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Europa Universalis IV: Review

  Personal Computer 

Paradox beschreibt Europa Universalis IV gerne als Grand-Strategy-Titel. Und so ist es auch: Das Spiel simuliert eine grosse Welt voller komplexer Zusammenhänge. In dieser Welt habt ihr die volle Kontrolle darüber, wie ihr das Spiel spielen wollt: Klein und auf eure Umgebung begrenzt. Oder sogar global. Beide Spielstile bieten genügend Herausforderungen für Tage.

Hübsche Grafik, fantastischer Soundtrack

Paradox-Spiele hatten in der Vergangenheit meistens drei grosse Kritikpunkte: Eine eher zweckmässige Grafik, technisch unausgereift, und kein gutes Tutorial. Spätestens seit Crusader Kings II wissen wir aber, dass Paradox zumindest die ersten beiden Probleme mittlerweile gut im Griff hat. So ist es nicht verwunderlich, dass sich auch Europa Universalis IV in einer guten Verfassung zeigt. Das Spiel ist natürlich kein Crysis, doch die Weltkarte, auf die man ja immer schauen muss, sieht mittlerweile hübsch aus und bietet einige Landschaftsdetails, die den Strategietitel auflockern. Auch beim Benutzer-Interface hat sich etwas getan. Im Gegensatz zu Europa Universalis III sind die Menüs deutlich aufgeräumter, die Unterstützung für höhere Auflösungen bietet darüber hinaus auch mehr Platz. Ausserdem gibt es wieder mal einen fantastischen Soundtrack von Andreas Waldetoft, welcher vom Brandenburger Staatsorchester mitreissend in Szene gesetzt wird und die Epik des Spiels unterstreicht.

Waren ehemalige Spiele von Paradox bei Erscheinen meist noch stark fehlerbehaftet, so kommt Europa Universalis IV erfreulich stabil daher. Abstürze konnten wir keine feststellen, lediglich der neue Handel und der Schiffsverkehr wirken hier und da noch etwas fehleranfällig. Wieder mal einen Rüffel bekommt die deutsche Lokalisierung, die noch sehr fehlerhaft ist. Hier will man aber schnellstmöglich nachbessern. Nicht nachgeliefert wird ein detaillierteres Handbuch: Lediglich mit einem elfseitigen Schnellstartheftchen für Fortgeschrittene wird der Käufer der Ladenversion abgespeist. Gerade bei einem so komplexen Titel ist das ein absoluter Fehlgriff. Ob das eine Entscheidung vom deutschen Vertrieb Koch Media oder von Paradox selbst war, ist nicht bekannt. Das ist umso verwerflicher, wenn man bedenkt, dass die grosse Schwäche älterer Paradox-Spiele auch hier greift: Es gibt zwar ein Tutorial, doch wie bereits bei Crusader Kings II kratzt die Einführung gerade mal an der Oberfläche. Neueinsteiger werden sich in den ersten Spielen noch immer mehr als nur ein blaues Auge holen.

Europa Universalis IV
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Patrik Nordsiek am 17 Sep 2013 @ 19:04
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