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Alan Wake: Review

  Personal Computer 

Fast zwei Jahre nach der Xbox 360-Fassung hat Remedy seinen spielbaren Mystery-Thriller Alan Wake für PC nachgereicht. Wenig später verkündete die finnische Spieleschmiede, dass sich das Spiel seit 2010 über zwei Millionen Mal verkauft hat und damit letztlich zu einem kommerziellen Hit avanciert ist. So erfolgreich, dass der Ableger American Nightmare auch für PC umgesetzt wird und sogar ein vollwertiges Sequel denkbar wäre. In diesem Testbericht geht es aber erst mal um die PC-Umsetzung des Hauptspiels.

Handlung

Alan Wake ist ein erfolgreicher Schriftsteller, der mit Thriller-Romanen den Durchbruch schaffte und neuerdings an einer Schreibblockade leidet. Ausserdem suchen ihn Albträume heim. Um mental zu gesunden und auf neue Gedanken zu kommen, macht er mit seiner Frau Alice Urlaub im idyllischen Bergdorf Bright Falls. Die Bewohner bereiten ihm einen freundlichen Empfang und sind stolz, eine solche Prominenz im Ort willkommen zu heissen. Spätestens bei der Schlüsselübergabe für das gemietete Ferienhaus wird jedoch klar, dass düstere Mächte um den Autor buhlen. Eine schwarz gekleidete alte Dame schickt das Ehepaar zu einer falschen Adresse und - wie sich wenig später herausstellt - ins Verderben. Das augenscheinliche Holzhaus existiert in Wahrheit nämlich schon lange nicht mehr und ist eine Art böse Paralleldimension, in der Alice kurze Zeit später spurlos verschwindet.

Alan verliert das Bewusstsein und erwacht irgendwann mit einer Kopfwunde in seinem verunfallten Mietwagen. Ein mutmasslicher Entführer meldet sich und gibt Alan Anweisungen. Gleichzeitig scheinen ihm Polizei und FBI auf den Fersen zu sein. Um Alice nicht in Lebensgefahr zu bringen, geht er ihrem Verschwinden auf eigene Faust nach. Ein real wirkender Albtraum? Eine echte Entführung? Oder spielen doch dunkle Mächte eine gewichtige Rolle? Das gilt es in sechs Haupt- und zwei Zusatzkapiteln herauszufinden. Die Spielwelt ist nur augenscheinlich offen, was der sehr hohen Weitsicht zu verdanken ist. Tatsächlich sind Waldgebiete, Gebirgspässe und Ortschaften aber recht linear abgesteckt, etwa durch unüberwindbare Hindernisse und Schluchten. Dennoch lohnt es sich, Waldpfade zu verlassen und ein paar Meter ins Dickicht hineinzugehen, um versteckte Munitionsdepots oder Sammelobjekte zu suchen.

Es werde Licht: das Kampfsystem

Die ersten Stunden gehen noch recht zäh vonstatten, was der gewöhnungsbedürftigen Third-Person-Steuerung und dem taktischen Kampfsystem zu verdanken ist. Auf eurer Odyssee durch Bright Falls und Umgebung bekommt ihr es mit Besessenen zu tun. Serienmördern, die direkt euren Romanen entsprungen sein könnten und mit Äxten, Kettensägen und anderen martialischen Kampfgeräten auf euch losgehen. Ein präziser Schuss aus Pistole, Schrotflinte oder Jagdgewehr reicht nicht aus, um die Schergen des Bösen loszuwerden. Jeder Angreifer wird nämlich erst mal von der Dunkelheit beschützt, die sich wie ein schwarzer Nebel um ihre Schützlinge hüllt und als Schutzschild fungiert. Um die Dunkelheit zu durchbrechen, reicht jede Art von künstlichem Licht, weshalb ihr meistens mit einer Taschenlampe unterwegs seid. Der Lichtstrahl kann auf Tastendruck verstärkt werden, um Gegner effektiver zu blenden und sie schneller verwundbar zu machen. Wehrhaft halten sie sich die Augen zu, um näher an euch heranzukommen. Irgendwann zerberstet der dunkle Schild in einem hübschen Funkenregen - dann ist der Weg frei, den Störenfried mit wenigen Treffern zu erledigen.

So weit die Theorie. In der Praxis bekommt ihr es natürlich vornehmlich mit Feindgruppen zu tun, was den Gefechten eine beklemmende wie taktische Note verleiht. Die Gegnertypen sehen sich zwar ähnlich und sind nicht besonders abwechslungsreich, doch verfügen sie sehr wohl über unterschiedliche Eigenschaften. Da gibt es die empfindlichen Axtwerfer, schwer gepanzerte Kettensägenmörder, aber auch flinke Burschen, die mit unmenschlicher Geschwindigkeit durch die Gegend flitzen und euch nicht selten von hinten oder von der Seite überraschen. Oft müsst ihr also blitzschnell entscheiden, welche Schergen ihr zuerst blendet und wie ihr diverse Hilfsmittel einsetzt. Gleichzeitig gilt es, die Batterie eurer Taschenlampe im Auge zu behalten und sie auf Tastendruck rechtzeitig nachzuladen. Ein klassisches Fadenkreuz gibt es übrigens nicht. Stattdessen dient der Lichtstrahl der Taschenlampe als grober Zielindikator.

Alan Wake
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 23 Mrz 2012 @ 07:33
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