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Call of Duty - Modern Warfare 2: Review

  Personal Computer XBOX 360 

Von der Performance her gibt es erneut nichts zu meckern: Das ganze Spielgeschehen läuft sowohl via Xbox Live als auch über das Internet am PC absolut flüssig ab und es kommt zu keinen Zeitpunkten zu Spielverzögerungen. Nach einem beendeten Match finden sich die Kombattanten in der Lobby wieder, wo ein 60-Sekunden-Countdown für den nächsten Fight gestartet wird. Wenn sich für die nächste Runde nicht mehr genug Spieler finden, müsst ihr euch nach einem anderen Spiel umsehen. Dank der fast schon überbordenden Community findet ihr aber innerhalb von Sekunden wieder ein laufendes Match, in welches ihr direkt einsteigen könnt.

Clans werden in Modern Warfare 2 aktiv gefördert und zwar mit einem eigenen Clantag ab einer bestimmten Rangstufe. Dank Headset-Unterstützung und taktisch raffinierten Levels bietet der Titel ausgezeichnete Bedingungen für spannende Clanwars. Kurzum: Modern Warfare 2 lohnt sich für aktive Online-Spieler mehr als jeder andere Ego-Shooter. Zumindest auf der Xbox 360.

Standardisierung und Beschnitt

Auf dem PC sieht die ganze Sache etwas ernüchternder aus. Gab es beim Vorgänger noch genügend Möglichkeiten, Server und Spiele zu erstellen, sieht der Mehrspielermodus nun genauso aus wie auf der Konsole. Der Dedicated Server wurde komplett abgeschafft, ein Serverbrowser ist unauffindbar. Lediglich der Matchmaking-Modus ist noch vorhanden. Das ist zwar einerseits kein Qualitätsverlust gegenüber der Xbox 360-Version, auf der anderen Seite allerdings ein klarer Rückschritt im Gegensatz zum Vorgänger. Schade, dass Infinity Ward hier nicht mehr Funktionen eingebaut hat.

Auch die Steuerung hat sich auf dem PC leicht verändert. Noch immer geht die Kontrolle sowohl am heimischen Rechner als auch an der Konsole leicht von der Hand, doch insbesondere das Fehlen der Lehnfunktion auf dem PC nervt ungemein. Hier ist die Anpassung an die Xbox-Variante fehl am Platze.

Zum Schluss noch ein Wort über die viel diskutierte, geänderte Flughafenszene. In dieser infiltriert ihr eine Terrorgruppierung, die skupellos einen Flughafen invadiert und dort nur Leichen zurücklässt. Neben einer Abfrage vor dem Spiel gibt es auch innerhalb der Mission die Möglichkeit, diesen Level zu überspringen, falls ihr moralische Bedenken habt. Hier die Wahl zu lassen, ist ein kluger Schachzug seitens Infinity Ward. Weniger klug war es, die deutsche Version in der Möglichkeit zu beschneiden, selbst aktiv zu werden. Natürlich ist es eher uninteressant, unschuldige Passanten zu töten, doch die fehlende Möglichkeit, seine eigene Tarnung als Agent aufrechtzuerhalten, wirkt in dem Zusammenhang nicht optimal. So schaut ihr die ersten fünf Minuten lediglich zu und lauft mit, dürft selbst aber keinen Schuss abgeben. Erst später dürft ihr aktiv am Feuergefecht teilnehmen. Hier schiesst ihr jedoch nur auf Polizisten. Das Wort Doppelmoral bekommt hier eine unfreiwillige Gewichtung. Darüber hinaus ist auch das Verhalten seitens ActivisionBlizzard Deutschland eher als suboptimal zu deklarieren. Eine "nicht geschnittene" Version, wie man sie versprochen hat, sieht anders aus.

Call of Duty - Modern Warfare 2
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XBOX 360

Patrik Nordsiek am 23 Nov 2009 @ 20:19
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