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Researching Games BarCamp 2017: Eine Komplettlösung , warum Game Studies so toll sind

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Was auf dem ersten Blick nach einem anstrengenden und durchgetakteten Tagesplan klingt, entpuppte sich als gefühlt viel zu kurzer und spannender Tag. Grund dafür waren ohne Zweifel die abwechslungsreichen Themen, die spannenden Menschen und die ausgelassene und freundliche Atmosphäre. Während des Tages hatte ich die Gelegenheit, mir unter anderem einen Vortrag über die Machtlosigkeit in Horrorspielen, und warum sie so gut wirkt, anzuhören und über die Kunst und den Sinn des Scheiterns. Auch ich selbst habe gleich am ersten Tag meinen Vortrag über Sexismus in Videospielen gehalten (zugegebenermaßen, weil ich furchtbar aufgeregt war und es deshalb schnell hinter mich bringen wollte), welchen ich kurzerhand auf Englisch halten musste, da ein gutes Drittel der Gäste Games-Design-StudentInnen von einer Universität aus Großbritannien waren.

Researching Games BarCamp 2017 Bild

Der zweite Tag verlief im Prinzip sehr ähnlich. Insgesamt konnte ich sechs Vorträge hören, unter anderem von Dr. Rudolf Inderst, der mit dem Thema "Game Studies Audiofied" über die Notwendigkeit sprach, Game Studies populärer zu machen, und auch mit konkreten Ideen aufwarten konnte. Ebenfalls sehr interessant waren zwei Vorträge über die Diskrepanz zwischen dem "Gamer", der/die die Herausforderung im Spiel sucht und "Player" als SpielerIn, der/die das Spiel als Erfahrung auf der Narrativen Ebene genießen möchte. Worin unterscheiden sich diese beiden Begriffe? Und ist das eine besser als das andere? Gegen 17 Uhr war das BarCamp dann leider schon vorbei und es gab noch eine große Verabschiedungsrunde, in der das Researching-Games-Team Feedback von den BesucherInnen sammelte und sich für die Teilnahme bedankte und bereits ankündigte, auch im nächsten Jahr wieder ein BarCamp zu veranstalten.

Doch warum schreibe ich das eigentlich alles? Hätte es nicht gereicht, hinzugehen, meinen Spaß zu haben und gut ist? Nun, Game Studies sind ein Thema, welches, seitdem ich meine Bachelorarbeit in letztem Jahr geschrieben habe, immer mehr auch in meinen Fokus gerückt ist. Es eröffnete sich mir ein ganz neues Forschungsfeld, von dem ich vorher nicht gewusst hatte, dass es überhaupt existiert, und das, obwohl meine "Gamer-Karriere" nun auch schon seit über 16 Jahren andauert. Dabei bieten Game Studies so viel Interessantes zu entdecken und sind gleichzeitig auch alles andere als unwichtig. Videogames sind schon seit Jahren mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung für "Nerds" und "Kellerkinder". Sie sind in der breiten Masse der Gesellschaft angekommen und aus unserer heutigen Zeit gar nicht mehr wegzudenken. Und wir spielen auch nicht mehr nur mit ihnen. Wir informieren uns über sie, wir modden, drehen Videos, veranstalten ganze internationale Turniere und entwickeln sie gleichzeitig immer weiter und weiter. Videospiele haben eine gewaltige Eigendynamik entwickelt und sind zu einem Spiegel unserer Gesellschaft geworden. Game Studies ermöglichen es uns, in diesen Spiegel hineinzublicken und aus ihm zu lernen, um uns als Gesellschaft, aber auch Videospiele und warum sie so sind, wie sie sind, besser zu verstehen. Darum empfehle ich auch dir, dir ab und zu mal die Zeit zu nehmen und den einen oder anderen Artikel zu lesen. Denn ich verspreche dir, es lohnt sich.

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Jakob Gustavs am 30 Mai 2017 @ 12:11
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