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Memento Mori 2: Review

  Personal Computer 

Polizeichef ausgetrickst

Zum Beispiel benutzt er einen Ventilator, um den Inhalt der Büroablage des Polizeichefs in alle Richtungen zu verstreuen. So verschafft er Lara die Möglichkeit, einige, eigentlich unerlaubte, Blicke in den Polizeicomputer zu werfen. Dann wieder gibt er vor, bei einer Autopanne helfen zu wollen, und setzt das Gefährt bei dieser Gelegenheit durch Ziehen eines wichtigen Kabels vollends schachmatt.

Aber es gibt im Spiel auch Momente, in denen man schier verzweifeln möchte, etwa wenn man partout nicht weiss, woher man die Kombination nehmen soll, die einen Tresor öffnet. Ebenso sieht's bei manchen Minispielen aus. Dann sollt ihr Dinge in die richtige Reihenfolge bringen, etwa Folien auf einem Projektor so zusammenschieben, dass ein bestimmter Schriftzug erkennbar wird. Das ist dann oft leider so langwierig, dass der Spass dabei schnell auf der Strecke bleibt. Besonders schlimm gestaltete sich im Test das Öffnen einer Schatulle. Auf der befinden sich 16 Holztäfelchen, die so lange verschoben werden müssen, bis vier Figuren auf dem Deckel der Schatulle erscheinen. Einen Hinweis auf die Figuren findet man zuvor auf einem Wandteppich, aber leider nicht auf die Reihenfolge, in der die Figuren letztlich zu sehen sein müssen.

Dafür ist die Optik super, die Atmosphäre stimmig, und die Szenen strotzen vor Details. Auch die Charaktere im Spiel könnten unterschiedlicher nicht sein und man schaut sie einfach gerne an. Die Entwickler haben mit der Darstellung unterschiedlicher menschlicher Facetten nicht gespart. Ob der exzentrisch wirkende Galeriebesitzer, eine hellsichtige Greisin oder ein muskelbepacktes Mitglied einer Motorradbande - alle Figuren im Spiel sind mit vielen Details ausgestattet. Tätowierungen, kleine Leberflecke, Hautunebenheiten, Augenringe und natürlich ganz individuelle Kleidung, Frisuren und Bärte lassen die Protagonisten als echte Typen erscheinen, die jeweils ihre ganz eigene Ausstrahlung besitzen.

Sticheleien unter Kollegen

Für Abwechslung sorgen zusätzlich viele Zwischensequenzen, teilweise laufen auch Gespräche von allein ab, so dass nervtötendes Vorantreiben der Dialoge entfällt. Grossen Wert haben die Entwickler auf eine realistische Atmosphäre gelegt. Die Arbeit als Ermittler dürfen Spieler voll und ganz erleben. So wird etwa nicht nur an Tatorten nach Spuren gesucht, sondern es kehrt auch mal Büroalltag ein. Im Konferenzraum bedient Lara den Diaprojektor und erklärt den Tathergang mit Hilfe eines Laserpointers. Die Diskussion mit den Kollegen wirkt sehr lebendig, sogar kleine Sticheleien bleiben nicht aus. Und schliesslich gehört es auch zu Laras Aufgaben, Berichte zu schreiben und beim Unterlagenausdrucken auch schon mal einen Papierstau im Kopierer zu entfernen.

Memento Mori 2 Bild
In den Spielszenen gibt es zudem viel Bewegung: es drehen sich Deckenventilatoren, Vögel fliegen am Himmel, und Wasserfontänen sprudeln aus Brunnen. Zusammen mit den grösstenteils sehr gelungenen Animationen der Spielfiguren wirkt das komplette Spiel dadurch sehr lebendig. Hinzu kommen eine durchaus gelungene Sprachausgabe sowie eine musikalische Untermalung, die das Spielgeschehen komplett macht und beinahe auf Spielfilmqualität hebt. Besonders erwähnenswert sind die grandiosen Licht- und Schatteneffekte, die dank einer neuen Grafik-Engine zusätzlich für eine überaus stimmungsvolle Atmosphäre sorgen.

Was die Bedienung angeht, ist Memento Mori 2 gut ausgestattet. Die Point-and-Klick-Steuerung ist eingängig. Am oberen Bildschirmrand befindet sich das Inventar, das sich automatisch ausklappt, wenn man mit der Maus darüberfährt. Am unteren Bildschirmrand findet ihr eine stufenlose Zoomfunktion vor, die sich per Schieberegler bedienen lässt. So kann man während des Spiels in die Egoperspektive wechseln, Gegenstände genauer unter die Lupe nehmen oder aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Memento Mori 2
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Sandra Alter am 18 Jun 2012 @ 16:45
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