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Bombshell: Review

  Personal Computer 

Vor wenigen Stunden haben Entwickler Interceptor und Publisher 3D Realms mit Bombshell einen Top-Down-Shooter veröffentlicht, aus dem ursprünglich Duke Nukem: Mass Destruction werden sollte. Inzwischen beigelegte rechtliche Streitigkeiten verhinderten ein Comeback des blonden Muskelpakets, weshalb das Projekt in bestimmten Details abgeändert werden musste. Herausgekommen ist allerdings ein ähnlich durchwachsenes Spiel wie seinerzeit Duke Nukem Forever.

B-Movie-Story

Shelly "Bombshell" Harrison heißt die Heldin und Namensgeberin, die einst für die Global Defense Force (kurz: GDF) tätig war und bei einem Einsatz schwer verstümmelt wurde. Heute lebt sie mit Augmentierungen versehen als Söldnerin und wird von ihrem Ex-Arbeitgeber um Hilfe gebeten: Aliens überfallen die Erde und entführen die US-Präsidentin.

Nach dem Intro geht's direkt ins Getümmel. Auf dem Gelände des Weißen Hauses bekommen wir es mit ersten Invasoren zu tun, lernen den Umgang mit unserer Standardwumme und speziellen Fertigkeiten, die sich im Verlauf erlernen und verbessern lassen. Das Geschehen verfolgen wir meist aus einer isometrischen 3D-Perspektive, in der wir Bombshell via Tastatur umherbewegen sowie mit der Maus Ziele anvisieren und attackieren. Dreh- oder herauszoombar ist die Kamera leider nicht, wodurch sich bei uns von Beginn an ein Gefühl mangelnder Übersicht breitmachte. Lediglich temporär an die Protagonistin heranzoomen oder die Kamera-Ansicht ein paar Meter in die verschiedenen Richtungen scrollen, ist per Tastendruck auf Wunsch möglich. Gerade die Scrolling-Taste lernten wir schnell schätzen, erhöht sie doch in chaotischen Gefechten den Überblick ein wenig.

Relativ früh landen wir über ein Portal auf dem Heimatplaneten der Aggressoren und durchstreifen gotisch anmutende, teils an Diablo erinnernde Levels, müssen mit der nicht besonders präzisen Steuerung mehrere Sprungpassagen über Abgründe absolvieren und natürlich jede Menge Monster erledigen. Von Facehugger-ähnlichen Krabbelviechern über Säure spuckende Pflanzen bis hin zu schwer bewaffneten und gut gepanzerten High-Tech-Hünen gibt es kaum eine Abkühlungspause für unsere Wummen. Letztere verfügen über lustige Namen wie Motherflakker und Ion Maiden, können mit gefundenen oder verdienten Credits verbessert oder gar mit sekundären Feuermodi versehen werden. Mit Ausnahme der Standardwaffe Ion Maiden, die sich eigenständig wiederauflädt, sind alle Kriegswerkzeuge auf Munition angewiesen. Die lässt sich wahlweise in einem mobilen GDF-Shop erwerben oder in Kisten unterwegs finden. Die Menüs für den Shop und die Charakterwerte sind übrigens in einem pixeligen Retrostil gestaltet und lassen bedienungstechnisch zu wünschen übrig.

Bombshell
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 30 Jan 2016 @ 00:14
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