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The Walking Dead - Michonne: Special

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Telltale Games gibt The-Walking-Dead-Fans neues Futter, das die Wartezeit auf eine mit großer Wahrscheinlichkeit geplante dritte Staffel verkürzen soll. Drei Episoden sind für den Michonne-Ableger angedacht, die wir sukzessive in diesem Test-Special unter die Lupe nehmen werden.

Episode 1: In Too Deep

Die Geschichte hat mit den beiden vorigen Staffeln der Action-Adventure-Reihe nicht direkt etwas zu tun, sondern dreht sich um die afro-amerikanische Machetenschwingerin Michonne. Die aus dem Comic und der Fernsehserie bekannte Protagonistin wendet sich eines Tages von der Gruppe rund um Rick Grimes ab und taucht erst einige Zeit später wieder auf. Was sie zwischenzeitlich getrieben hat, sollen drei Spiel-Episoden beleuchten. Telltales Michonne-Variante kommt äußerlich eher der Comicvorlage nahe. Zu Beginn durchlebt sie (von uns spielbare) Wahnvorstellungen, die mit ihren zwei kleinen Kindern zusammenhängen und sie letztlich an den Rande des Suizids treiben. Ein Typ namens Pete fungiert im wahrsten Wortsinne als Rettungsanker und holt sie an Bord seines Schiffes, wo sie auf andere Gedanken kommen kann.

Nach einer Zeit auf See havariert das Schiff. Gleichzeitig empfängt die Crew einen Hilferuf via Funkgerät, das wir in seichter Rätselmanier einstellen müssen. Der Notruf kam anscheinend von einer nahe gelegenen ehemaligen Fähre – und da für die Reparatur sowieso einige wichtige Materialien fehlen, machen sich Pete und Michonne per Beiboot auf, die Lage zu überprüfen.

So viel zu den Story-Grundlagen, mehr Details wollen wir in diesem ersten Artikelabschnitt nicht verraten. Widmen wir uns daher dem Gameplay. Die Quick-Time-Events werden in nochmals aufgepeppter Form präsentiert. Gerade die Kampfszenen mit Michonnes Machete sind sehr virtuos und hübsch choreographiert in Szene gesetzt worden, bieten gar Kombomanöver, indem wir dazu aufgerufen werden, bestimmte Tasten in einer festgelegten Reihenfolge und unter Zeitdruck zu drücken. Selbst von mehreren Seiten angreifende Walker sehen auf diese Weise kein Land gegen die kampferprobte Heldin. Zwischendurch erkunden wir in vergleichsweise angenehmer Ruhe die eher kleinen Umgebungen, benutzen gefundene Gegenstände, um etwa in verschlossene Räume zu gelangen.

Den primären Reiz des Spiels machen auch diesmal wieder die Dialoge samt Entscheidungsmöglichkeiten aus. Hier fühlten wir uns anfangs aber nicht ganz so wohl wie in den anderen The-Walking-Dead-Staffeln, was wahrscheinlich an der Bekanntheit der Protagonistin liegt. Die persönliche Identifikation mit ihr fiel uns zunächst schwer, wollten wir unterbewusst doch eher Entscheidungen aus ihrer, statt aus unserer Sicht fällen. Dieser Umstand legte sich aber schnell, weshalb uns auch diese Episode irgendwann in gewohnter Weise in ihren Bann zog. Vor allem die Tatsache, dass man später nicht weiß, welchen neuen Bekanntschaften man trauen kann und welchen nicht, macht In Too Deep zu einer spannenden Sache.

The Walking Dead - Michonne

Fazit von Daniel Boll
Michonne feiert ihr Spieldebüt auf solide Art, sieht man mal von dem etwas langatmigen Beginn und der mit rund 90 Minuten doch recht kurzen Spieldauer ab. Nie zuvor haben mir die Quick-Time-Gefechte in Telltales The-Walking-Dead-Reihe so viel Freude bereitet. Die Kämpfe fühlen sich sehr dynamisch an, haben durch die Machete-Action das Flair eines Martial-Arts-Films. Die künftigen Episoden dürfen dann aber gerne länger ausfallen, dafür die Ladezeiten bei Szenenwechseln geringer.

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Daniel Boll

 
Daniel Boll am 23 Mai 2016 @ 12:38
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