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Football Manager 2019: Review

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Fußballmanager. Meine Güte – das sind diese langweiligen Excel-Tabellen-Simulations-Tools, wo gelegentlich ein Ball zu sehen ist und man sich stundenlang mit öden Spielerwerten, Transferfenstern, Vertragsverhandlungen sowie dem Ausbau des Vereinsgeländes beschäftigen soll, oder? So hat ein Kumpel das mal bezeichnet. So ganz widersprechen konnte man ihm nicht, aber ihm die Faszination dieser Spielegattung näherzubringen, das fiel schwer und würde auch heute noch genauso diffizil sein. Doch der Satz des Kumpels ist satte 20 Jahre alt. Damals waren noch verschiedene Manager im Wettbewerb und Lizenzen für Originalnamen in der Fanszene noch nicht von der Bedeutung, wie es heute der Fall ist.

Zufrieden ja, aber auch begeistert?

Letztlich blieben für längere Zeit zwei größere Titel im Markt übrig. Der Football Manager von SEGA, früher auch als Meistertrainer im deutschsprachigen Raum bekannt,und der kommerziell zunächst deutlich erfolgreichere Fußballmanager von EA Sports, bei dem der frühere Anstoß-Macher Gerald Köhler lange für die Entwicklung verantwortlich zeichnete. Doch Zeiten ändern sich, und EA stellte seinen Manager mit der 2014er-Version ein. Zu laut war die Kritik an den nur marginalen Veränderungen zur jeweiligen Vorgängerversion, zu groß auch die Rufe nach größerer taktischer Eingriffstiefe. Wenn man so will, wurde das EA-Machwerk als Blender verschrien.Was wohl letztlich dessen Einstellung mit beschleunigte, waren die deutlich hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Absatzzahlen.Wie bei einer Aufgabe auf dem Tennisplatz wurde der Football Manager zum Sieger durch Aufgabe erklärt. Nun hat der Titel auch noch die deutsche Bundesliga mit Originalnamen und Logos zu bieten.

Manche befürchteten eine deutliche Annäherung zum Vorbild, doch mittlerweile darf man mit Fug und Recht behaupten, dass SEGAdie Seele der Reihe bewahrt, auch jetzt in der 2019er-Ausgabe. Auffällig ist das optimierte Benutzer-Interface.Mehr direkte Links führen zu wesentlichen Einstellungen und Statistiken, die man regelmäßig benötigt. Beim Schwierigkeitsgrad darf man ebenso ein zufriedenes Fazit ziehen. Anfänglich schien das Spiel noch eine Ecke zu einfach zu sein, doch nach längerer Testphase kann man dies so nicht stehen lassen. Denn wo wir anfänglich noch mit ausgewähltem Gegen-Pressing erfolgreich agierten, konterten uns im Saisonverlauf auch vermeintlich schwächere Gegner gern mal aus.

Lag es daran, dass sich die Gegner auf unseren Spielstil einstellten? Die Dynamik im Team ist wichtiger geworden. Schalten Spieler bei unserer Ansprache regelmäßig ab oder verstehen sich untereinander nicht, kann es passieren, dass unsere ach so genial erdachte Taktik nicht auf dem Rasen funktioniert, weil die Rädchen nicht ineinander übergreifen. Sprich die Laufwege, Pässe und das Stellungsspiel insgesamt werden nicht von allen akkurat umgesetzt. Das ist großartig, zeigt es doch, dass dort keine Roboter ohne freien Willen auf dem Rasen stehen, sondern richtige Spieler simuliert werden, die auch mal einen schlechten Tag haben oder mit euch als Coach nicht viel anfangen können. Entsprechende Konsequenzen vorausgesetzt, findet ihr dann auch wieder in die Erfolgsspur zurück.

Football Manager 2019
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Markus Grunow

Football-Manager-2019


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Markus Grunow am 09 Feb 2019 @ 10:32
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