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Gamer-Mäuse: Grosses Hardware Special - Gamer-Mäuse im Test

  Personal Computer 

Der grosse GBase-Mäusetest!

Oma will's noch wissen - welche Maus will das Enkelkind unter dem Weihnachtsbaum liegen sehen? Rechtzeitig zum Endspurt des Weihnachtsgeschäfts haben wir unser erstes ausführliches Hardware-Special fertig gestellt. Im ersten Special sind Mäuse an der Reihe - Tastaturen und Desktop-Sets folgen demnächst. Euer Vorteil: Wir testen einen ganzen Schwung aktueller Hardware parallel und untereinander. So zeichnen sich in einem direkten Vergleichstest die Vor- und Nachteile der jeweiligen Mäuse bestens ab. Als Sieger unseres Tests gehen die Hersteller Logitech und Razer hervor. Für viele keine Überraschung. Diejenigen, die nach ganz besonderen Entwicklungen oder nach günstigen Mäusen suchen, kommen in unserer Übersicht ebenfalls auf ihre Kosten. Als kleine Besonderheit haben wir für unsere Hardwaretests den Falltest eingeführt. Dabei wird die Maus an ihrer Leitung hängend aus Tischkantenhöhe gerade nach unten auf einen Laminatfussboden fallen gelassen. Die gute Nachricht: Alle Mäuse haben den Falltest ohne Funktionseinbussen überstanden. Die schlechte Nachricht (für uns): Der Fussboden hat aufgrund der Vielzahl an getesteten Mäusen mehr Schaden genommen, als die Mäuse selbst.



Grundlegende Fakten vorweg:

Die DPI-Zahl einer Maus deutet nicht auf die Feinheit der Bewegung eines Mauszeigers hin! Der angegebene Wert wird von vielen Spielern immer noch fehlinterpretiert. Ein Bildschirm stellt Pixel höchstens mit 72 DPI dar - daran ändert auch die Maus nichts. Aber: je höher die DPI-Zahl der Maus, desto schnellere Zeigerbewegungen sind mit ihr möglich. Im Klartext bedeutet dies, dass der Mauszeiger bei jeder Bewegung mehr Bildpunkte zurücklegt, umso höher der DPI-Wert. Was selbstverständlich demnach in einer höheren Geschwindigkeit des Zeigers resultiert. Der durchschnittliche Spieler kann auf DPI-Werte über 1000 bestimmt verzichten. Für alle interessierten Profigamer führen wir aber natürlich die Leistungen mit auf. Übrigens: Auch die Kabellänge haben wir jeweils nachgemessen und mit den Angaben des Herstellers verglichen. Alle waren deckungsgleich, nur Saitek war mit seiner Angabe ziemlich neben der Spur.

GBase empfiehlt nach dem Test diese Mäuse:

  • Logitech G3
  • Razer Krait
  • Logitech MX400
  • Microsoft Laser Mouse 6000


Eigentlich wäre Logitechs G5 Testsieger geworden. Aber das Mausrad wies erhebliche Mängel auf. Für Gamer also eher ungeeignet.



Microsoft Habu


Anschluss:

USB

Abtastung:

Laser (bis zu 2000 dpi)

Kabellänge:

2 m

UVP:

74.99 EUR

Falltest:

bestanden

Gamer-Mäuse Bild

Pro

+ Daumentasten austauschbar
+ Schöne Beleuchtung
+ Sehr laufruhiges Mausrad
+ Maustasten mit gutem Druckpunkt
+ Zahlreiche Config-Möglichkeiten
+ Achsen separat konfigurierbar
+ DPI-Switch unter Mausrad
+ Tasten rekonfigurierbar
+ Beleuchtung deaktivierbar
+ 5 Profile speicherbar
+ Abfragerate bis 1000Hz
+ 32KB Onboard-Memory

