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Assassin's Creed Syndicate: Review

  Playstation 4 

Vor knapp acht Jahren hat bei Ubisoft wohl niemand ahnen können, was sich daraus entwickeln kann, wenn man einen leichtfüßigen Attentäter in einer großen und frei begehbaren Welt über Dächer springen lässt. Das Assassin's-Creed-Universum ist seit Veröffentlichung des Erstlingswerkes ein beständiger und wohl nicht mehr wegzudenkender Teil der Spieleindustrie, und zahlreiches Merchandise, nachempfundene Kleidungsstile und aktuell auch ein geplanter Kinofilm mit einer Hollywood-Größe wie Michael Fassbender in der Hauptrolle zeigen, dass das Franchise mittlerweile auch weit über reine Zockerkreise hinaus bekannt und beliebt ist. Wir haben uns den aktuellsten Ableger angeschaut und nachgeprüft, ob Assassin's Creed Syndicate das Erbe würdig fortzuführen weiß.

Alle Jahre wieder

Ob Ubisofts inflationäre Veröffentlichungspolitik dem Franchise wirklich guttut, sei einmal dahingestellt. Fakt ist, dass seit nunmehr acht Jahren jährlich mindestens ein Assassin's-Creed-Titel auf den Markt gebracht wird und die Verkaufszahlen diese Release-Strategie durchweg zu stützen scheinen. So meucheln wir uns seit 2007 mit schwankender spielerischer Qualität beispielsweise durch das mittelalterliche Palästina und das Renaissance-zeitliche Italien, erleben die Amerikanische sowie Französische Revolution mit und durchsegeln die Karibik. Besonders Assassin's Creed Unity, der erste Ableger für die aktuelle Konsolengeneration, enttäuschte viele Erwartungen und war daher nach der Veröffentlichung großer Kritik ausgesetzt. Bleibt also zu hoffen, dass Syndicate aus den Fehlern seines Vorgängers gelernt hat. So viel vorweg: Das große Bug-Debakel bleibt dieses Mal aus.


In Assassin's Creed Syndicate dürfen wir erneut eine Revolution miterleben, diesmal jedoch eine industrielle. Wir übernehmen die Kontrolle der beiden Frye-Zwillinge Jacob und Evie, welche Ende des 19. Jahrhunderts nach London – eine der damals technisch fortschrittlichsten Städte weltweit – kommen, um dort das Erbe ihres Vaters fortzuführen und die Bevölkerung von dem Einfluss der Templer zu befreien. Templer-Bösewicht Crawford Starrick herrscht im Hintergrund über die sich rasch entwickelnde Industrie, indem er beispielsweise unzählige Kinder zur Arbeit in seinen zahlreichen Fabriken zwingt oder die Bevölkerung mit stumpfsinnig machender "Medizin" oder durch die Einschüchterung seiner Straßengangs an der kurzen Leine hält.

Das viktorianische London dürfte dabei in seiner Darstellung und der Ausgestaltung der Architektur einen der absoluten Höhepunkte des kompletten Franchises darstellen. Die Umgebungen sind – wie auch aus den Vorgängerteilen durchaus gewohnt – angereichert mit einer Fülle von Details und glänzen mit zahlreichen liebevoll designten Facetten. Das emsige Treiben der unzähligen Arbeiter, die qualmenden Schornsteine der Fabriken, die breiten, mit Kutschen und Passanten gefüllten Straßen, die mit Schifffahrt völlig ausgelastete Themse sowie immer größer und höher erscheinende Bauwerke wie beispielsweise der Big Ben. Das industrielle London lädt auf seinen Dächern – völlig diametral zur vorherrschenden Tüchtigkeit seiner Bewohner in seinen Straßen – des Öfteren zum Verweilen und Staunen ein. Garniert wird die Stimmung von einem dezenten, jedoch absolut passenden und stimmigen Soundtrack. Hier haben die Entwickler wirklich ganze Arbeit geleistet!

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Jessica Rehse

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Jessica Rehse am 09 Nov 2015 @ 16:50
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