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Anno 1800: Review

  Personal Computer 

Mit Anno 1800 geht eine der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Spielereihen in die nächste Runde. Wie uns Blue Bytes Ausflug in die Zeit der industriellen Revolution gefallen hat, beschreiben wir euch im Test.

Ein Spielerlebnis für jeden Geschmack

Der Singleplayer-Part von Anno 1800 gliedert sich in zwei Spielmodi, nämlich die Kampagne und das freie Spiel. Wenn wir uns für erstere entscheiden, geht sie nach Abschluss der Geschichte automatisch ins freie Spiel über. Bevor es mit der Kampagne losgeht, müssen wir festlegen, wie viel Hilfe wir in Anspruch nehmen möchten. Während Neueinsteiger auf verschiedene Tipps und Hilfestellungen zurückgreifen können, haben Anno-Veteranen die Chance, auf diese zu verzichten und weitestgehend eigenständig loszulegen. Anschließend gilt es, unserem Alter Ego ein Gesicht zu verpassen und sich für einen der vorgefertigten Avatare zu entscheiden. Sehr schön ist auch die Tatsache, dass wir unser Logo selbst wählen und entsprechend unseren Vorlieben einfärben können. Im letzten Schritt vor dem Start legen wir noch den Schwierigkeitsgrad fest und können das Spielerlebnis damit an unsere Fähigkeiten anpassen. Die drei verfügbaren Schwierigkeitsstufen unterscheiden sich sowohl in ihrem Startkapital als auch im Vorkommen der Rohstoffe. Darüber hinaus werden bei niedrigeren Stufen beim Abriss eines Gebäudes die Baukosten ganz oder teilweise erstattet – im Gegensatz zur Expertenstufe. Bei letzterer ist auch keine Versetzung bereits platzierter Gebäude möglich, was in den beiden leichteren Varianten entweder kostenlos oder gegen eine Gebühr realisierbar ist. Wer komplett nach seinen eigenen Vorstellungen spielen und beispielsweise auch die einzelnen Fraktionen anpassen möchte, kann aber auf den benutzerdefinierten Schwierigkeitsgrad zurückgreifen und alle Details selbst bestimmen.

Wir treten unser Erbe an

Nach einer kurzen einleitenden Sequenz erfahren wir, dass es nicht gut um uns bestellt ist. Wir sind pleite und nicht in der Lage, die Überfahrt nach Hause zu finanzieren, wo wir nach einem dringlichen Brief unserer Schwester schnellstmöglich auftauchen sollten. Aus der Not heraus plündern wir die Umgebung auf der Suche nach ein paar Stangen Dynamit, mit denen wir auf Fischjagd gehen können. Mit dem verkohlten Fisch im Gepäck steuern wir den nächstgelegenen Hafen an, in der Hoffnung, eine Möglichkeit zu finden, nach Hause zurückzukehren. Ist dies geschafft, erfahren wir, dass unser Vater verstorben ist und der ungeliebte Onkel versucht, den beträchtlichen Besitz der Familie an sich zu reißen. Wir selbst begeben uns erst mal aus der Schusslinie und lassen uns auf einer nahe gelegenen Insel nieder, um unser eigenes Unternehmen aufzubauen, mit dem wir den guten Namen des Vaters ehren und wiederherstellen wollen. Wir verwandeln das heruntergekommene Eiland sukzessive in eine florierende Siedlung und scharen so viele Gefolgsleute wie möglich um uns, die uns bei der Umsetzung unserer Vision helfen.

Die Geschichte wird von regelmäßigen Aufgaben, die es zu erledigen gilt, vorangetrieben. Außerdem sorgen die liebevoll animierten Figuren, die in ständigem Kontakt zu uns stehen, oder Details wie authentische Zeitungsmeldungen dafür, dass wir uns ständig als Teil der Handlung fühlen. Die Herausforderungen der Kampagne sind breit gefächert und reichen vom Errichten bestimmter Gebäudetypen über das Ansiedeln einer vorgegebenen Anzahl von Bürgern bis hin zur Herstellung bestimmter Schiffstypen für den Verkauf. Die Aufgaben sind in der Regel sehr allgemein gehalten, sodass wir selbst entscheiden können, wo und zu welcher Zeit wir sie umsetzen. Etwas fehlplatziert wirken kleinere Quests wie das Aufspüren von Aufständischen oder das Einsammeln von potenziellen Gefolgsleuten auf gegnerischem Gebiet, bei denen wir einfach die Karte absuchen und auf die entsprechenden Personen klicken müssen. Da die Areale teils stark bebaut und für uns als Außenstehende etwas unübersichtlich sind, kann es unter Umständen etwas dauern, bis der entsprechende Charakter gefunden ist. Gut gefallen haben uns dagegen Aufgabenteile, die es uns ermöglichen, frei zu wählen, wie wir weiter vorgehen. Hierzu gehört beispielsweise ein Transport von Gefangenen, bei dem wir entscheiden können, ob wir ihn einfach ausführen oder einen geheimen Brief lesen und ihn dadurch manipulieren. Damit nehmen wir Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte sowie auf die Beziehung zu anderen Fraktionen. Wem zwischendurch langweilig werden sollte, der kann außerdem kleinere Einwohner-Aufgaben erledigen, bei denen zum Beispiel Tiere gefangen oder Rohstoffe eingesammelt werden müssen.

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Daniel Walter

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Daniel Walter am 07 Mai 2019 @ 11:13
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