Kontra

- Problematische Hardwareerkennung
- Widersprüchliche Anleitung zur Installation
- Anleitung zu knapp
- Laute Klickgeräusche
- Mittlere Maustaste (Mausrad) schwergängig
- Fehlerhafte Update-Anleitung
- Update-Anleitung auf Englisch
- Maustasten unterschiedlich hoch
- Störende Daumentasten
- Wacklige Zusatztasten
- Quietschende rechte Maustaste
- Teuer

Mit der Habu bringt Hersteller Razer in Kooperation mit Microsoft eine Maus für Gamer auf den Markt. Ganz schön chic, das Teil - schon allein wegen der (abschaltbaren) blauen Beleuchtung. Dank ausreichend grosser, leicht nach innen gewölbter Maustasten, sollten Spieler mit grossen wie auch mit kleinen Händen gute Bedienbarkeit erzielen. Ein leichtes Absenken des Gehäuses nach rechts gewährleistet zusätzliche Ergonomie. Die Habu liegt ziemlich gut in der Hand, keine Frage. Lediglich die kantigen Daumentasten stören ein wenig. Zwar liegt der Verpackung ein Ersatzteil bei, mit dem ihr zwischen zwei Anordnungen der Daumentasten wählen könnt. Doch bei komfortabler Erreichbarkeit liegt das Daumengelenk immer etwas auf einer der Daumentasten auf, was bei schnellen Bewegungen hinderlich ist und ungewünschte Klicks auslösen könnte. Um ein Haar wäre das Mausrad zu weit nach hinten gerutscht. Im Vergleich mit den anderen Mäusen in unserem Test muss man den Zeigefinger schon strecken, um das Mausrad gut bedienen zu können. Wer den Mittelfinger dazu benutzt, wird wohl keine Probleme haben. Haptik und Bewegungsgefühl sind in Ordnung. Die Oberflächenbeschaffenheit, gerade die der Maustasten, erinnert stark an die Razer-Produkte. Im Vergleich mit anderen Mäusen von Microsoft ist ein Qualitätsvorsprung innerhalb der eigenen Produktreihe erkennbar.

Was man von der Software und Hardware-Anbindung nicht gerade behaupten kann. Es hat in unserem Test knapp zwei Stunden gedauert, bis die Maus korrekt von WinXP erkannt worden ist! Widersprüchliches geben die Installationsanweisungen von sich. Ein Anhänger am USB-Stecker weist explizit darauf hin, dass vor dem Anstöpseln die Software von der CD zu installeren ist. Gesagt getan, das klappte aber anscheinend nicht. Und siehe da: In der knappen, faltbaren Anleitung ist die gegenteilige Reihenfolge geschildert. Zwar liess sich in den ersten Versuchen mit der Habu der Mauszeiger bewegen, aber mehr schlecht als recht. Und die Einstellungssoftware wollte darüber hinaus die Maus gar nicht erst erkennen. Ein automatisiertes Firmware-Update war demnach ebenso nicht möglich. Erst nach etlichen Anläufen und Ideen von Kunden mit gleichen Problemen in Internetforen funktionierte die Habu so, wie sie funktionieren sollte. Dann übrigens dank zahlreicher präziser Einstellmöglichkeiten in der Software ganz gut. Die On-the-Fly-Funktion ermöglicht auch ausserhalb der Software per vorher eingerichteter Tastenkombo ein schnelles Feinjustieren der Zeigerempfindlichkeit. Hardwareseitig sind andere Probleme erkennbar. Die linke Maustaste steht etwas höher als die rechte. Dafür macht sich die rechte Maustaste auf anderem Weg bemerkbar, nämlich mit ungewöhnlichen Geräuschen. Bei vorsichtigen Klicks mit ihr sind quietschende Töne zu hören, die in leiser Umgebung störend sind. Die Integration der beiden Maustasten in das Mausgehäuse scheint also nicht ganz perfektioniert worden zu sein.

