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GRIP: Review

  Playstation 4 

Kurz über den Boost-Pfeil rasen, die noch größer werdende Geschwindigkeit nutzen, um mit der nächsten Rampe direkt mal über einen Kontrahenten zu springen, und mit der aufgesammelten Rakete auf den als Nächstes auftauchenden Vordermann ballern. Klingt nach Mario Kart? Nein, hier reden wir über den Titel GRIP: Combat Racing, der uns auf der PlayStation 4 als Action-Rennspiel überzeugen wollte.

WipEmaniacage?

Rasant und teils spektakulär geht es auf den Rennstrecken zu. WipEout lässt hier regelrecht grüßen, auch wenn wir keine Gleiter steuern, sondern Fahrzeuge mit Rädern, bei denen Boden- und Wandhaftung vonnöten sind. Denn aufgrund einiger Tunnelsysteme erinnert so mancher Abschnitt unweigerlich an TrackMania-Kurse, ohne deren total abgedrehte Sprungorgien anzubieten. Rollcage ist natürlich als Pate ebenso erkennbar. Und doch kommt der Faktor Spaß an der Streckenführung der 22 Rennkurse nicht zu kurz. Bei Sprüngen dreht sich euer Vehikel gern mal um die eigene Achse oder ihr überschlagt euch bei der Landung. Denn auch wenn man das Fahrzeug in der Luft steuern kann, um die Landung nicht in einem Chaos enden zu lassen – vieles geht derart schnell, dass die Zeit schlichtweg fehlt, das Gefährt perfekt auszurichten. Ist aber auch nicht schlimm, denn Berührungen von Streckenbegrenzungen gehören hier zum guten Ton.

Mal streift ihr noch sachte eine Kurvenleitplanke, dann wiederum knallt ihr etwas heftiger in eine Wand, und euer Fahrzeug prallt physikalisch nicht immer ganz korrekt, aber dennoch merkwürdigerweise nachvollziehbar davon ab. So landet man dann doch schneller wieder im Rennen, als man zunächst denken würde. Ja, es gibt auch die brutalen Abstopper, bei denen euch Hindernisse, zumeist in Form von Stahlwänden oder Felsen, komplett herunterbremsen. Die Kunst, diese nicht zu erwischen, ist bestmögliche Streckenkenntnis, denn bei üblichem Speed ist es fast unmöglich, den rasch auftauchenden Objekten noch auszuweichen. Schön: Es gibt viele alternative Routenabschnitte, die euch sowohl Vor- als auch Nachteile verschaffen können.

In der Kampagne absolviert ihr der Reihe nach Turniere, die jeweils aus drei Events bestehen. Anschließend wartet ein Duell auf euch.Gewinnt ihr es, steigt ihr eine Klasse auf. Dabei sind neben klassischen Zeitrennen auch Punkte-Duelle zu absolvieren. Hier gibt es für abgeschossene Gegner Punkte – habt ihr am Ende die meisten Punkte erhaschen können, gewinnt ihr das Event.Der Beiname Combat Racing sagt es bereits aus:Hier wird auf den Strecken nicht nur gerast, sondernauch ordentlich Waffeneinsatz an den Tag gelegt, um einen Podestplatz zu erreichen. Ihr sammelt auf vielen der Strecken Boosts, Schilde, Maschinengewehre, Raketen und andere Werkzeuge auf, die euer Gefährt einerseits widerstandsfähiger, aber vor allem im Angriff wertvoller machen. Das macht bereits im Einzelspielermodus Laune, richtig Freude aber erst im Mehrspielermodus, den man sowohl online als auch mit der Splitscreen-Option gegen Freunde am heimischen TV spielen kann.

Optisch darf man ein befriedigendes Zeugnis ausstellen. Ja, es geht noch deutlich mehr hinsichtlich Texturen und Beschleunigungs-Effekten. Doch angesichts des Spieltempos merkt man das eigentlich nur, wenn man wirklich mal irgendwo hängengeblieben ist. Hier ist das Streckendesign der eigentliche Hingucker, nicht die farbliche Vielfalt oder schick gestaltete Designobjekte. Geschmacklich umstritten mag der treibende Elektro-Pop ausfallen. Uns gingen die Beats irgendwann an die Nerven. Wer also sonst eher auf rockige Töne steht, mag die Musik lieber abschalten. Für Liebhaber solcher Klänge geht das aber vollkommen in Ordnung.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 20 Nov 2018 @ 20:48
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