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Sword Coast Legends: Review

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Sword Coast Legends schürte direkt bei seiner Ankündigung Riesenhoffnungen bei den Rollenspielfans, vor allem der älteren Schule. Wer da aufgrund der Pressetexte und ersten Screenshots nicht gleich an Baldur's Gate, Neverwinter Nights und Icewind Dale dachte, der hat – würde man Leverkusens Sportchef Rudi Völler zitieren – das Genre der Rollenspiele nie geliebt. Doch solch hohe Erwartungen dann letztlich zu erfüllen, daran sind schon ganz andere Spiele mehr oder weniger gescheitert. Wie wird sich das Werk von n-Space im Kampf um den Genrethron bewähren?

Auf den Spuren der RPG-Giganten

Als Basis fungiert die fünfte Version des Dungeons-&-Dragons-Regelwerkes. Unterwegs seid ihr an der Schwertküste der Forgotten Realms. Ihr erschafft euch wie üblich zunächst einen Helden in einem simpel gehaltenen Baukastensystem, zumindest was das Äußerliche angeht. Geht es um die Auswahl von Klassen und Rassen, stimmt der Umfang zwar nicht mit den mannigfaltigen Optionen des originalen Regelwerks überein, gleichwohl reicht die zur Verfügung stehende Anzahl, um sich einige Minuten mit der Entscheidungsfindung zu beschäftigen. Wer sich nicht mit dem Regelwerk auskennt, der wird jedoch etwas enttäuscht aufgrund fehlenden Informationsgehaltes zu den jeweiligen Optionen. Was sind die Vor- und Nachteile, wenn ich mich zum Beispiel dafür entscheide, den Background Pirat oder Entertainer zu wählen? Da fehlt es im Spiel etwas an Zusatzinformationen.

Ähnlich wie bei den großen Vorbildern, steuert ihr eure Heldentruppe, bestehend diesmal aus maximal vier Partymitgliedern, aus einer dreh- und zoombaren isometrischen Perspektive heraus. Etwas ungewöhnlich: Diese lässt sich zwar um 360 Grad drehen, aber dann ist Schluss! Will man sich wieder weiter umsehen (was speziell in Städten gerne mal vorkommt), muss man neu justieren. Überhaupt: Trotz einstellbarer Optionen für die Ansicht ist man unseres Erachtens zu oft damit beschäftigt, die Perspektive manuell einzustellen. Das hätte man komfortabler gestalten können. So mindert es doch ein wenig den Erkundungsspaß. Apropos Erkundung: Derart viele versteckte Geheimtüren und Objekte haben wir in kaum einem anderen Spiel bislang erlebt. Hier lohnt es sich schon, seinen Dieb auf das Entdecken zu spezialisieren und ihn in diesem Modus durch die Umgebungen laufen zu lassen.

Ein grafischer Leckerbissen ist der Titel nicht, allerdings wird das wohl kaum einen Rollenspieler abschrecken. Schließlich glänzte keiner der oben genannten Vorzeigetitel mit pompöser Optikpracht. Und schöne Momente gibt es dennoch zu entdecken. Speziell die dichten Waldgebiete, in denen man manchmal regelrecht nach Wegen suchen muss, sind toll geraten. Ob man in Kellergewölben und Höhlensystemen jetzt zwingend eine schöne Ausleuchtung haben muss, darüber kann man trefflich streiten. Die Stadtgebiete warten mit vielen verschiedenartig designten Häusern auf, nur etwas mehr Leben in den Gassen und Straßen wäre schön gewesen. Dennoch waren wir insgesamt mehr als zufrieden mit dem, was wir zu sehen bekamen. Schön auch, dass man viele Ausrüstungsgegenstände an den Charakteren erkennen kann. Ein Schwert +1 mit Feuerschaden zieht dann auf dem Bildschirm effektvoll ein paar Flammen hinter sich her.

Sword Coast Legends
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Markus Grunow

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Markus Grunow am 10 Nov 2015 @ 18:44
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