GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Guild Wars: Review

  Personal Computer 


Fertigkeiten? Zauberenergie? Wovon spricht der Typ jetzt schon wieder? Ganz einfach: Wie es sich für ein ordentliches Rollenspiel gehört, kann man natürlich nicht nur mit Waffen in ein Gefecht ziehen, sondern auch effektvolle Offensiv- und Defensivzauber wirken. Da der Inventarplatz zwar via kostenpflichtiger Zusatztaschen aufgestockt werden kann, jedoch insgesamt ziemlich begrenzt ist, verzichtete ArenaNet auf unübersichtliche Schriftrollenwirtschaft. Stattdessen erwirbt man im Spielverlauf bei Händlern oder durch die Erfüllung von Quests klassenspezifische Primär- und Sekundär-Fertigkeiten. In Guild Wars ist man nämlich nicht an eine Klasse gebunden, sondern kann sich auf Wunsch in der Tutorialwelt eine Zweitklasse zulegen, was dringend empfohlen wird. Einem Heilmagie zaubernden Krieger oder Pfeile schiessenden Mönch steht also nichts im Wege.

Tränke ade

Für die Nutzung von Fertigkeiten investiert man grösstenteils blaue Zauberenergie (nachfolgend Mana genannt), die sich nach kurzer Zeit selbstständig wieder auflädt. Das Inventar und der Geldbeutel bleiben also von Mana-Tränken verschont. Andere Fertigkeiten, speziell die des Kriegers, benötigen dagegen einen hohen Adrenalinspiegel, bevor sie genutzt werden können. Das kostbare Stresshormon bekommt man allerdings relativ problemlos, indem man einfach einen Gegner verprügelt. Wer die Händler übrigens nach Gesundheitstränken abklappert, vergeudet seine Zeit. Ähnlich wie die Zauber- füllt sich nämlich auch die Lebensenergieleiste automatisch wieder auf. Der Unterschied ist bloss, dass Letzteres nicht während eines Kampfes funktioniert. Also muss man entweder das Weite suchen oder eine Heilungsfertigkeit anwenden, sobald der Lebenssaft knapp wird.

Ha, super! Dann kann man ja einfach alle Fertigkeiten ausrüsten und die Gebiete spielend leicht von Feinden säubern? Natürlich nicht! Erstens sind in der Fertigkeitsleiste nur acht Plätze frei. Zweitens kann man selbige ausschliesslich in sicheren Arealen belegen. Drittens bringen die Fertigkeiten nicht nur Vor-, sondern auch Nachteile mit sich. So kostet ein Zauber oder eine Spezialattacke je nach Stärke natürlich eine entsprechende Menge Mana respektive Adrenalin. Hinzu kommt, dass sich die meisten Fertigkeiten nach der Nutzung wieder aufladen müssen, bevor sie erneut verfügbar sind. Das kann schon mal Wartezeiten im zweistelligen Sekundenbereich bedeuten. Besonders dreist sind die Spezialfähigkeiten, die während der Nutzung gegnerische Treffer in ihrer Stärke verdoppeln. Der Fertigkeitseinsatz will also gut überlegt sein.

Spätestens wenn man die Tutorialwelt verlässt und die "richtige" Welt betritt, kommt man als Einzelgänger nicht mehr so weit. Wer dennoch auf menschliche Mitspieler verzichten möchte oder seine Gruppe nicht vollkriegt, kann in jeder sicheren Ortschaft vom Computer gesteuerte Gefolgsleute anheuern. Besonders die KI-Heilerin Alesia und der KI-Magier Orion retteten uns während der Testphase mehr als einmal den Hintern. Dabei ist die Wegfindung und das Verhalten wirklich exzellent gelungen, so dass man nicht ständig den Babysitter für die virtuellen Kameraden spielen muss. Da nimmt man auch gerne in Kauf, dass die Gefolgsleute genau wie die menschlichen Mitspieler einen Teil des aufgesammelten Goldes abbekommen.

Guild Wars
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?
 

Guild-Wars


Guild-Wars


Guild-Wars


Guild-Wars


Daniel Boll am 05 Jun 2005 @ 15:21
Kaufen