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Total War - Attila: Review

  Personal Computer 

Kriegskunst im Wandel

Am spektakulärsten fallen die Belagerungsschlachten aus. Belagert ihr nämlich eine Stadt über mehrere Runden, fallen nicht nur die Moral und die Truppenzahl der Verteidiger, selbst das Erscheinungsbild der Stadt schwindet dahin. Nach kurzer Belagerungszeit findet man schon einige Durchbrüche in den Stadtmauern und beschädigte Gebäude dahinter. Kleine Details fallen hier besonders ins Auge: Während das Heer in der Stadt vorrückt, versuchen sich zum Beispiel Zivilisten immer wieder in den Weg der Invasoren zu stellen. Tolle Neuerung: Verteidigt ihr eine Stadt gegen Belagerer, dürft ihr in den Strassen Barrikaden errichten, die euch entweder einen Verteidigungsbonus liefern oder die Angreifer zum Einschlagen eines anderen Weges zwingen.

Habt ihr eine Siedlung oder Stadt erobert, könnt ihr sie nun entweder besetzen, ausrauben oder sogar die ganze Provinz niederbrennen. Das Hinterlassen verbrannter Erde ist eine taktisch sehr interessante Neuerung. Denn auch wenn ihr dadurch nicht nur die Stadt zerstört, sondern auch angrenzende Felder unfruchtbar macht, lässt sich ein solches Brachland mit den entsprechenden Finanzmitteln wieder aufbauen. Bis dies geschieht, habt ihr allerdings eine äusserst effiziente Pufferschicht zwischen euch und euren Feinden geschaffen.

Alles in allem sind die Gefechte gut ausbalanciert. Auch die Totalaussetzer der KI, die noch in Rome II als serientypisches "Feature" gesehen werden konnte, sind weniger geworden. Gelegentlich kommt es dennoch vor, dass ein gegnerischer Speerträger erfolglos Kavallerie-Einheiten verfolgt oder See-Artillerie an Land geht, statt vom sicheren Nass aus auf Einheiten zu ballern - richtig helle ist die KI dann trotzdem immer noch nicht. Neben euren Armeen stehen euch natürlich auch wieder Agenten auf der Karte zur Seite. Spione klären für euch den Nebel des Kriegs auf oder sabotieren feindliche Armeen. Priester verbreiten eure Staatsreligion, und Streiter trainieren eure Armeen.

Der Sieg der Kampagne ist natürlich wieder an gewisse Bedingungen geknüpft. Mit dem weströmischen Reich müsst ihr zum Beispiel für den göttlichen Sieg nicht nur den Barbaren und Hunnen trotzen, sondern auch erneut das römische Imperium zur alten Grösse führen, was bekanntlich das abgespaltene oströmische Reich mit einschliesst. Ausserdem gibt es im Laufe der Kampagne einige Zusatzmissionen, die nach klassischem Schema (erobere diese Stadt, vernichte jene Armee) ablaufen und mit teils gigantischen Goldbelohnungen verbunden sind.

Streitwagen auf dem Prüfstand

Grafisch hat sich seit Rome II nicht sonderlich viel verändert. Zwar glänzen Einheiten und Landschaften mit ein bisschen mehr Details, für grosse Sprünge hält die Warscape-Engine aber sicherlich nicht mehr her. Immerhin ist die schon seit Empire: Total War (2009) in Verwendung.

Dafür hat Creative Assambly ordentlich am Interface gedreht. Auf der taktischen Kampagnenkarte und in der Diplomatie-Übersicht helfen zahlreiche Filter beim Ein- und Ausblenden von Einheiten, Agenten, etc. und beim Sortieren der Bündnispartner. Die abstrakten und wirklich hässlichen Einheitenporträts und Gebäudebilder wurden abgewrackt und durch schönere Icons ersetzt. Indikatoren für Erschöpfungsgrad und Moral der Einheiten machen auch die Handhabung unserer Truppen im Gefecht einfacher und deutlich angenehmer.

Auf die Ohren gibt es auf der Kampagnenkarte sowie in den Gefechten einen düsteren, atmosphärischen Soundtrack, der euch direkt ins Spiel zieht. General und Einheiten rufen während der Gefechte gern mal ein paar passende Wortfetzen übers Schlachtfeld. Leider ist die deutsche Synchro oft unterirdisch.

Total War - Attila
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Patrick Recknagel am 17 Feb 2015 @ 13:03
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