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HTC: Evo 3D Hardware Test

  Personal Computer 

Wunderwaffe 3D

Mit dem 3DS wollte Nintendo vor einigen Monaten die 3D-Welt revolutionieren. Wo man einst eine 1970iger-Jahre anmutende Brille tragen musste, um einen echten 3D-Effekt zu erleben, braucht man nun kein zusätzliches Equipment mehr. Zwar mussten hierfür ein paar Abstriche in Kauf genommen werden, zum Beispiel eine niedrige Auflösung sowie ein starrer Betrachtungswinkel, nichtsdestoweniger ist der Betrachter aber erst einmal baff, wenn er den Effekt zum ersten Mal im Einsatz sieht. Dass hier die Handyhersteller natürlich nicht lange auf sich warten liessen und diese neue Technik auch in einem Mobilfunktelefon verbauen, war natürlich nur eine Frage der Zeit. Inzwischen gibt es mit dem Optimus 3D aus dem Hause LG und dem Evo 3D von HTC zwei Highend-Geräte, die einen echten 3D-Effekt - ohne eine Brille tragen zu müssen - auf ein kleines Display zaubern.

Mit rund 170 Gramm ist das HTC Evo zwar kein Leichtgewicht, doch der kleine Androide besitzt mächtig viel Power unter dem Akkudeckel. Dabei erinnert das Gerät an das kurz vorher erschienene HTC Sensation. Auch im Evo 3D werkelt ein auf 1,2 GHz getakteter Zweikernprozessor, der mit zusätzlichen 1 GB Arbeitsspeicher sowohl dem Betriebssystem als auch den neuesten Spielen ordentlich Beine macht. Hier ist das Optimus 3D mit einem 1 GHz-Prozessor sowie nur 512 MB Arbeitsspeicher unterlegen, auch wenn es ebenfalls auf einen Zweikernchip zurückgreifen kann. Für genügend internen Speicherplatz ist im Evo 3D bestens gesorgt - rund 1 GB könnt ihr an zusätzlichen Daten installieren. Wird mehr Platz benötigt, können per MicroSD-Karte mehrere Gigabyte zusätzlicher Speicherplatz bereit gestellt werden. Eine 8 GB-Speicherkarte befindet sich bereits im Lieferumfang. An dieser Stelle freuen sich Optimus 3D-Benutzer über einen 8 GB grossen, fest installierten Speicher, der ebenfalls noch per Speicherkarte erweitert werden kann. Theoretisch stünden so dem Optimus 3D stets 8 GB mehr an Platz für Daten zur Verfügung, auch wenn es sich hierbei eher um ein Gedankenspiel handelt. Beide Geräte bieten ausreichend Raum für die persönliche App-Entfaltung.

HTC Bild

Eine Frage des Geschmacks

Beide Hersteller setzen auf hochwertiges Plastik bei der Wahl der Materialien. Zwar wird dadurch das Handy nicht unbedingt leichter - beide Modelle bringen Jacken- und Hosentaschen an ihr Kapazitätsmaximum -, dennoch sorgt das Plastik für einen guten Empfang. Beide Smartphones sind mit einem 4,3 Zoll-Display ausgestattet, so dass das Surfen und das Spielen unterwegs eine wahre Freude sind. Besonders das Evo 3D sticht hier aus dem Einerlei positiv heraus, nutzt es doch nach dem HTC Sensation erneut die qHD-Auflösung mit 540x960 Pixeln. Diese für Handys sehr hohe Auflösung lässt das Display in neuem Glanz erstrahlen. Farben werden prächtig und lebendig dargestellt, und das Lesen längerer Texte und Websites bereitet den Augen keinerlei Probleme.

Das wichtigste Feature ist aber natürlich der 3D-Modus. Dieser funktioniert auf beiden Modellen nicht überall so, wie es beim 3DS der Fall ist, sondern nur bei extra für diese Funktion programmierten Apps und Games. Von Haus aus liefert hier das HTC Evo 3D nicht so viele Programme zum Austesten mit wie das Optimus 3D. Auch ein hübscher, wenn auch nicht ganz so sinnvoller 3D-Launcher, der die wichtigsten 3D-Apps des Optimus-Gerätes anzeigt, fehlt dem Evo 3D. Dafür haben die Entwickler bei HTC dem Handy einen Schieberegler spendiert, der euch sozusagen per Knopfdruck in die dritte Dimension verfrachtet. Zwar besitzt auch das Optimus 3D eine 3D-Taste, das manuelle Ausschalten der 3D-Funktionalität ist jedoch nicht möglich. Wie schon beim 3DS dürft ihr von dem 3D-Bild allerdings keine gestochen scharfe Ansicht erwarten. Wer 3D ohne Brille nutzt, der muss - der Technik geschuldet - derzeit noch auf allen Geräten mit einer niedrigeren Auflösung leben. Zusätzlich ist der 3D-Effekt nur aus einem bestimmten Betrachtungswinkel sichtbar. Die Frage nach dem besseren 3D-Display lässt sich also nur schwer beantworten und hängt insbesondere von der persönlichen Sichtweise ab.

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Alexander Boedeker am 08 Nov 2011 @ 07:49
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