GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

The Mark: Review

  Personal Computer 

Die genannten Feindgruppen bestehen meistens aus schwer bewaffneten Fusstrupps, wobei euch die Widersacher manchmal auch auf Motorrädern oder in Helikoptern ans Leder wollen. Da es sich bei den Terroristen um religiöse Fanatiker handelt, sind auch Selbstmordkommandos, die schreiend und mit den Armen wedelnd mit Sprengsätzen auf euch zurennen, nicht selten. Nicht nur deshalb ist es absolut empfehlenswert, stets aus der Deckung heraus zu agieren. Dieses Vorhaben wird von den Entwicklern leider sehr erschwert, versäumten sie doch die Integration einer Lehnen-Funktion. Auch ein Sprinten von einer Stelle zur anderen ist nicht möglich, wodurch ihr euch mit dem äusserst lahmen Schritttempo der Helden zufrieden geben müsst.

Halbherzige Action

Schade, denn so will nicht so recht eine bombastische Action-Atmosphäre aufkommen. Wenn man wie ein Achtzigjähriger auf Krücken zur nächsten Deckung wandern muss und halb tot ankommt, weil die recht zielsicheren, aber sonst eher naiv agierenden Bösewichte für einen unangenehmen Kugelhagel sorgten, ist eine Identifizierung mit einem der Helden einfach nicht möglich. Doch kommt trotzdem Spass auf, sobald ihr die AK oder ein anderes Schnellfeuergewehr in den Anschlag nehmt und die Gegner aus ihren Nestern herausballert.

Oder ihr macht es euch einfacher und schmeisst ihnen ein explosives Geschenk in Form einer Granate entgegen. Die Typen schwanken zwischen lebensmüde und dämlich und unternehmen auch bestimmt keinen Fluchtversuch. Liebe Entwickler, schon im fünf Jahre alten Medal of Honor verfügten die Feinde über mehr Hirn und konnten Granaten sogar an die Absender zurückwerfen. Warum geht das in The Mark nicht? Stattdessen können die Typen stellenweise durch massive Stahlwände hindurchballern und sogar geschlossene Türen durchschreiten. Da können unsere bewaffneten, heldenhaften Halbgreise nicht mithalten.

Falsche Freunde

Entstandene Wunden heilt ihr mittels Medikits, von denen ihr bis zu sechs Stück bei euch tragen dürft. Die Dinger werden in ausreichender Menge von getöteten Feinden fallen gelassen und liegen auch mal hier und da auf Möbelstücken herum. Steuert ihr Hawke, wird Fletcher vom Computer übernommen und ist zudem unverwundbar - wählt ihr Fletcher, ist es entsprechend umgekehrt. Der KI-Kamerad ist die meiste Zeit keine grosse Hilfe, steht gar häufig im Weg oder schiebt euch von einer Deckung in die Schusslinie hinaus. Wer den Sidekick zum Freund hat, braucht also keine Feinde mehr. Dabei geht es auch anders, was sich in den leider seltenen Glücksmomenten zeigt. Dann räumt der computergesteuerte Kumpel mit seiner Wumme schon mal halbe Etagen leer.

Der Handlungsverlauf führt euch unter anderem durch irakische Kleinstädte, auf einen Flugzeugträger und durch Bergwerksstollen. Geskriptete Ereignisse sind selten und nicht besonders spektakulär, jedoch auch nicht gerade misslungen. Am besten gefiel uns eine Fluchtszene durch einen Tunnel. Im Nacken ein breiter Schaufelbagger - und der einzige Fluchtweg ist von Gegnergruppen besetzt. Zwar bleibt genügend Zeit für taktisches Agieren, dennoch entsteht eine gewisse wohlige Spannung.

The Mark
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?
 

The-Mark


The-Mark


The-Mark


The-Mark


Daniel Boll am 21 Jan 2007 @ 14:33
Kaufen