GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

War Front - Turning Point: Review

  Personal Computer 

Neben all den vielfältigen Einheiten, die in den Schlachten herrlich konsequent einem simplen Stein-Schere-Papier-Prinzip unterliegen, nehmen die Helden eine zentrale Rolle im Spiel ein. Im Gegensatz zu übrigen Einheiten können die Helden durch Erfahrungspunkte befördert werden und spezielle Fähigkeiten, egal ob passiver oder aktiver Natur, dauerhaft erlernen. Geht ein Held auf dem Schlachtfeld hops, ist die Mission nicht verloren. Ähnlich wie in ParaWorld lässt sich der gefallene Held über die Kaserne gegen entsprechendes Entgelt wieder reaktivieren.

Je nach Mission stehen euch auch Spezialangriffe wie eine Erdbebenbombe zur Verfügung. Eben diese wird euch bereits in der ersten US-Mission eindrucksvoll demonstriert, macht sie doch einen ganzen Nazistützpunkt binnen weniger Sekunden durch eine gigantische Druckwelle dem Erdboden gleich. Kommt es hart auf hart, lassen die US-Streitkräfte auch eine durch einen recht futuristisch anmutenden Langstreckenbomber transportierte Atombombe aufs Zielgebiet einschlagen. Leise rieselt der Staub. Die Deutschen verfügen über Exo-Skelette, vergleichbar mit Ein-Mann-Mechs, sowie Kriegszeppelinen und diversen Spezialpanzern. Die russische Fraktion, über die ihr leider nur im Multiplayer-Modus die Herrschaft habt, birgt mit Molotov-Soldaten, einem Maulwurf-Panzer, Frostpanzern und Eisbomben durchaus das interessanteste Sortiment an futuristischen Waffen. Und siehe da, sogar die gute alte IL-2 Sturmovik ist mit von der Partie. Der Kreis schliesst sich. Zu schade, dass man den Grauimporten aus dem Osten keine eigene Kampagne spendierte. Aber vielleicht hebt man sich das für ein mögliches Add-on auf.

Wie war der Plan?

Auch missionstechnisch lässt War Front kaum negative Kritik zu. Die insgesamt zweiundzwanzig Missionen verfügen über abwechslungsreiche Locations sowie immer neue Primär- und Sekundärziele, oftmals ändern sich eure Aufgaben auch während einzelner Missionen. Einziger Minuspunkt ist die Spielzeit. Kaum eine Mission knackt die Sechzig-Minuten-Grenze, so dass es unterm Strich bei einer ordentlichen, aber ausbaufähigen Gesamtspielzeit von fünfzehn bis zwanzig Stunden bleibt.

Die Bedienung von War Front ist genreüblicher Standard, grösstenteils lässt sich der Titel rein mit der Maus steuern. Innovative Ansätze gibt es durch eine Verfolgerkamera, die sich bei Fahrzeugen optional aktivieren lässt und euch so mitten ins Kriegsgeschehen versetzt und auch durch eine First Person-Perspektive, die sich für Geschütze aktivieren lässt und euch die Möglichkeit gibt, wie in einem Actionspiel selbst Jäger aus der Luft zu holen und Panzerverbände aus der Entfernung zu knacken. Das sorgt für die nötige Abwechslung im strategischen Einerlei, hat aber spielerisch keinen echten Einfluss.

Einzig und allein die zugrunde liegende Technik lässt ein wenig am grundsoliden Tenor kratzen. Die 3D-Engine zeigt schicke Effekte und hübsche Explosionen, ist aber angesichts von Spielen wie Mittelerde 2 und dem in wenigen Tagen erscheinenden Command & Conquer 3 bestenfalls solider Durchschnitt. Da wäre mehr drin gewesen, zumal sich durch den Publisherwechsel von cdv zu 10tacle noch Einiges an verfügbarer Entwicklungszeit rausschinden lassen hätte können. Wenigstens verfügt der Titel über einen soliden Skirmish- und Multiplayer-Modus. Auch hier gilt: nichts Besonderes, aber grundsolider Genrestandard.

War Front - Turning Point
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?

 

War-Front---Turning-Point


War-Front---Turning-Point


War-Front---Turning-Point


War-Front---Turning-Point


Tobias Kuehnlein am 13 Feb 2007 @ 10:16
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen