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Virtua Pro Football: Review

  Playstation 2 

Gesucht: Langzeitmotivation

Noch einige Worte zu den anderen drei Spielmodi: Wer die eigenwillige Schusstechnik und Ballbehandlung üben möchte, sollte dringend beim Training vorbeischauen. Das eigentliche Herzstück des Spiels ist indes der Spielermodus. Hier kreiert ihr zu Beginn einen eigenen Spieler, wobei die Parameter zufriedenstellend ausfallen. Das virtuelle Abbild ist fortan ein Spieler eines Vereins eurer Wahl, wobei nur die jeweiligen Zweitligen eines Landes ausgewählt werden können. Nun folgt ein Trainingsmarathon sondergleichen: Ihr trainiert jede Woche und wählt nebst dem automatischen Training mit dem Team noch ein eigenes Training aus. Hier kann individuell Kraft, Technik, Angriffsspiel oder Defensivspiel trainiert werden. Nach und nach verbessert sich euer Spieler und verwickelt sich ab und an in Gespräche mit Journalisten, Trainer und Vereinsführung, in denen ihr die Antwortmöglichkeiten selber aussuchen könnt. Tönt alles nicht schlecht? Ist es auch nicht. Zumindest im Ansatz sprüht Virtua Pro Football vor lauter guter Ideen. Doch leider funkt immer eine Unzulänglichkeit dazwischen. Beim Spielermodus ist es der Umstand, dass ihr nur sehr selten die eigentlichen Höhepunkte, die Meisterschaftsspiele, spielen könnt. Einerseits findet merkwürdigerweise nur alle zwei Monate ein Spiel statt und andererseits könnt ihr dann nicht das ganze Spiel spielen, sondern nur eine Halbzeit oder gar die letzte Viertelstunde. Nach einem solchen Spiel klickt ihr euch wieder zehn bis fünfzehn Minuten durch jegliche Trainingsmenüs, was sehr schnell langweilig wird. Mit einer einfallsreicheren Aufmachung hätte dieser Modus durchaus länger gefallen können.

Der Rest

Wer ein kleines Turnier spielen oder mit seinem Lieblingsverein die Liga erobern möchte, sollte sich den Wettbewerbsmodus näher ansehen. Dort sind nebst den überaus zahlreichen Ligen - die zweitstärkste Spielstufe ist fast in jedem Land mit von der Partie - und Pokalturnieren auch eigene Turniere möglich, die nach eigenem Gusto entworfen werden können. Zwei Kritikpunkte müssen an dieser Stelle noch angefügt werden: Einerseits besitzt das Spiel nur begrenzte Lizenzen. Zwar sind viele Topvereine mit den richtigen Spielernamen ausgerüstet, doch oftmals ist das Vereinslogo erfunden und das heimische Stadion steht nicht zur Verfügung. Andererseits wurden die aktuellen Transfers nicht berücksichtigt. So spielt Michael Ballack immer noch bei den Bayern, Marc van Bommel beim FC Barcelona und Andriy Shevchenko stürmt für AC Milan. Lustig: Skandalklub Juventus ist immer noch in der Liga A zu finden.

Technik

Technisch ist Virtua Pro Football völlig veraltet und sieht gegen jegliche Konkurrenten blass aus. Matschige Texturen, fragwürdige Animationen und teils kleinere Ruckler stören das Spielerauge empfindlich. Auch die Atmosphäre im Stadion kann nicht begeistern und sorgt für gähnende Spielbegegnungen. Immerhin kann die Soundkulisse mit passenden Tönen noch einen kleinen Teil der Stimmung retten.

Virtua Pro Football
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Can Baris am 24 Sep 2006 @ 17:39
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