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Assassin's Creed Origins: Review

  Playstation 4 

Auf dem Weg zum Rollenspiel?

Wenn man sich die vergangenen Serienteile angeschaut hat, konnte man vor allem die Zunahme an Features beobachten. Hier macht der neueste Teil einen Schritt zurück und streicht so ziemlich alles Unwichtige aus dem Spiel heraus. Eine gute Entscheidung, denn so wirkt der Titel übersichtlicher, und die zentralen Spiel-Elemente bekommen mehr Bedeutung. Es wird natürlich immer noch gemeuchelt und an Häuserwänden umhergeklettert, doch hat man auch geschaut, was die Konkurrenz so treibt. So geht der Trend dieses Mal deutlich hin zum Mix aus Action und Rollenspiel, und es ist von essenzieller Bedeutung, einen umfangreichen Blick auf seinen Charakter zu werfen, womit etwa die Ausrüstung gemeint ist. Überall gibt es etwas zu entdecken, und wer fleißig sucht, bekommt nicht nur nach Kämpfen jede Menge Beute. Assassin's Creed Origins bietet dabei eine Vielzahl an unterschiedlichen Waffen und Schilden. Diese haben verschiedene Werte, und wer seinem Objekt der Begierde die Treue halten will, kann es beim Schmied des Vertrauens sogar noch verbessern.


Andere Dinge wie die geheime Klinge lassen sich nur durch das Sammeln von Ressourcen verbessern. Dazu gilt es auch, auf die Jagd zu gehen und sich diese Ressourcen mit den eigenen Händen zu verdienen. Gleichzeitig steigt mit erfolgreichen Aktionen eben auch der Rang, womit neue Fähigkeitspunkte freigeschaltet werden. Diese können anschließend in einem umfangreichen Talentbaum eingesetzt werden, der viele aktive wie passive Fertigkeiten bedient. Man wird schnell merken, dass es unabdingbar ist, den Charakter zu entwickeln. Die Missionen geben auch klar vor, welche Stufe ratsam ist. Unterschreitet man diese, wird man schnell an seine Grenzen kommen. Grund hierfür sind vor allem die überarbeiteten Kämpfe. Während man früher gefühlt ganze Heerscharen durch das Messer hat rennen lassen, ist es jetzt schon schwierig, einen einzigen Feind mit erhöhtem Rang niederzustrecken. Da braucht es schon gekonnte Ausweich- und Kontermanöver. Insgesamt hätte die KI aber etwas besser ausfallen können, da besonders bei Schleichaktionen die Aufmerksamkeit der Feinde kaum vorhanden ist. Das Schleichen selbst kommt ohnehin etwas zu kurz. Ein Untertauchen in der Menge und gelungene Attentate haben kaum eine Bedeutung. Dafür geht es mit dem Adler, in dessen Sicht man per Knopfdruck wechseln kann, durchaus auch taktisch einher. Man kann das ganze Missionsgebiet überblicken und wichtige Ziele bereits im Vorfeld ausfindig machen.

Wie angedeutet, nützt das oft alles nichts, wenn man nicht den entsprechenden Rang hat. Diesen erreicht man allerdings nicht durch das bloße Erfüllen der Hauptaufgaben. Nebenaufträge sind unabdingbar, und so gibt es sie in Assassin's Creed Origins in Hülle und Fülle. Diese sind zum Glück aber nicht so simpel gestaltet wie in der Vergangenheit. Die allermeisten Nebenaufträge sind sogar mehrstufig und erzählen oft eine eigene kleine Geschichte. Einige wirken aber auch etwas aufgesetzt. Etwa, wenn man drei Heuballen zu einem Karren trägt und man sich bei uns bedankt, dass man so eine unglaubliche Hilfe war. Das wirkt dann schon ein wenig lächerlich. Wer Zeit sparen und seinen Charakter schneller verbessern will, kann auch zu echtem Geld greifen und dadurch Ausrüstung oder Fähigkeitspunkte erstehen. Für all jene, die mit dem Fokus auf die Nebenaufträge nicht so viel anfangen und sich lieber auf die Handlung konzentrieren würden, ist das allerdings ein deutlicher Schlag ins Gesicht.

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AC

Daniel Dyba am 01 Dez 2017 @ 12:01
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