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Trials Rising: Review

  Playstation 4 

Den Fokus verloren

Die Spielmechanik von Trials Rising bleibt wie erwähnt im gewohnten Rahmen. Etwas verwirrend sind innerhalb der Herausforderungen die Geister anderer Fahrer, die einem anzeigen, wie schnell man sein muss, um bestimmte Medaillen zu gewinnen. Glücklicherweise kann man diese auch unsichtbar machen, womit zumindest die Übersicht gewahrt werden kann. Nichtsdestoweniger ist es hilfreich, ordentliche Leistungen zu erbringen und damit goldene Medaillen zu erhalten. Diese gehen nämlich mit einer erhöhten Anzahl an Punkten einher, die für den Rangfortschritt wichtig sind. Nur so schaltet man mit der Zeit die für eine Liga abschließenden Arena-Herausforderungen und darüber hinaus neue Strecken frei. Die Rang-Anforderungen sind allerdings sehr hoch angesetzt, und so ist es auf den ersten Blick gar nicht mal so einfach, die Ziele zu erreichen. Bereits absolvierte Strecken kommen nachträglich jedoch sehr häufig mit Aufträgen daher, womit sich zusätzliche Punkte ergattern lassen. Die Aufträge umfassen das Erreichen des Ziels mit dem Unterschreiten einer gewissen Fehlerzahl oder etwa, deutlich kurioser, mit dem Befahren einer Strecke mittels unsichtbaren Motorrads. Viele Aufträge sind zudem an bestimmte Motorradtypen gebunden, wovon es einige wenige im Spiel gibt.

Trials Rising Screenshot

Insgesamt eine nette Idee, um Abwechslung zu schaffen und den Spieler zu bekannten Strecken zurückzuführen. Dennoch wird man unnötig lange am Freischalten neuer Abschnitte behindert. Während man dabei also teilweise ein wenig Geduld mitbringen muss, wird man mit sogenannten Lootboxen fast schon überhäuft. Diese beinhalten Kleidungsstücke, Tattoos, Motorradteile und all das, was man zur Individualisierung seiner Figur benötigt. Doch braucht man das wirklich? Hier verliert Trials Rising ein wenig seinen Fokus und bietet Dinge, die das Spielgeschehen an so mancher Stelle unnötig ins Lächerliche ziehen und im Grunde nichts zum Spielfortschritt beitragen.

Positiv fällt dagegen im Allgemeinen der Umfang des Spiels aus. Die abermals wirklich toll ausgestalteten Strecken kommen in zufriedenstellender Anzahl daher, und wer noch nicht genug hat, kann sich mittels umfangreichen Editors eigene Pisten erstellen. Ebenso kann man sich aber auch an den bereits fertigen Strecken anderer Bastler erfreuen. Online oder im lokalen Mehrspielermodus geht es des Weiteren natürlich auch noch zur Sache, wobei man hier gegen die Geister der anderen Teilnehmer fährt. Das macht zwar Spaß, spielt sich aber nicht so spektakulär, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Ausbaufähig wäre auch die Optik gewesen, die sich im Vergleich zum Vorgänger gefühlt kaum weiterentwickelt hat. Zudem können die tatsächlich recht häufigen Ruckler zu einem jähen Ende eines eigentlich gut gestarteten Laufs führen.

Trials Rising
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Daniel Dyba am 01 Apr 2019 @ 11:29
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