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Torment - Tides of Numenera: Review

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Manchmal kramen wir in Schränken und Regalen, schauen uns alte, bereits leicht verstaubte Pappschachteln der Spiele aus den 1990er-Jahren an, erinnern uns an die Installationsschwierigkeiten, aber auch an die Freude mit den Titeln zurück. Etwas Wehmut kommt dann auf, wenn man an die alten Tage zurückdenkt. Auch Planescape Torment steht noch im Regal. Gespielt haben wir es nur einmal, doch war die Reise seinerzeit derart beeindruckend, dass der Titel aus dem Jahr 2000 seinen Platz in der eigenen kleinen Hall of Fame bekam. Torment: Tides of Numenera knüpft an dieses Spiel an.Kommt da nur Wehmut nach dem Vorgänger oder auch frischer Spielspaß auf?

Wortreich? Das wäre untertrieben bezeichnet ...

Wer mit textlastigen Abenteuern so gar nichts anfangen kann, der braucht sich um das Spiel nicht zu bemühen. Wie auch schon in Planescape, bekommt ihr jede Menge Lesestoff vor die Augen gesetzt. Und die Bezeichnung "jede Menge" ist da nicht einmal richtig treffend gewählt, denn wer nicht gerne in Büchern stöbert, wird hier nach wenigen Minuten bereits aufgeben.Die Entwickler gingen keine Risiken ein und wollten den Fans das bieten, was sie erwarten: Ein Rollenspiel mit Tiefe und mit möglichst viel Erinnerungspotenzial an den Vorgänger von Anfang 2000. Das haben sie dann aber auch in Sachen technischer Gestaltung, Design, KI und vor allem auch hinsichtlich des Spielkomforts gnadenlos durchgezogen. "Gnadenlos" klingt negativ und kann es für den einen oder anderen unter euch auch sein. Doch haben die Macher ebenso konsequent daran gearbeitet, die Stärken des Vorgängers einzufangen. Folgerichtig stehen frische Idee, Courage zu Absonderlichkeiten, mannigfaltige Optionen in den Quests und mehr als nur interessante Geschichten gleichermaßen auf dem Zettel.

Torment - Tides of Numenera Bild
Wer die Welten von Planescape oder Baldur's Gate kennt, fühlt sich hier bereits nach wenigen Sekunden heimisch, auch wenn das Grundregelwerk D&D fehlt. Gleichermaßen werden sich Neulinge aber sehr wahrscheinlich überfordert oder aber auch gelangweilt fühlen. Langeweile mag deshalb aufkommen, weil ein Voranschreiten in der Geschichte hier mit gänzlich anderem Tempo zugeht, als man es von anderen Rollenspielen kennt. Selbst in vergleichsweise ähnlich gehaltenen Titeln wie Divinity: Original Sin kommt man als Spieler gefühlt zehnmal schneller voran. Das liegt einerseits an den eben erwähnten Textmengen und vielen Dialogen mit Nicht-Spieler-Charakteren (kurz: NSCs), die es zu entdecken und bewältigen gilt, als auch an den Entfernungenselbst und zu guter Letzt mitunter auch an den Kämpfen. Diese laufen nämlich rundenbasiert ab und heißen nicht einmal mehr Kampf, sondern Krise. Der Zwang, sich andere Begrifflichkeiten aussuchen zu müssen aufgrund der fehlenden D&D-Lizenz, trug mitunter etwas komisch schmeckende Früchte. Sci-Fi-Pen-&-Paper-Fans mögen den Begriff Krise noch eher verschmerzen als altgebackene Schwert-und-Bogen-Helden.

Torment - Tides of Numenera
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Markus Grunow

Torment---Tides-of-Numenera


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Markus Grunow am 28 Mrz 2017 @ 19:19
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