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Thief - Deadly Shadows: Review

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Optisch wird euch einiges an stimmungsvollen Umgebungen und Effekten geboten. Tolle Licht- und Schattenspiele lassen eure Tarnungen immer zu ungünstigen Momenten auffliegen, was vor allem an flackernden Kerzen oder sich bewegenden Objekten liegt. Der Mondschein bricht wunderbar funkelnd durch die verglasten Fenster und ein prasselndes Kaminfeuer lässt Garrets Schatten tanzen. Doch es ist lange nicht alles Gold, was glänzt. Die Leveltexturen sehen aus der Entfernung noch äusserst hübsch aus, bei Annäherung verschwimmen sie jedoch bedauerlicherweise in einem Pixelbrei, was vor allem am eingesetzten Bump-Mapping liegen dürfte. Wenige Polygone der kaum abwechslungsreichen Charaktermodelle und gelegentliche Fehler bei den Schatten- und Kollisionsberechnungen wollen so gar nicht in das sonst so positive optische Erscheinungsbild passen.

Englisch-Nachhilfe mit dem Thief

Spannung erzeugt man mit einer gelungenen Akustik. Dieses grundlegende Prinzip findet auch im dritten teil der Thief-Reihe Anwendung. Wachen ortet ihr mittels Surround-Sound oder über Kopfhörer selbst im Stereo-Modus bestens. Die Geräusche der nächtlichen Stadt sind stimmig. Schade nur, dass Eidos es nicht für nötig gehalten hat, die englische Sprachausgabe zu lokalisieren. So dürfen wir uns mit den manchmal mies übersetzten deutschen Texten auf dem Bildschirm rumärgern. Eine wählbare Option für eine englische Sprachausgabe einer professionell lokalisierten Fassung hätte uns deutlich besser gefallen und viel zur Atmosphäre beigetragen. So jedoch wird Eidos wohl viele potentiellen Kunden bereits im Vorfeld verärgern, die sich nicht mit einer Untertitelversion abspeisen lassen wollen.

Nicht immer ist es möglich, gewaltfrei durch die Missionen zu kommen. Oftmals habt ihr selbst noch die Entscheidungsfreiheit, ob ihr eurem Entdecker einen Pfeil durch die Kehle schiessen, oder ob ihr lieber flüchten wollt, in der Hoffnung nicht entdeckt zu werden. Doch ab und an ist es einfach notwendig, sich mit dem Knüppel freie Bahn zu verschaffen und einen Wachtposten in Morpheus Arme zu legen. Actionorientiert ist der Thief jedoch nie, die Stealth-Action steht - wie auch schon in den beiden Vorgängern - ganz klar im Vordergrund. Es ist ja auch wesentlich spannender, am schwer bewaffneten Kettenhemdträger im sicheren Schatten möglichst lautlos vorbeizuhuschen, anstatt ihn mit einem Pfeil zu erlegen. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar dabei frei wählbar, in den von uns getesteten Versionen war jedoch ein Bug enthalten, der den gewählten Schwierigkeitsgrad nicht korrekt speicherte. Ein Patch wird hier sicherlich bald für Abhilfe sorgen. Die Arbeit mit den unterschiedlichen Pfeilen, wie Moos-, Wasser-, Geräusch- oder Feuerpfeil sorgen auch im dritten Teil dafür, dass unterschiedliche Lösungswege - trotz der häufig engen Räumlichkeiten - zum Ziel führen können. Dabei kommt dann auch Garrets Spezialwerkzeug immer wieder zum Einsatz, wobei hier die Ausrüstung mit Utensilien und Waffen vor einer jeden Mission an Bedeutung gewinnt. Habt ihr alle Wasserpfeile verschossen, kann es in einer hellen Örtlichkeit schnell ungemütlich werden.

Thief - Deadly Shadows
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Admin am 08 Mrz 2005 @ 14:04
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