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Fimbul: Review

  Playstation 4 

Nordische Mythologie in einem Hack-'n'-Slay-Abenteuer? Klingt schon mal ganz gut. God of War klingelt da unweigerlich in den Ohren, auch wenn das bei einem Indie-Titel ein unfairer Vergleich wäre. Also lieber mit gebremster Erwartungshaltung an den Test herangehen. Gesagt, getan. Da ist man dann auch nicht geschockt ob der Präsentation der Zwischensequenzen, die im Comic-Stil daherkommen und besonders bei der Übersetzung hin und wieder für ungewollte Erheiterung sorgen.

Zu Beginn sollt ihr als alternder Kämpfer den Racheangriff eures Bruders Knut abwehren. Getrieben durch den Fimbulwinter, wendet er sich gegen euch und euer Haus. Der Fimbulwinter ist die letzte lang anhaltende Kälteperiode vor der berüchtigten Götterdämmerung Ragnarök. Direkt geht es in Hack-'n'-Slay-Manier zur Sache, ihr metzelt die anstürmenden Gegner nieder. Dabei könnt ihr mit einem Schild blocken, mit einer Rolle den Angriffen ausweichen oder Kombos aneinanderreihen. Ist die Kombo-Leiste gefüllt, könnt ihr beispielsweise einen Schutzkreis erschaffen, in dem sich eure Gesundheit wieder auffüllt. Oder ihr lasst einen besonders kräftigen Angriff auf eure Kontrahenten ab, der sie kurzzeitig betäubt. Zur Verfügung stehen Schwert-, Axt- und Speer-Angriffe,wobei ihr den Speer auch auf eure Feinde schleudern könnt, was speziell in den anstehendenBossgefechten erforderlich sein wird. Anfänglich macht das auch trotz sperriger Kamera noch Spaß, erfreut man sich doch an der durchaus schicken Comic-Optik mitsamt der oft idyllischen Winterlandschaft. Doch spätestens beim ersten Bossgegner wird dann offensichtlich, woran es Fimbul mangelt: an Übersicht und vor allem an spielerischer Abwechslung.

Fimbul Screenshot

Während euch ständig gleiche Gegnerwellen ohne Hirn nacheinander attackieren und es dabei kaum eine Rolle spielt, ob ihr mit Schwert oder Axt attackiert, ermüden die Bossgefechte mit der einzigen Schwachstelle, die man ausfindig machen muss. Bei einem Kampf gegen einen Riesentroll müsst ihr beispielsweise seinen Kopf mit dem Sperr anvisieren, um ihn kurzzeitig zu betäuben, und könnt ihm dann mit Axt oder Schwert mit leichten oder schweren Attacken zu Leibe rücken. Die Kameraperspektive nervt dabei dermaßen, dass man diesen Kampf eher frustriert als motiviert hinter sich bringen möchte. Die Freude über das Weiterkommen ist da mehr eine Erleichterung als ein befriedigendes Erlebnis. Das gilt auch für die wenigen Schleichpassagen, in denen ihr Blicken von Riesen ausweichen oder Monster im Dunkeln durch Fackellicht auf Distanz halten sollt.

Fimbul
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 06 Mrz 2019 @ 21:24
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