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Pirates of the Burning Sea: Interview mit Russel "Rusty" Williams

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Wir trafen Pirates of the Burning Sea-Produzenten Russell "Rusty" Williams in der Hansestadt Hamburg in einem Hotel auf St. Pauli. Früher trieben sich an diesem Ort eine Menge Freibeuter herum, Seeleute, die ihre Heuer verjubelten, sowie eine Menge reicher Kaufleute. Ironischerweise befand sich das Gebäude in einer Strasse, die nach Simon von Utrecht benannt wurde. Von Utrecht war der Mann, der Deutschlands berühmtesten Piraten Klaus Störtebecker gefangen nahm und der seinerzeit gerechten Strafe zuführte: Er liess den Schrecken der Nordsee enthaupten und den Kopf als Warnung an der Hafeneinfahrt gut sichtbar auf einem Pfahl spiessen. Das sollte anreisende Berufskollegen Störtebeckers zeigen, was ihnen in Hamburg widerfahren könnte, wenn sie sich nicht zu benehmen wüssten.

GBase:

Wo wir über MMOGs sprechen, die auf Piratengeschichten basieren: Was unterscheidet Pirates of the Burning Sea von anderen Spielen dieser Machart? Bounty Bay fischt ja eigentlich in denselben Gewässern?

Russel Williams:

Zuallererst wurde Bounty Bay als ein traditionelles MMO angelegt, auf das man ein paar Schiffe gesetzt hat. Man hat maritime Erlebnis nicht umgesetzt, sondern als Abenteuer, das auf bestimmten Instanzen beruht. Man segelt zwischen den Inseln hin und her und kämpft an Orten, die dafür vorgesehen sind. Abgesehen von Bossfights dauern die Kämpfe gegen Monster nur ein paar Klicks lang und sind nicht sehr abwechslungsreich.
Den Fehler machten wir anfangs auch (lacht). Dabei wollten wir das alles vermeiden. Deshalb haben wir uns lieber ein weiteres Jahr Zeit gelassen, um ein paar taktische und spielerische Tiefen einzubauen.

Pirates of the Burning Sea


GBase:

Und wenn man das Gameplay von World of Warcraft mit Pirates of the Burning Sea vergleicht?

Russel Williams:

Wir haben etwa vier verschiedene Features eingebaut. Wir haben die Seeschlachten, die Pirates of the Burning Sea ziemlich einzigartig auf dem MMO-Markt machen. Wir haben PvP-Kämpfe, die von den Spielern weitestgehend selbst betrieben werden können, da es keine bestimmten Zonen dafür gibt. Dadurch hebt sich unser Spiel auch von WoW ab. Auch eine komplett von den Spielern allein betriebene Wirtschaft wird es geben, was bei den Leuten sehr gut ankam. Was es in Pirates of the Burning Sea nicht geben wird, sind lange Entdeckungsreisen. Aber das ist ein Element, das wir uns noch offen halten.

Pirates of the Burning Sea
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Martin Weber

 
Martin Weber am 01 Jan 2008 @ 08:23
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