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Rise of the Tomb Raider: Special - Retrospektive Teil 3

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Basierend auf der Legend-Engine war das Remake dann auch recht zügig fertig gestellt. Bereits im Juni 2007, also etwas mehr als ein Jahr später, hüpfte Lara Croft wieder in ihrem klassischen, türkisen Top durch die Katakomben in Peru. Tomb Raider: Anniversary wurde allerdings kein klassisches Eins-zu-eins-Remake, stattdessen integrierte Crystal Dynamics viele Neuerungen, die man bereits für Tomb Raider: Legend entwickelt hatte, auch in dieses Spiel. So fand auch der Magnethaken wieder seinen Platz in Laras Inventar, womit sie dieses Mal an Wänden entlanglaufen konnte. Das aktuellere Kontrollschema tat sein Übriges dazu, um die Croft deutlich beweglicher als in der Vorlage zu machen. Darüber hinaus hat Crystal Dynamics die Offenheit der Originallevels beibehalten, was zu positivem Feedback führte. Immerhin war die Linearität des Neustarts ein Jahr zuvor einer der größten Kritikpunkte. Auch wir fanden das gut und belohnten Tomb Raider: Anniversary in unserem Test mit 9 Punkten und einem Award. Leider hielten sich die Verkaufszahlen aber in Grenzen: Lediglich zwei Millionen Exemplare gingen über die Ladentheke, für ein derart gutes Spiel eher enttäuschend.

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Ein tolles Remake, was sich aber enttäuschend verkaufte

Wahrscheinlich warteten Fans allerdings eher auf ein komplett neues Spiel. Das sollte schließlich im November 2008 unter dem Titel Tomb Raider: Underworld erscheinen. Eigentlich für Juni geplant, wurde Lara hier etwas dunkler, die Geschichte persönlicher. Kein Wunder, gab es doch einen Doppelgänger der berühmten Archäologin, der nicht nur ihren Ruf ruinierte, sondern auch ihr Anwesen in die Luft sprengte. Die Britin musste daraufhin zunächst abtauchen und ihr Leben wiederherstellen.

Enttäuschung auf hohem Niveau

Auch wenn Tomb Raider: Underworld ebenfalls solide daherkam, so trübten kleinere KI-Schnitzer und Probleme mit der Kamera ein wenig den Spielspaß. Überhaupt wirkte Underworld trotz der spannenden Grundidee ein wenig kraftlos. So konnten wir nur 7.5 Punkte vergeben, und auch die Spielerschaft schien zu schwinden. Freilich sind drei Millionen verkaufte Exemplare kein Weltuntergang, doch Eidos hatte höhere Erwartungen an die Marke und so verordnete man Lara zum zweiten Mal eine Zwangspause. Man kündigte einen Richtungswechsel in eine "düstere" Richtung an, Crystal Dynamics musste daraufhin 30 Leute entlassen. Kurz nach Underworld wurde der Publisher dann auch noch von Square Enix aufgekauft.

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Unterwelt, Unterwasser, unter den Erwartungen: Tomb Raider: Underworld

Die Crystal-Dynamics-Trilogie endete nicht desaströs wie zuvor die Core-Design-Ära, dennoch war Lara an einem Wendepunkt angekommen. Die neuen Titel waren zweifelsohne gut, doch die Zeit der großen Hype-Explosionen schien vorbei. Der angekündigte Richtungswechsel löste dann auch noch unsichere Gefühle aus, immerhin scheiterte Core Design dazumal genau an der gleichen Aufgabe. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass Eidos definitiv die richtige Entscheidung getroffen hatte. Bis das klar wurde, sollten aber noch fünf Jahre vergehen.

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Patrik Nordsiek am 28 Jan 2016 @ 15:10
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