Smash-Charaktere bis auf Kirby und lässt sie von Geistern beseelen. Nun müssen wir auf einer überdimensionierten Karte von Kampf zu Kampf rennen, um unsere Freunde zu befreien – das war's. Keine weitere Erzählung, nichts.

Doch bis auf die Kämpfe zur Befreiung der Charaktere hat jede Herausforderung eine eigene Besonderheit. Mal ist der Boden Lava, ein andermal müssen wir gegen eine Horde kleiner Widersacher kämpfen, und manchmal wird einfach mitten im Kampf unsere Steuerung umgekehrt. Doch dieser Willkür sind wir nicht ganz hilflos ausgeliefert. Im Laufe des Abenteuers erhalten wir sogenannte Geister (in Form von allerlei Nebencharakteren aus den Nintendo-Spielen), die wir ausrüsten können, um unsere Kämpfer anzupassen und uns stärker zu machen. Sei es eine höhere Angriffskraft, ein extra Sprung oder eine bestimmte Waffe zu Beginn jedes Kampfes. Das Ganze gleicht einem Sammelkartenspiel und macht anfangs durchaus Spaß. Mit der Zeit entwickelt man jedoch eine feste Geisterkombination und weicht eher selten davon ab, sodass die Geister mehr oder weniger egal werden. Des Weiteren gibt es ein Skillboard, auf dem wir die passiven Werte unserer Charaktere noch weiter verstärken können. Beides ist zwar zusammen ganz nett und macht auch einen spürbaren Unterschied im Kampf aus, bietet jedoch wenig Tiefgang, weshalb sich unsere Begeisterung dafür eher in Grenzen hält.

Andererseits wird das System zu keinem Zeitpunkt störend. Nintendo hat sich wirklich Mühe gegeben und die Kämpfe abwechslungsreich und herausfordernd gestaltet. Auch die Rollenspiel-Elemente sind zumindest ein netter Versuch. Jedoch hätte durchaus etwas am Umfang des Abenteuers gespart werden können. Mit ca. 20 Stunden Spielzeit ist der Abenteuermodus wirklich lang und bietet dafür dann doch zu wenig Inhalte. Zehn Stunden hätten es wohl auch getan.

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Jakob Gustavs

Jakob Gustavs am 01 Mrz 2019 @ 11:54
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