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7 Sins: Review
Ob hochnäsige und stinkreiche Dame oder naive und geldgeile Schönheit. Was die Charaktere angeht, bedient Monte Cristo wirklich jedes Klischee. Aber auch eher skurrile Zeitgenossen wie der frisch aus dem Knast entlassene Transvestit oder der Backpfeifen verteilende, asiatische Kampfsport-Meister sind mit von der Partie.
Kein Wunder also, dass es alles andere als einfach ist, das Herz einer bestimmten Person zu erobern. Anfangs sind die meisten Leute unserem Macho nämlich nicht sehr wohlgesonnen, sondern verhalten sich im Gegenteil eher distanziert, ignorant oder aggressiv. Doch macht nix, denn mit ein wenig Einfühlungsvermögen - sprich der passenden Dialogwahl - können wir die Beziehung zu einem Charakter nach und nach festigen, bis wir schliesslich eine waschechte, leidenschaftliche Affäre entwickelt haben - Sexszenen in Unterwäsche inklusive. Doch Vorsicht: So schnell, wie wir eine Beziehung aufbauen, können wir selbige auch wieder schwächen.
Jede Person hat nämlich ihre eigenen Interessengebiete. Während eine junge Blondine vielleicht auf Angeberei und Machogehabe abfährt, kassieren wir von einer humorlosen Geschäftsfrau mit derselben Vorgehensweise wahrscheinlich eine Ohrfeige. Hier wäre dann ein gebildetes und seriöseres Auftreten von Vorteil. Andere Charaktere mögen es dagegen, wenn wir ihnen schmeicheln oder mit einer grossen Portion Humor entgegentreten.
Je mehr wir uns mit den Mitmenschen anfreunden, desto dreister können wir mit Forderungen auf selbige zukommen. Im späteren Spielverlauf herrscht Geldnot? Kein Problem! Gehen wir einfach via ständig verfügbarer Stadtkarte in alte Locations, so zum Beispiel die Boutique, zurück und leihen uns bei einer reichen und bestens vertrauten Kundin "mal eben" tausend Dollar. Selbstverständlich sieht die Tussi ihre Kohle niemals wieder.
Finanziell sind wir also abgesichert und da Geld bekanntlich die Welt regiert, dürfte der Rest ja ein Kinderspiel sein. Falsch! Zwar ist der Schwierigkeitsgrad bis zum Schluss recht moderat und auch für Gelegenheitsspieler geeignet, doch ganz so einfach machen die Entwickler es uns nicht. Praktisch jede Aktion hat Auswirkungen auf das Gefühlsleben unseres Anti-Helden. Es gibt grafische Balken für Geilheit, Stress und Aggression. Erreicht eine Eigenschaft ihr Maximum, gerät unsere Hauptfigur ausser Kontrolle und läuft Amok. Dazu passend leuchtet die Spielumgebung dann in bunten Farben, während eine freakige Hintergrundmusik ertönt. Letztendlich sucht er dann das Weite und wir landen im Stadtkartenbildschirm.
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