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Die Siedler II - Die nächste Generation: Review

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Das Leben eines römischen Siedlers könnte so schön sein. Alle sind zufrieden und glücklich, die Frauen bezirzen ihre Männer und genügend zu essen und zu trinken gibt es auch. Was also will man mehr? Dumm nur, wenn sämtliche Frauen urplötzlich wie vom Erdboden verschwunden sind, eine Dürre die lebenswichtige Ernte gefährdet und eine Heuschreckenplage sämtliche verwertbaren Überreste vernichtet. Doch der kleine Römer weiss sich zu helfen. Zwei Schiffe werden ausgesandt, um neues, fruchtbares Land zu finden. Und wer weiss, vielleicht lässt sich auf diesem Weg ja auch herausfinden, wo diese undankbaren Weibsbilder abgeblieben sind.

He da, ich kenn euch!

Tatsächlich, der Begriff Siedler ist gefallen und man denkt unmittelbar an die erfolgreiche Aufbau-Reihe aus dem Hause Blue Byte. In diesem Fall sogar mit Recht, denn es handelt sich bei der abenteuerlichen Römerreise um nichts Geringeres als die Wiederauferstehung eines Klassikers. Der wohl beliebteste Siedler-Teil "Die Siedler 2" kehrt im neuen Gewand nach zehn Jahren zurück auf die Bildschirme und Festplatten dieser Welt. Getreu dem Motto "Keine Experimente" hat man das altbekannte Spielprinzip dafür fast unverändert gelassen. Dafür erstrahlt die einst so karge 2D-Spielwelt nun in zeitgemässer dreidimensionaler Pixelpracht, Knuddel-Siedler inklusive.

Wer eines der wohl erfolgreichsten deutschen PC-Spiele der Geschichte noch nie gespielt hat, sei kurz in das Wichtigste eingeweiht. Die Siedler 2 war und ist auch im Remake Aufbau-Strategie der einfachen Sorte. Es gibt kein komplexes Wirtschafts- und Ressourcenmanagement, keine umständlichen Tabellen und kein wildes Umherkalkulieren mit dem knappen Budget. Nein, bei den Siedlern läuft das alles recht genügsam ab. Es gilt, Rohstoffe zu fördern, Gebäude zu bauen und darauf zu achten, dass der simplifizierte Wirtschaftskreislauf effizient arbeitet und die Transportwege nicht zu lang sind. Grundsätzliches Ziel auf jeder Siedler 2-Karte: das Erreichen eines magischen Portals, das die Siedler in die nächste Welt befördert. Dazu muss der Wirkungskreis der kleinen Siedler und damit natürlich auch deren Siedlung weit genug ausgebaut werden. Klingt einfach, ist es prinzipiell auch. Schwieriger wird das aber, wenn sich konkurrierende Völker in der Nähe befinden oder die zu besiedelnde Landschaft nicht so recht mitspielen will.

Alles halb so wild

Wer bis heute von den Siedlern bestenfalls gehört hat, aber nie aktiv Hand an den Klassiker legen konnte oder wollte, wird eine gewisse Hemmschwelle haben, das Remake auszuprobieren. Doch Berührungsängste sind unbegründet, führen doch vier appetitlich kurze, aber informative Tutorials auch Siedler-Neulinge schnell in die grundlegenden Funktionen ein. Wem das nicht genügt, der darf sich in der ersten von insgesamt zehn Kampagnen-Missionen weiter austoben. Auf der Einsteiger-Karte gibt es nämlich keine Gegner und genügend Rohstoffe. Eine ideale Gelegenheit also, das Spielprinzip noch ein wenig zu verinnerlichen, bevor es an die im Schwierigkeitsgrad langsam ansteigenden, späteren Missionen geht.

Die Siedler II - Die nächste Generation
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Tobias Kuehnlein

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Tobias Kuehnlein am 07 Sep 2006 @ 05:18
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