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FIFA Street 3: Review

  Playstation 3 

Kein Bierbauch mehr!

Bei den Spielmodi gibt es eine Enttäuschung zu verkraften. Konntet ihr früher euer virtuelles Ebenbild - der Tester erinnert sich mit Freude an den bierbäuchigen eigenen Kicker - im Karrieremodus zu einem tollen Strassenfussballer formen, fehlt diese Option nun gänzlich. Eine Fehlentscheidung, wie wir meinen, denn gerade diese Möglichkeit war der Langzeitmotivation extrem zuträglich. Dafür ist der Herausforderungsmodus ins Spiel gekommen.

Hier tretet ihr mit einem gewählten Team - das ihr im Laufe des Modus wechseln könnt - gegen andere Mannschaften auf den verschiedenen Plätzen an und werdet vor Aufgaben gestellt wie "Erziele 5 Gamebreaker-Tore" oder "Wer zuerst 5 Tore schiesst" oder "Nur Kopfball und Volleytore zählen!". Klingt genauso unspannend, wie es letztlich auch ist. Spätestens nach einer Stunde hat man kaum noch Lust, sich durch diesen langweiligen Spielmodus zu kicken, weil man sich mit dem eigenen Team kaum identifiziert.

Hinsichtlich der Optik wurde einiges verändert. Etwas bedauerlich ist, dass mit gerade mal sieben verschiedenen Plätzen nur wenig Abwechslung für das Auge geboten wird. Immerhin sind diese Örtlichkeiten toll gestaltet worden. Schiesst ihr beispielsweise im Hafen neben das Tor auf die dahinter befindlichen Container, scheppert es ordentlich und die metallenen Kisten öffnen sich sogar ein Stück weit. Auf einem Parkplatz lassen sich gemalte Kindersprunganlagen erkennen, unter einer Brücke prangen die Graffitis an den Wänden.

Die Animationen der im Comicstil entworfenen Kicker überzeugen. Trotz der schlaksigen Gliedmassen lassen sich alle lizenzierten Fussballer wie Podolski, Gattuso oder Viera erkennen. Gegenüber der Xbox 360-Version gibt es leider deutlich sichtbare Nachteile, denn sowohl Framerate als auch Texturen sind auf der PlayStation 3 von klar schlechterer Qualität, zudem nervt das Kantenflimmern enorm.

Lange haben wir gemeckert über den stumpfsinnigen Kommentator in den vorangegangenen Versionen. Nun hat sich EA Big endlich erbarmt und lässt den Laberkopf endlich zu Hause. Stattdessen bekommt ihr nun in den Spielen verschiedene Musikstücke, zumeist aus dem Genre Eletronik-Beat zu hören. Doch auch lässigere Musik passt sich dem Geschehen auf dem Feld an, hier kann nun ein positives Fazit gezogen werden. In ruhigen Momenten könnt ihr sogar die Rufe eurer Teamkameraden hören. Diese sind sehr passend integriert und tragen viel zur guten Bolzplatz-Atmosphäre bei. "Mach das Ding rein!" oder "Sauber gehalten!" seien nur stellvertretend genannt. Andererseits fehlt dennoch etwas an Fussballatmosphäre, weil es keine Zuschauer gibt, ausser euch selbst, versteht sich. So bleibt FIFA Street 3 leider nur ein Dasein als Hinterhof-Veranstaltung.

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Daniel Amstutz am 10 Mrz 2008 @ 20:30
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