Fazit:

Schöne Form, nette Beleuchtung, super Konfigurationsmöglichkeiten mit mehreren Profilen und hochentwickelte Lasertechnik - so streicheln wir Mäuse gern. Einen vorderen Platz hat die Habu in unserem Ranking trotzdem nicht verdient. Das störende Quietschen der rechten Maustaste und die seltsame Erhebung der linken Taste lassen nicht gerade auf eine ausreichend gute Verarbeitung schliessen. Als extrem nervtötend stellte sich die Installation der Hardware dar. Wenn nicht mal Microsofts Windows XP ein hauseigenes Gerät auf Anhieb erkennen will, dann gute Nacht. Wenn erst einmal alles läuft, macht auch die Konfiguration mit der komfortablen Software Freude. Und sowieso liefert der Laserabtaster mehr als ausreichende Geschwindigkeiten in Spielen. Wenn Razer und Microsoft ihre Hausaufgaben machen, könnte uns mit der Habu 2.0 vielleicht ein Top-Produkt erreichen. So reicht es gerade mal für ein Befriedigend.

Gamer-Mäuse Bild

Gamer-Mäuse Bild



Razer Krait


Anschluss:

USB

Abtastung:

optisch (bis zu 1600 dpi)

Kabellänge:

2 m

UVP:

39.99 EUR

Falltest:

bestanden

Gamer-Mäuse Bild

Pro

+ bis zu 1600 DPI
+ Maustasten mit gutem Druckpunkt
+ 1200 APM (Actions per Minute, Herstellerangabe)
+ Für Links- und Rechtshänder einstellbar
+ Achsen separat konfigurierbar
+ Sehr weiches, dünnes Kabel
+ Sehr grosse Maustasten mit Innenwölbung
+ Sehr leichte Maus
+ Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Kontra

- Anleitung auf Englisch
- Beleuchtung nicht abschaltbar
- Für grosse Hände wenig geeignet
- Keine besondere Ergonomie
- Klickgeräusche etwas laut

Razer rühmt seine Krait damit, speziell für Echtzeit-Strategiespiele entwickelt worden zu sein. Mit einer sinnvollen Erklärung dafür hätte wohl der Hersteller selbst Probleme, denn die Maus funktioniert natürlich auch mit anderen Spielen ganz gut. Das hochqualitative Gehäuse gibt keinen Grund zur Klage. Eine orangefarbene Beleuchtung an den Seiten und im Inneren des Mausrads werten die Gamermaus optisch auf, ohne albern zu wirken. Zwar verrichtet in der Krait noch ein optischer Sensor seine Dienste, doch der taugt mit seinen 1600 DPI was. Präzise Mausbewegungen sind also drin. Grosse Maustasten mit klarem, aber leichtgängigem Druckpunkt geben zwar Geräusche von sich, erlauben aber wirklich korrekte Klickmanöver. In den nach innen gewölbten Tastenflächen liegen die Finger ganz gut. Laut Razer sind mit der Krait an die 1200 APM möglich (APM=Actions per minute, also die Anzahl der machbaren Aktionen in einem Echtzeit-Strategiespiel innerhalb einer Minute). Das muss erst einmal belegt sein. Wir schreiben die Angabe aber der Vollständigkeit halber als Herstellerangabe hin.

Fazit:

Klein und handlich, ohne viel Schnickschnack, mit drei programmierbaren Tasten, die hervorragend funktionieren. Darüber hinaus sorgen Teflongleitfüsse für einen ordentliches Rennverhalten der Maus. Optische 1600 DPI stehen zwar mittlerweile nicht mehr für den Speedy Gonzales unter den Spielermäusen, aber für den gewöhnlichen Gamer reicht das locker. Auch bei der Krait wird auf eine ähnliche Software wie bei der Microsoft Habu und der Razer Copperhead gesetzt. Im Klartext: Einstellmöglichkeiten, die kaum Wünsche offen lassen. Spieler mit sehr grossen Händen sollten allerdings besser zur Copperhead greifen.

Gamer-Mäuse Bild

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Thomas Richter

 
Thomas Richter am 19 Dez 2006 @ 20:37
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