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Zelda - The Twilight Princess: Review

  Nintendo Wii U 

PlayStation 4 und Xbox One waren in ihren ersten beiden Jahren Plattformen zur Verwurstung altbekannter Marken. Ein Tomb-Raider-Remake hier, eine Definitive Edition da, allenthalben alte Spiele im leicht aufbereiteten Gewand. Diese aufbereiteten Titel sind kaum älter als vier Jahre und offenbaren, dass die Qualität der letzten Konsolengeneration schon enorm war. Was The Legend of Zelda: Twilight Princess aber auffährt, lässt die Konkurrenz verblassen.

Zweierlei zu Einerlei?

The Legend of Zelda: Twilight Princess HD ist ein altes Spiel, beinahe eine Dekade hat das Original auf dem Buckel. Die Besonderheit: Es war das erste Zelda, das gleichzeitig auf zwei Plattformen veröffentlicht wurde. Die GameCube-Fassung galt als Zugeständnis für Hardcore-Fans des Spielewürfels und war ein tolles Abschiedsgeschenk. Die Wii-Fassung andererseits protzte mit mehr Licht- und Partikeleffekten, Breitbildauflösung, machte Link vom Links- zum Rechtshänder und drehte konsequenterweise die ganze Welt des Spiels auf links. Schließlich wurde und wird die Wii-Fernbedienung meist in der rechten Hand gehalten, würde der virtuelle Schwertträger seine Klinge wie gewohnt führen, wäre dies gewöhnungsbedürftig gewesen – milde ausgedrückt. Für Fans war dies ein Affront, der sich in Skyward Sword wiederholte. Aber hier geht es ja nicht um die originalen Wii-Teile, sondern um das Remake für Nintendos strauchelnde Wii U.

Düstere Legenden

Twilight Princess hat eine besondere Rolle im Zelda-Kosmos inne. Verglichen mit den meisten anderen Serienteilen ist die Stimmung düster, nur Majora's Mask (N64, 3DS) ist ähnlich traurig und emotional aufwühlend. In beiden Spielen ist Link mit nichts anderem als der Weltenrettung beschäftigt. Und während er in Majora's Mask "nur" die Parallelwelt Termina rettete, droht in Twilight Princess das ganze Königreich Hyrule in die Finsternis gerissen zu werden. Anfangs ist davon noch nichts zu spüren. Der junge Link wächst in einem idyllischen Heimatdorf auf und hat die Welt außerhalb seines Dorfes und des angrenzenden Waldes noch nie erblickt. Als er mit der Lieferung eines Geschenks für den hylianischen Hof betraut wird, überschlagen sich die Ereignisse. Erst dreht die Fauna durch, dann kommen fette Orks und terrorisieren die Dorfbewohner. Selbst einem Naivling wie Link dürfte nun dünken, dass die Welt aus den Fugen gerät. Wie sehr, das begreift er erst, als die mysteriöse Midna ihn in einen Wolf verwandelt und zu ihrem hörigen Sklaven degradiert. Die beiden bilden eine Zweckallianz. Dämonin Midna kann ohne die Raffinesse und Kampfkraft Links nicht ihre eigenen Ziele verfolgen, Link wiederum ist von der Wolfsgestalt und Midnas Wohlwollen abhängig, um die Welt der Schatten betreten zu können.

Zelda - The Twilight Princess

Dieser Wechsel zwischen dem hellen und dunklen Hyrule und Links Verwandlung in einen Wolf und zurück sind die zentralen Spielelemente, über die das Spiel seine Strahlkraft gewinnt. Natürlich dürfen auch andere Gegenstände nicht fehlen. Erst mit einem Greifhaken erreicht ihr Plattformen, die ansonsten außer Reichweite liegen, mit Bomben sprengt ihr euch den Weg frei und mit Streitross Epona zieht ihr reitend durch die Lande. Das Clevere an Twilight Princess ist nicht nur der Aufbau der Dungeons, sondern in welcher Reihenfolge Nintendo euch die Gegenstände zum Lösen der Rätsel und Erreichen neuer Gebiete überantwortet. Geratet ihr in eine Sackgasse, hilft es natürlich, sich mit den Einwohnern Hyrules zu unterhalten, die oft Interessantes mitzuteilen haben. Der Kniff: Als Wolf seid ihr in der Lage, mit Tieren zu sprechen, die Hyrule mit anderen Augen sehen und daher andere Gerüchte aufschnappen. Die Hinweise dankbar entgegennehmend, eröffnet sich dann auch wieder ein neuer Pfad, der euch in der Story voranbringt.

Zelda - The Twilight Princess
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Daniel Wendorf

Daniel Wendorf am 09 Mrz 2016 @ 09:17
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