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SNK vs. Capcom - SVC Chaos: Review

  Playstation 2 

Ebenfalls sehr interessant sind die neuen Spezialattacken, für die ihr erst einen Balken aufladen müsst. Ist diese Leiste dann endlich gefüllt, könnt ihr eine spezielle Kombo ausführen, welche dann die Spezialattacke auslöst. Natürlich macht es Sinn diese Angriffe zu verwenden und wenn ihr trefft, gibt es auch ordentlich Schaden beim Gegner, doch wirklich spektakulär sehen diese Aktionen nicht aus. Da haben wir schon weitaus schickere Dinge gesehen, wie zum Beispiel bei den normalen King of Fighters spielen.

Immerhin ist das Spiel auch für Einsteiger geeignet, denn auch ein weiteres Detail wurde vom eben genannten Spiel übernommen. Neben der grossen Fülle an Schwierigkeitsgraden, könnt ihr nach dem Ableben einfach auf Continue gehen und weitere Einstellungen vornehmen. Besonders beliebt ist dabei die Option den Gegner einfach mit einer niedrigeren Anfangsenergie starten zu lassen. Spätestens mit diesen Änderungen ist es selbst für Anfänger ohne weiteres möglich, das Spiel innerhalb kürzester Zeit durchzuspielen.

Unterstützt wird das Ganze dann noch von der äusserst langweiligen und uninteressanten Geschichte, wenn man dies denn so nennen kann. Die meisten Spieler werden sowieso Probleme haben die Texteinblendungen vor dem Kampf überhaupt zu lesen, denn die Sprechblasen sind teilweise dermassen kurz eingeblendet, dass selbst ein grobes Überfliegen der Dialoge gelegentlich wirklich schwer fällt.

Die Technik

In diesem Fall soll die Technik mal ein wenig über die übliche Grafik- und Soundbeschreibung hinausgehen, denn leider hapert es bei diesem Spiel auch an anderen Stellen. Eine Sache, die viele Spieler durchaus als problematisch bezeichnen könnten, ist das optische Feedback bei Aktionen. In den meisten Fällen wirken die Angriffe nicht nur recht unspektakulär, sondern gerade bei kleineren Schlägen lässt sich nur schwer sagen, ob nun ein Block erfolgreich war, oder ob der Angriff gesessen hat. In diesem Fall hilft einem dann nur der Energiebalken des Gegners.

Ebenfalls merkwürdig sind manchmal die Trefferzonen. Immer mal wieder führt ihr quasi zwei Mal eine identische Aktion aus, wobei ihr beim ersten Mal erfolgreich seid, beim zweiten Mal aber plötzlich ins Leere schlagt, weil der Gegner bereits ein oder zwei Frames seiner neuen Bewegung angefangen hat. Auf diese Weise werden Uppercuts manchmal zu wirklichen Problemen, da die Reichweite bei solchen Schlägen sowieso schon sehr eingeschränkt ist.

Über die weitere Technik lässt sich streiten, wobei hier vor allem der Retro-Aspekt zu diskutieren ist. Natürlich sehen solche 2D Prügler heutzutage nicht so spektakulär aus, wie dies zum Beispiel ein Soul Calibur 2 tut. Aber das muss ja nicht direkt schlecht oder ein Problem sein, denn besonders Neuauflagen von beliebten Spielen, wie es bei der Hyper Street Fighter II Anniversary Edition der Fall ist, entfalten ihren Charme gerade eben wegen diesem Look.

SNK vs. Capcom - SVC Chaos

hingegen ist keine wirkliche Neuauflage, sondern eher eine neue Kreation, zusammengestellt aus alten Klassikern. Dabei stellt sich die Frage, wie viel old-school wirklich notwendig ist. Denn auch 2D Beat'em Ups können wirklich frisch aussehen, was zum Beispiel der Capcom hausinterne Mix Fighting Jam beweist. Dort wurden die Hintergründe und Spezialeffekte ordentlich aufgemotzt. Leider findet ihr in diesem Fall keine Spur davon, alles sieht irgendwie altbacken aus und selbst die neuen Spezialattacken entlocken dem 2D Fan kein freudiges Grinsen. Immerhin sind die Animationen der Kämpfer auf einem Niveau, wie man es aus diesem Bereich gewohnt ist.

Akustisch verhält es sich ähnlich wie bei der Optik. Zwar erwarten wir bei einem solchen Spiel keine Höhenflüge, ein wenig mehr hätte es aber dann doch sein dürfen. Die Sprachsamples der Charaktere klingen neuer, als in den originalen Spielen, dabei jedoch kein Stück besser. Im Gegenteil, viele Fans der alten Serien werden eher leicht irritiert sein und sich fragen, warum Ryu nicht einfach so klingt, wie er das zum Beispiel auch bei Hyper Street Fighter II tut. Immerhin kann die Musik teilweise gefallen, wobei auch das absolute Geschmacksache ist. Einige Titel setzen sich unbewusst im Kopf fest, während andere Songs am Liebsten direkt wieder vergessen werden wollen.

SNK vs. Capcom - SVC Chaos
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Benjamin Boerner am 19 Apr 2005 @ 19:39
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