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Call of Duty - Black Ops III: Review

  Playstation 4 

Der jährliche Nachschlag zu Call of Duty verhieß nichts Gutes. Wieder Cyber-Soldaten, so wie letztes Jahr? Wieder Black Ops mit übertriebenen Gadgets? Man hätte es doch ahnen können, denn nach Modern Warfare 2 ging es gefühlt mit der Serie bergab. Nachdem sich Advanced Warfare vergangenes Jahr mit dem Verkaufsargument "Kevin Spacey" schmückte, punktet Black Ops III anno 2015 mit einem interessanten Setting, einer tollen Geschichte und glaubwürdigen Charakteren. Echt jetzt!

Düstere Zukunft

Unsere Welt wird in einem halben Jahrhundert nicht mehr dieselbe sein. Der Klimakollaps vollzog sich, mit dem Wetterchaos, überfluteten Landstrichen, verwüsteten Gegenden und daraus resultierenden Konflikten wurden auch die festgefahrenen Machtgefüge durcheinandergewirbelt. Alte Bündnisse galten nun nichts mehr, Staaten gingen vor die Hunde, an ihre Stelle rückten Militärbündnisse und Konzerne, denen die Ethik nur hinderlich war. Die traurigen Überreste der einstigen Supermächte versuchten auf Krampf, ihren Status quo zu sichern.

Als Soldat der US-Spezialeinheit Black Ops werdet ihr – nachdem ihr euer Alter Ego im Editor zusammengestellt habt – gegen die Terroristen der NRC ins Gefecht geschickt und sollt einen Minister aus deren Fängen befreien. Die Rettungsmission auf einem alten Militärflughafen gerät zum Himmelfahrtskommando mit brutal-bösem Ausgang für euren Soldaten: Ihm (oder ihr, erstmals könnt ihr auch Frauen in der Kampagne spielen) werden die Gliedmaßen herausgerissen. Was heuer noch den qualvollen Tod bedeutet oder bestenfalls ein Leben als Schwerstbehinderter, wird in 50 Jahren von Konzernen wie der Coalescence Corporation aufgefangen. Nicht etwa, indem man den zum Krüppel zerschossenen oder niedergeschlagenen Soldaten moralisch aufbaut. Nein, die Zukunft hält allerlei Prothesen und Implantate bereit, um Schmerz zu lindern und euch über die Leistung eines normalen Menschen hinaus zu katapultieren – und ihn möglicherweise perfekter zu machen. Möglicherweise.
Hören wir da Deus Ex? Wenn ja, ist die Assoziation so falsch nicht. Call of Duty: Black Ops III wirft tatsächlich Fragen nach dem Sein des Menschen auf, was ihn auszeichnet und ab wann er seine Menschlichkeit aus technischer Perspektive verliert. Eine Killermaschine war euer Soldat schon zuvor, nach erfolgter OP ist er aber optimiert fürs Töten. Freilich beginnt das Leben mit einem harten Training, um euch auf eure neuen Fähigkeiten vorzubereiten. Und allein dafür gebührt Treyarch viel Lob! Statt euch nur gegen Hunderte von Einheiten in den Kampf zu schicken und hier wie da Einblendungen zu geben, was ihr nun alles machen könnt, spendierten die Entwickler eine Handvoll Abschnitte à 15 Minuten. Die erzählen zusammen die Vorgeschichte des unheimlichen Entwicklungsschubs Richtung künstlicher Mensch, maßgeblich ausgelöst durch die schon erwähnten Terroristen der NRC, die im beschaulichen Zürich einen unvorstellbaren Anschlag verübten.

Erst hierdurch war es Rüstungskonzernen möglich, die verbliebenen Regierungen der kaputten Welt von der Notwendigkeit eines Cyborg-Programms zu überzeugen. Der große Zusammenhang wird erst mit der Kampagne hergestellt, im Kleinen jagt ihr im umfangreichen Tutorial den verantwortlichen Terroristen – und löst den Bombenanschlag wie einen Kriminalfall. Packend! In der Folge wendet sich das Blatt aber, und schon bald werdet ihr mit düsteren Geheimnissen der Black Ops vertraut, wobei sich einige der Ungereimtheiten über das Studium von Dokumenten erhellen lassen, die ihr im Hauptquartier findet.

Call of Duty - Black Ops III
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Daniel Wendorf

Call-of-Duty---Black-Ops-III


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Daniel Wendorf am 17 Nov 2015 @ 09:53
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