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A Plague Tale: Innocence: Review

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Allein gegen übermächtige Gegner

Mithilfe ihrer Mutter gelingt den beiden Kindern die Flucht vom riesigen Anwesen der Familie. Als die drei das rettende Tor erreichen, bleibt die Mama jedoch zurück, um einen weiteren Verfolger aufzuhalten, der sie kurz darauf tötet. Von diesem Moment an sind die beiden Kinder auf sich allein gestellt und müssen in einer Welt, in der es vor Gefahren nur so wimmelt, überleben, indem sie zusammenhalten und ihre Fähigkeiten geschickt einsetzen. Neben der Inquisition ist die Pest, die sich immer weiter ausbreitet, ein ständiger unheilvoller Begleiter. Das Action-Adventure schafft es von Beginn an, mit einer äußerst intensiven Atmosphäre zu überzeugen. Nicht nur die nervenaufreibende Flucht der Kinder vor der Inquisition sorgt für Gänsehaut, auch die Präsenz der tödlichen Krankheit ist wirklich erdrückend. So kreiert die Tatsache, dass die Dörfer zum Großteil verlassen sind und dass sich die Menschen in ihren Häusern verbarrikadieren, ein stetiges Unbehagen.

Außerdem ist es die Hilflosigkeit der Kinder, die die Stimmung noch eindringlicher macht. Alle Feinde, ganz gleich, ob es um die Ritter der Inquisition, um wütende Dorfbewohner oder um die unzähligen Ratten geht, sind übermächtig und von den Geschwistern quasi nicht zu besiegen. Daher bleibt uns keine andere Wahl, als uns zu verstecken, wegzulaufen oder die Gegner auszutricksen. Dennoch müssen wir mit der ständigen Gewissheit leben, dass jede Fehlentscheidung oder jede falsch gewählte Abzweigung den Tod bedeuten kann. Da sich eine direkte Konfrontation allerdings nicht immer vermeiden lässt, warten hier und da spannende Kampfszenen auf uns, in denen wir geschickt ausweichen und unsere begrenzten Mittel im richtigen Moment einsetzen müssen. Die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten, die im Verlauf der Geschichte immer wieder Höhen und Tiefen durchläuft, ist ebenfalls sehr gut in Szene gesetzt.

Stets gut vorbereitet

In der Spielwelt finden wir verschiedene nützliche Dinge, die wir unbedingt einsammeln sollten. Hierzu gehören Materialien wie Leder, Schwefel und Alkohol oder auch Hilfsmittel wie Werkzeuge und Seile. Finden wir eine Werkbank, haben wir die Chance, die gesammelten Ressourcen sinnvoll zu nutzen. Wir können beispielsweise die Effektivität oder die Nachladedauer der Steinschleuder verbessern und unsere Taschen um zusätzlichen Stauraum erweitern. Außerdem lässt sich unsere Kleidung aufwerten, wodurch wir uns noch leiser und unauffälliger bewegen können. Ein weiteres wichtiges Sammelobjekt sind Holzstöcke. Entdecken wir sie, sollten wir sie stets an uns nehmen und nach einem Feuer oder einer Fackel in der Nähe Ausschau halten. Feuer ist schließlich das einzige Mittel, mit dem wir uns die Scharen von Ratten und damit die Pest vom Leib halten können.

Stimmungsvolle Schauplätze

Grafisch kann A Plague Tale: Innocence weitestgehend überzeugen. Spiegelungen im Wasser sowie der Einsatz von Licht und Schatten sehen glaubhaft aus, und auch die Darstellung der Natur und der darin lebenden Tiere ist sehr ordentlich. Gerade Materialien wie der Stoff der Kleidung oder das Holz, aus dem Türen und Möbel bestehen, glänzen mit realistischen Strukturen. Punktabzüge gibt es in erster Linie bei der Darstellung der Figuren. Auch wenn es die Gesichter schaffen, Emotionen im Großen und Ganzen zu transportieren, kleben die Haare häufig nur am Kopf. Lediglich Amicias geflochtene Pferdeschweif-Frisur bewegt sich hier glaubhaft. Die Bewegung der Figuren an sich kann nicht vollends überzeugen und wirkt oftmals ein wenig steif.

Was uns ebenfalls nicht ganz überzeugen konnte, ist das Verhalten der Ratten. Diese wirken als Ganzes betrachtet definitiv einschüchternd und überwältigend, wenn sie als riesiger Schwarm auf uns zustürmen. Schaut man genauer hin, bewegen sich die Tiere aber wirklich seltsam und sehen alles andere als realistisch aus. Obwohl die Ratten hier in erster Linie symbolisch zu verstehen sind, haben uns die fast wellenartigen Bewegungsmuster etwas gestört.

A Plague Tale: Innocence
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Daniel Walter am 10 Jun 2019 @ 17:35
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