GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Fallout 4: Review

  Playstation 4 

Nunmehr 18 Jahre ist es her, dass wir erstmals einen nuklearen Fallout überlebt haben und uns in einer postapokalyptischen, von Zerstörung und Überlebenskampf geprägten Welt zurechtfinden mussten. Die Serie hat seitdem eine lange Entwicklungsgeschichte hinter sich gebracht und ist, vor allem seit der Lizenzübernahme durch Bethesda Softworks, aus dem Zocker-Alltag wohl kaum noch wegzudenken. Passend zur Weihnachtsstimmung ist im vergangenen Monat Fallout 4 erschienen, welches uns abermals ein riesiges zu erkundendes Ödland zugänglich macht und so manches Abenteurerherz höherschlagen lässt. Wir haben den Titel auf Herz und Nieren getestet und berichten, warum ihr dafür sorgen solltet, dass ihr nach Möglichkeit ein Exemplar unter den Baum gelegt bekommt.

Aus der Vault

In Fallout 4 starten wir im Jahre 2077 in einer kleinen und beschaulichen amerikanischen Kleinstadt namens Sanctuary Hills. Wir befinden uns mit unserem Partner im Badezimmer unseres Hauses, nebenan wird der gemeinsame Sohn von unserem fleißigen und hilfsbereiten Hausroboter versorgt. Ein Blick in den Spiegel offenbart uns einen Charakter-Editor, in welchem wir aus unzähligen Optionen unseren individuellen Helden – und sogar unseren Traumpartner – zusammenstellen dürfen. Nachdem wir das morgendliche Beauty-Programm abgeschlossen haben, dürfen wir in das amerikanische Kleinstadtleben schnuppern. Das Radio läuft, der Partner plaudert, das Kind ist brav, der Rasen ist gemäht und der freundliche Vault-Tec-Vertreter an der Tür bedankt sich für das nette Gespräch. Das Leben ist schön, würde nicht plötzlich die Fernsehsendung von einer Eilmeldung unterbrochen, die Idylle durch warnende Sirenen gestört und der Vorgarten von verängstigt fliehenden Menschen überrannt werden.

Fallout 4

Wir schnappen uns Kind und Kegel und reihen uns in die Schar fliehender Menschen ein, bahnen uns einen Weg zu dem Schutzbunker, für den wir vor wenigen Minuten erst einen Platz zugesagt bekommen haben. Andere Familien haben weniger Glück, Soldaten in dicken Power-Rüstungen versperren ihnen den Weg zur Vault, doch wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zur Plattform. Während sich diese langsam senkt, erhaschen wir noch einen Blick auf einen gigantischen Atompilz am Horizont und sehen eine zerstörerische Druckwelle, die rasend schnell auf uns zukommt. Sekunden später sind wir von der Erdoberfläche verschwunden. Im schützenden Erdinneren erwarten uns Menschen in weißen Kitteln. Wir bekommen einen blauen Anzug mit einer großen gelben 111 auf dem Rücken in die Hand gedrückt und werden gebeten, diesen anzuziehen und uns – unter dem Vorwand, eine Dekontamination durchzuführen – in kleine Ein-Mann-Kapseln zu begeben.

Knapp 200 Jahre später erwachen wir. Wir waren anscheinend in einer Art Kryoschlaf. Wir sehen unseren Partner und unseren Sohn in der Kapsel gegenüber. Doch es sind noch weitere Personen anwesend, die die gegenüberliegende Kapsel öffnen, unserem Partner das Kind entreißen, ihn anschließend erschießen und dann so schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. Wir schaffen es, uns aus unserer Kapsel zu befreien, und stellen fest, dass nicht nur unser Partner, sondern auch alle anderen Vault-Bewohner den Kryoschlaf nicht überlebt haben. Doch unser Sohn lebt noch und wir machen es uns zur Aufgabe, ihn zu finden. Wir bahnen uns einen Weg zum Ausgang und betreten, nach über 200 Jahren unter der Erdoberfläche, erstmals wieder unseren Heimatort. Und wie es in einem Fallout unausgesprochene Pflicht ist, ist der Moment, in welchem wir aus der Vault treten, unsere Augen sich an die Helligkeit gewöhnen und die zerstörte Welt um uns herum langsam Kontur und Schärfe gewinnt, ein regelrecht magischer.

Fallout 4
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?

Jessica Rehse

Jessica Rehse am 16 Dez 2015 @ 16:38
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen