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Crysis: Review

  Personal Computer 


Wie in den meisten Shootern kann man auch die Umgebung für sich nutzen. Ein Dickicht als Rückzugsmöglichkeit oder ein bewaffnetes Fahrzeug dienen immer wieder gerne als Rettung aus der Bredouille oder für den Gegenangriff.
Eine MG-Station kann auch ein prächtiges Sperrfeuer auf allzu hartnäckige Fieslinge entfachen. Und auch die obligatorischen Schüsse auf explosives Material darf man nich

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vergessen. Wo jedoch andere Titel kleine Benzinfässer bieten, stehen bei Crysis ganze Tankstellen. Hier wird nun einmal nicht weniger als das Maximum angepeilt. Wenn einem also die Trümmer nur so um die Ohren pfeifen, ist das nicht nur ein befreiender Zerstörungsakt, sondern auch noch ein physikalisch äusserst korrekter. Naturwissenschaftler werden also ebenfalls ihre helle Freude an dem Warmabriss haben.

Schau mal einer an!

Als würde in Crysis nicht schon tief genug in die technische Wunderkiste gegriffen, spendieren die Gamedesigner auch noch das, was schon im Vorfelde für einige Furore sorgte: eine fürstliche Grafik und ein freies Leveldesign. Auch wenn der Rechner nicht auf dem vollkommen neuesten Stand sein sollte, wird man eine Menge zu staunen haben und eine beeindruckende Optik vor die Pupillen gesetzt bekommen. Besitzer von Highend-Kisten bekommen das befriedigend-erhabene Gefühl, ihr sauer Erspartes für die richtige Sache ausgegeben zu haben. Für irgendwas muss es ja auch gut gewesen sein, dass man einen riesigen Haufen Kohle für ein absurd hochgezüchtetes Hardware-Teil ausgegeben hat.

Hier findet der ganze Kram endlich seine Bestimmung. Jeder einzelne Grashalm ist zu erkennen und wenn am malerischen Strand die Zugvögel in die Ferne flattern, kann man sogar einzelne Exemplare von ihnen mit dem Sturmgewehr vom Himmel holen. Zwar wird jeder Redakteur sich mit Lob für den Detailreichtum überschlagen, aber man kann nun einmal auch nicht anders. Hier ist jede lobende Silbe mehr als einfach nur gerechtfertigt. Schon alleine die Gesichter der Figuren sind unübertroffen realistisch. An den Frisuren hätte man allerdings noch ein wenig arbeiten können. Da die meisten Charaktere sowieso Helme tragen, relativiert sich aber auch das.

Der Sound sollte an dieser Stelle ebenfalls einmal erwähnt werden. Die Musik wirkt wie in einem modernen Actionfilm, streckenweise sogar sehr an The Killing Fields angelehnt, kann aber auf Dauer ihre Wiederholungen bekommen. Besser ist es dann, man stellt die Musik-Lautstärke etwas leiser, so dass sie noch dezent wahrgenommen werden kann. Die Granateneinschläge kommen derart wuchtig aus den Boxen, dass man am liebsten Deckung unter dem Schreibtisch suchen möchte.

Dort bringt den Spieler auch der Gedanke "Dies ist nur ein Spiel!" am schnellsten wieder zur Räson. Auch hier haben die Programmierer ganze Arbeit geleistet und schütteln wie selbstverständlich den reinsten Realismus aus dem Ärmel. Am besten man geht nur noch in voller Kevlar-Montur am Rechner vorbei, wenn auf diesem gerade das Crytek-Spektakel läuft.

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Martin Weber am 24 Nov 2007 @ 08:17
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