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Yo-kai Watch 3: Review

  Nintendo 3DS 

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, mysteriöse Ruinen zu erkunden und ihrer Schätze zu berauben. Dazu erstellt ihr euch ein Team aus Yo-kai und lauft dann mit dem Anführer-Yo-kai, den ihr ausgewählt habt, durch zufallsgenerierte Dungeons, bekämpft und befreundet euch mit Gegnern und räumt Schatztruhen aus. In den schön animierten und auf Deutsch vertonten Storysequenzen gibt es nun gelegentliche Quick-Time-Events und Minispiele. Das Minispiel beim Essen ist ebenfalls wieder mit von der Partie. Ebenso erleben die Portale der Launen ein Comeback, mitsamt der gewohnt herrischen Anna Portali. Generell könnt ihr euch bei Erikas Handlungsstrang auf zahlreiche bekannte Gesichter freuen. Trotzdem gibt es auch hier Neues zu entdecken, denn als überzeugter Nerd treibt sich Erika gern und viel im neu hinzugekommenen Nerdeck herum.

Wer sich nun denkt, dass das nach ganz schön viel klingt: Ja, das ist es auch. Die ersten anderthalb Kapitel spielen sich wie ein nicht enden wollendes Tutorial und ziehen sich wie Kaugummi. Zum Glück legt sich das nach ein paar Stunden, und das Spiel beginnt, seinen Charme zu entfalten. Die neuen Features sind gut gelungen und werden euch später auch nicht mehr aufgezwungen. Dann beginnt das Erkunden von St. Peanutsburg und Lenzhausen wirklich Spaß zu machen. Auch die neuen Yo-kai, dieses Mal vom Stamm der Merikka, sind prima gelungen und machen ihren amerikanischen Wurzeln alle Ehre. Da gibt es zum Beispiel einen grillwütigen Yo-kai, einen Yo-kai in Form eines Streifens Bacon und einen, der nur über Social Media, dafür mit extra vielen Hashtags kommunizieren kann. Zudem werdet ihr in Nathans Geschichte immer wieder zwei Agenten des FBY über den Weg laufen, die zu den Y-Akten ermitteln (eventuelle Assoziationen eindeutig erwünscht) und sich für den Ufo-Absturz interessieren. Hier und auch an manchen anderen Stellen zeigt sich der gewohnte clevere Witz der Serie.

Generalüberholtes Kampfsystem

Auch bei den Kämpfen hat sich dieses Mal richtig was getan. Das gewohnte Rad, mit dem ihr im Kampf fix eure sechs gesetzten Yo-kai durchwechseln konntet, ist Geschichte. Stattdessen habt ihr nun immer drei Yo-kai, die aktiv kämpfen, und drei weitere auf einer Art Reservebank. Die drei aktiven Yo-kai könnt ihr frei auf dem 3 x 3 Felder großen Taktikbrett anordnen. Der Clou: Im Kampf könnt ihr die Yo-kai dort (mit kurzen Verschnaufpausen) hin und her bewegen, Items oder Energiekugeln einsammeln und mächtigen Ultiseel-Attacken der Gegner einfach aus dem Weg gehen, indem ihr eure Yo-kai-Medaillen aus der Gefahrenzone schiebt. Zugleich stehen auch eure Gegner auf einem 3-x-3-Taktikbrett verteilt. Die Ultiseel-Angriffe eurer Yo-kai betreffen nun nur noch bestimmte Felder, sodass hier gut ausgewählt sein will, wessen Attacke ihr wann einsetzt.

Yo-kai Watch 3 Screenshot

Abseits dieser großen Neuerungen sind die Mechaniken die gleichen geblieben: Heilt eure Yo-kai mit Items, reinigt sie von Beseelung und löst ihre Ultiseel-Attacken aus (bei beiden gibt es ein paar neue Minispiele) und seht ihnen ansonsten beim Kämpfen zu. Zunächst ist das neue System etwas ungewohnt, aber mit der Zeit geht es flott von der Hand. Wir hatten im Laufe des Tests sogar den Eindruck, dass das neue Taktikbrett die Kämpfe etwas erleichtert. Denn auch bei den ansonsten wirklich knackigen Bosskämpfen könnt ihr nun eure Yo-kai einfach aus dem Radius von Ultiseel-Angriffen holen und so vor Schaden weitgehend bewahren. Trotzdem sorgt das neue Kampfsystem für frischen Wind und ist noch einen Tick motivierender als zuvor. Hier hat Level-5 wirklich tolle Arbeit geleistet.

Yo-kai Watch 3
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Wiebke Tischler am 20 Dez 2018 @ 16:33
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