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Battlefield 3: Premium Special

  Personal Computer 

Armored Kill

Nach dem eher mässigen Close Quarters verspricht das neue Zusatzpaket Armored Kill, Battlefield wieder dahin zu führen, wo die Serie vor ziemlich genau zehn Jahren ihren kometenhaften Anstieg begonnen hat. Zwar beschränken sich die Spiele der Reihe seit dem damals revolutionären Battlefield 1942 mit den steuerbaren maritimen Einheiten lediglich auf Schlachten zu Land und in der Luft, dafür hat DICE viel Zeit und Energie in die Weiterentwicklung des ganzen Drumherum investiert. Die so gesammelte Erfahrung kulminiert nun vorerst in Armored Kill, einem audiovisuellen Meisterwerk, das auch spielerisch Akzente setzt.

Vier neue Karten gilt es zu erkunden, die hauptsächlich sehr viel Raum für eine ganze Fülle von Fahrzeugen bieten, mit denen beide Parteien üppig ausgestattet wurden. Neben leichten Transportfahrzeugen gibt es gepanzerte Varianten und etliche schwere Kampfpanzer. Ausserdem können Raketenbatterien als mobile Artillerie genutzt werden, die sich bei sachkundiger Bedienung als sehr effektiv erweisen. Armored Kill ist eine Erweiterung der Superlative. Mit Bandar Desert ist darin die weitläufigste Karte der Serie enthalten. Sie ist rund doppelt so gross wie Caspian Border und bedeckt eine hügelige Wüstenlandschaft mit einer Fläche von fast fünf Quadratkilometern. Aber auch der Luftraum ist gut gefüllt und beherbergt neben den obligaten Jets auch allerlei Hubschrauber mit unterschiedlicher Durchschlagskraft.

Angesichts dieser Eckdaten wird schnell klar, dass die Luft für das Fussvolk dünn ist. Wer zu Beginn einer Runde keine Mitfahrgelegenheit ergattert, muss sich auf einen sehr langen Marsch an die Front gefasst machen, der abrupt enden kann, wann immer ein gegnerisches Fahr- oder Flugzeug in Sichtweite ist. Das führt mitunter dazu, dass viele Spieler die Rolle des Ingenieurs bevorzugen, weil dieser als Einziger über die geeigneten Mittel verfügt, um effizient gegen gepanzerte Einheiten am Boden oder Bedrohungen aus der Luft vorzugehen. Obwohl die Infanterie im Grunde genommen schwächer ist als die mechanisierten Truppen, konnten die Entwickler bei DICE jedoch verhindern, dass die Balance während einer Partie gänzlich auf die eine oder andere Seite kippt. Somit bleibt das Spiel, egal in welcher Rolle, immer spannend, denn es gibt in jedem spezifischen Kontext einen Beitrag zu leisten, der dem eigenen Team am Schluss der Runde zum Sieg verhelfen kann.



Wie schon im Fall von Close Quarters, kommt auch Armored Kill mit einem eigenen Spielmodus daher. "Tank Superiority" ist allerdings nicht viel mehr als eine Variante des klassischen King of the Hill, in dem die beiden Parteien versuchen, einen einzigen Flaggenpunkt einzunehmen. Leider ist die kindliche Freude über des Chaos, das daraus entsteht, nur von kurzer Dauer. Ausserdem stehen den beiden Teams auf allen Karten schlicht zu wenige Fahrzeuge zur Verfügung, so dass die Bezeichnung "Tank Superiority" ein wenig irreführend erscheint. Glücklicherweise kann man diesen Spielmodus je nach Geschmack auch gänzlich ausser Acht lassen und sich den anderen widmen, weshalb dieses kleine Manko keineswegs schmerzt. Unter dem Strich ist Armored Kill bis an den Rand gefüllt mit den Elementen, welche die Battlefield-Serie so erfolgreich gemacht haben, weshalb wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

Fazit von Luca Cannellotto
Neben der Erweiterung Back to Karkand ist Armored Kill die Sorte Battlefield, der die Serie ihre Daseinsberechtigung verdankt. First-Person-Shooter mit modernem Setting gibt es mehr als genug, doch das fein austarierte und meisterlich orchestrierte Geplänkel auf den weitläufigen Karten, die in Armored Kill enthalten sind, zeigt, wozu DICE wirklich fähig ist. In einem solchen Setting wird das Zusammenspiel der bis zu 32 Spieler pro Team essentiell, um eine Partie zu gewinnen. Sowohl visuell als auch akustisch setzt die Spieleschmiede mit Sitz in Schweden einmal mehr Massstäbe. Damit lässt sich auch der Preis für das Premiumpaket wieder viel besser erklären, denn allein für Back to Karkand und Armored Kill lohnt es sich, das Geld dafür auszugeben, wenn man bedenkt, dass man dazu noch etliche Extras erhält.

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Tags:
BF 3
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Luca Cannellotto am 21 Mrz 2013 @ 20:05
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