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Battlefield 3: Premium Special

  Personal Computer 

Aftermath

Nach den gigantischen, mit allerlei Vehikeln versetzten Karten in Armored Kill, holt uns Aftermath zurück in die urbane Hektik Teherans. Wer die Einzelspielerkampagne gespielt hat, wird sich an die iranische Hauptstadt erinnern, die während einer Mission von einem Erdbeben heimgesucht wird. Die vier Karten des aktuellen Zusatzpaketes sind allesamt in eben diesem Szenario angesiedelt. Zeitlich spielt Aftermath nach dem zerstörerischen Naturereignis, weshalb eingefallene Gebäude, aufgebrochene Strassenzüge und Trümmer das Stadtbild prägen. Chaos und Brauntöne, wohin das Auge reicht.

Der Abwechslung ist dies nicht unbedingt zuträglich, die vier Karten sind rein optisch alle ziemlich ähnlich. Auch fällt auf, dass einige Abschnitte sehr an Örtlichkeiten in Karten älterer Spiele der Reihe erinnern. Trotzdem hat DICE versucht, jeder eine eigene Note zu verleihen, und dies ist zumindest ansatzweise gelungen. Die beiden grösseren, Epicenter und Markaz Monolith, stechen mit ihren markanten Bauten wie etwa einem mehrstöckigen Einkaufszentrum hervor. Diese sind taktisch von grosser Bedeutung und deshalb stark umkämpft. Zusätzlich bieten sie allerlei erhöhte Positionen, von denen aus sich die Spielhandlung von der Ebene in die Vertikale verlagern lässt. Weitläufige Flächen grenzen an enge Häuserschluchten, die sich bestens für Hinterhalte eignen, sofern man über ein Team verfügt, das eine koordinierte Spielweise bevorzugt. Meistens aber herrscht ein wildes Durcheinander, in dem es schwierig sein kann, die eigenen Kameraden von den Gegnern zu unterscheiden. Hier macht sich das Fehlen einer integrierten Voice-over-IP-Lösung besonders bemerkbar.



Spielerisch setzt Aftermath keinerlei Glanzpunkte. Die neuen Fahrzeuge sind kaum der Rede wert und bieten im zerklüfteten Gelände keinen nennenswerten Vorteil. Auch die Waffenkammer wurde lediglich durch eine Armbrust erweitert, die sich allerdings durch die Verwendung unterschiedlicher Spitzen für die Bolzen als sehr effektiv erweisen kann. Die neuen Missionen sind ebenfalls nicht preisverdächtig, zumal viele davon für den Durchschnittsspieler schlicht zu schwer sein dürften. Somit bleibt vieles beim Alten, nicht zuletzt, weil die Zerstörungs-Engine, eines der wichtigsten Verkaufsargumente für Battlefield 3, in der ohnehin schon in Mitleidenschaft gezogenen Umgebung praktisch gar nicht zum Einsatz kommt. So bleibt man über weite Strecken mit dem Gefühl zurück, als würde man im Grundgerüst des Spiels herumturnen, an dem noch an allen Ecken gebaut und geschraubt werden muss.
Einzig der neue Spielmodus namens Scavenger (oder zu Deutsch: Plünderer) kann als triftiger Grund angesehen werden, um sich mit Aftermath zu beschäftigen. Hier starten alle Spieler lediglich mit einer Handfeuerwaffe, einem Messer und einer Granate in eine neue Runde und müssen sich auf die Suche nach besseren Waffen begeben, die nach dem Zufallsprinzip auf der Karte verstreut herumliegen. Das besser bewaffnete Team besitzt einen nicht zu unterschätzenden Vorteil gegenüber dem Gegner, vor allem weil die zu erobernden Flaggen innerhalb von Sekunden eingenommen werden können. Dieser Spielmodus ist besonders hektisch, denn die Frontlinie verändert sich im Minutentakt. Neben guten Reflexen ist hier deshalb die Fähigkeit gefragt, sich schnell an rasch wechselnde Bedingungen anpassen zu können. Das stetige Hin und Her eröffnet überdies einen neuen Blickwinkel auf die Karten, denn man ist praktisch gezwungen, jede mögliche Route zu erkunden, wenn man kaum bewaffnet ist. Dies wiederum zeigt auf, wie viel Liebe zum Detail DICE in jede einzelne Karte gesteckt hat.

Fazit von Luca Cannellotto

Man sollte den Entwicklern von DICE zugutehalten, dass sie das Beste aus dem streng limitierten Design von Aftermath herausgeholt haben. Einmal mehr muss man vor dem Leveldesign der Schweden den Hut ziehen. Die Karten sind bis auf das letzte Detail durchdacht, wovon der Spielfluss enorm profitiert. Es ist deshalb schade, dass das Gameplay beschnitten wirkt. Letztlich ist es dem neuen Spielmodus zu verdanken, dass Aftermath nicht gänzlich baden geht. Ist man nicht im Besitz eines Premiumkontos, sollte man sich den Kauf sehr gut überlegen, denn alles in allem hat Battlefield 3 Besseres zu bieten.

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Tags:
BF 3
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Luca Cannellotto am 21 Mrz 2013 @ 20:05
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