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Sonic - Lost World: Review

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An einigen Passagen fühlten wir uns sogar an den GameCube-Hit Super Mario Sunshine erinnert, sowohl was die musikalische Untermalung eines Levels wie auch die optische Gestaltung mitsamt Gameplay-Passage betrifft. Ohne zu viel verraten zu wollen, seien an dieser Stelle die Wörter "Melone" und "Palme" erwähnt. So viel also zum Thema Leveldesign, welches grundsätzlich durchwegs als gelungen bezeichnet werden darf. Und wer genau gelesen hat, hat Wörter wie "Affenzahn" bemerkt. Wer auch immer dieses Spiel als langsam bezeichnet, muss die Welt in Zeitlupe betrachen - die Verlorenen Welten sind es jedenfalls nicht. Dies mag vielleicht damit zu tun haben, dass sich Sonics Geschwindigkeit nun in drei Stufen regeln lässt.

Stufe 1 bedeutet hierbei, dass ihr den Überschalligel nur mit dem Analogstick steuert, was für die durchaus vorhandenen langsameren Passagen auch nicht die schlechteste Idee ist. Nämlich dann, wenn es wirklich auf punktgenau zu absolvierende Hüpfpassagen geht. Stufe 2 steht für einen Turboschub, der sich über einen Druck auf die rechte Schultertaste auslösen lässt. Spätestens hier lässt sich das Spiel eigentlich gar nicht mehr als langsam bezeichnen. Sonic ist zwar noch gut steuerbar, die Umgebung sollte man allerdings etwas genauer im Auge behalten. Stufe 3 - ein zusätzlicher Druck auf die linke Schultertaste - zündet nun den Nachbrenner. Sonic verwandelt sich in die bekannte rotierende blaue Kugel und schiesst gegnerzerstörend durch die Levels. Dabei könnt ihr ihn sogar noch zusätzlich etwas anheizen.



Mit Überschall in den Frust

Damit hätten wir diese drei Schlagworte wohl entkräftigt. Doch Kritik ist durchaus angebracht. Zwar ergeben sich durch die Levelstrukturierung praktisch keinerlei Kameraprobleme, und eine bestmögliche Übersicht wird so ziemlich überall gewährt, doch haben es die Entwickler immer noch nicht geschafft, die leidigen Frustpassagen aus dem Weg zu räumen. Nach wie vor ist es nur mit viel Übung und Auswendiglernen der Levels machbar, fehlerfrei ans Ende einer Passage zu gelangen. Insbesondere in den 2D-Abschnitten rennt ihr immer wieder in Gegner und verliert eure sorgfältig eingesammelten Ringe, die gleichzeitig auch eure Lebensversicherung darstellen. Küsst ihr ohne Ringe auf dem Konto nämlich einen Gegner, verliert ihr ein Leben. Zwar gibt es faire Rücksetzpunkte, nervig ist die Angelegenheit aber trotzdem. Kritik angebracht ist auch bei den zuweilen nervigen bis einfallslosen Bosskämpfen.

Die Deadly Six, die den Planeten Lost Hex bewohnen, sind zwar durchtrieben böse und verscheissern auch Sonics Erzfeind Eggman so dermassen, dass sich dieser zu einer Zusammenarbeit mit dem Igel gezwungen fühlt, doch gelangt von der Hinterlist der Tödlichen Sechs, die in den hübsch anzusehenden Zwischensequenzen ziemlich gekonnt und humorvoll, aber auch von Klischees triefend und trashig dargestellt werden, nicht viel in die Bosskämpfe. Banal im Ablauf und leider stellenweise frustig in der Ausführung bugsieren sie sich selbst in die Bedeutungslosigkeit, was man glücklicherweise vom Rest des Spielwelt nicht behaupten kann. Die Entwickler haben es auf mutige Weise geschafft, dass Levelarchitektur und Geschwindigkeit nicht zwingend miteinander kollidieren müssen, sondern auch Hand in Hand gehen können. Nicht ganz so bedeutungslos und frustig, aber nur selten wirklich stimmig umgesetzt, sind die Color-Kräfte, die es euch beispielsweise erlauben, euch durch Wände oder Böden zu bohren. Hier kommt dann der Touchscreen des Wii-U-GamePads zum Zuge, auf dem ihr den Weg des Bohrers bestimmt, Gegnern ausweicht und Münzen einsammelt. Eine witzige Idee, die aber nicht sonderlich viel Mehrwert mit sich bringt.

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Andy Wyss am 22 Okt 2013 @ 00:17
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