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Jagged Alliance - Back in Action: Review

  Personal Computer 

Alles, was das Söldnerherz begehrt

Das sauer verdiente Geld könnt ihr gleich in neue Ausrüstung stecken, die ihr bequem von eurem Laptop aus im Internet ordern könnt. Zwar verlangt der Onlineshop "Bobby Ray's Guns and Things" horrende Frachtgebühren, aber die langlebige Qualität neuer Waffen zahlt sich aus. Waffen nutzen sich mit der Zeit ab und werden unzuverlässig. Gerade in hitzigen Gefechten kann das schnell den Tod bedeuten, denn auch eine robuste AK-47 gibt irgendwann den Geist auf. Abhilfe schaffen ein paar Tropfen Öl oder, je nach Begabung des Söldners, ein wenig Nachhilfe mit dem Werkzeug. Auch sonst ist es von Vorteil, gleich mehrere Söldner in einen Einsatz zu schicken, da von den günstigeren Kameraden kaum jemand ein Allround-Talent ist. Sprengsätze, das Aufbrechen verschlossener Türen und das fachmännische Verarzten von Kollegen sind nur mit den entsprechenden Skills möglich.

Von der Theorie zur Praxis

Nachdem ihr eure Truppe mit der nötigen Ausrüstung versorgt habt, wird sich bereits im ersten Kampfeinsatz zeigen, ob eure Söldner lieber ihren Dienst im Kindergarten verrichten sollten. Hierbei kommt auch die grundlegendste Änderung im Vergleich zum Original zu tragen: das überarbeitete Kampfsystem.

Schon im Vorfeld für eine rege Diskussion hat das abgeschaffte Rundensystem gesorgt. Vielmehr steuert ihr eure Söldner nun in Echtzeit, sowohl während der Erforschung einer Map als auch - und das ist neu - während eines Kampfes. Anstelle der nacheinander folgenden Runden hat Coreplay dem Spiel einen Pausenmodus spendiert. Zu jeder Zeit könnt ihr mit der Leertaste das Spiel anhalten und euren Söldnern neue Befehle erteilen. Diese lassen sich in Reihe schalten, so dass simultane Aktionen mehrerer Söldner möglich sind. Die komfortable Zeitleiste ermöglicht auch das Verschieben von Aktionen, so dass ihr die Reihenfolge, wann ein Söldner etwas unternehmen soll, ändern könnt. Das erfordert allerdings ziemlich viel Aufmerksamkeit, wenn euer ausgedachter Plan am Ende auch gelingen soll. Wenn alle Stricke reissen und sich die Gegner anders verhalten als gedacht, könnt ihr alle geplanten Aktionen mit einem Klick auch wieder verwerfen. Dank einer extrem praktischen und anpassungsfähigen Autopausierung könnt ihr das laufende Spiel automatisch unterbrechen lassen, wenn beispielsweise ein Gegner euch entdeckt oder einer eurer Kameraden getroffen wird. Vor einem Kampf legt das Spiel übrigens einen separaten Spielstand an, so dass nicht Hopfen und Malz verloren sind, wenn alles schiefläuft.

Jagged Alliance - Back in Action Bild

Klick mich richtig!

Hin und wieder sorgt die etwas störrische Steuerung für Ärger, denn während eines Kampfes kann man sich leicht verklicken, so dass eure Befehlsempfänger nicht die gewünschte Aktion ausführen. Auch das Hinlegen und Hinhocken ist nicht immer sauber gelöst, und manchmal vertragen sich eure Söldner auch nicht mit Leitern. Ebenso ist das Inventarsystem nicht optimal gelöst. Zwar mag es realistisch sein, dass sich eure Söldner in direkter Nähe befinden, wenn sie etwas aus dem Inventar tauschen sollen - nach einem Kampf wäre ein sektorales Inventar aber optimaler gewesen. Auch fallen gelassene oder gefundene Objekte - gekennzeichnet mit einem grünen Koffersymbol - sorgen mitunter für lange Suchpartien, wenn nach einem Kampf der Schauplatz übersät mit ihnen ist. Wieso müssen diese erst mühsam per pedes Stück für Stück mit einem Söldner abgeklappert werden, um den Inhalt zu erfahren? Ein kurzer Blick ins Innere der Koffer per Mauszeiger würde lange Laufwege ersparen. Wieso nur einzelnen Personen eine bestimmte Blickrichtung vorgeben werden kann, nicht aber einer Gruppe von ausgewählten Söldnern, bleibt ebenso ein Geheimnis.

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Alexander Boedeker am 06 Feb 2012 @ 18:56
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