GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Adventure Park: Review

  Personal Computer 

Die Blütezeit der Tier- und Freizeitparksimulationsmanager ist zwar längst vorüber, die jedoch noch immer zahlreichen Fans des Genres lechzen trotz alledem nach neuem Futter. Mit dem nun erhältlichen PC-Spiel Adventure Park will Publisher bitComposer Games an die alten Erfolge anknüpfen, die beispielsweise Sid Meier und Konsorten mit dem RollerCoaster Tycoon hatten. Dazu hat man auch nicht irgendjemanden engagiert, sondern mit der Spieleschmiede B-Alive äusserst fähige Entwickler gefunden, die mit Wildlife Park schon reichlich Erfahrung in diesem Genre sammeln konnten. Klappt's auch dieses Mal mit dem Erfolg?

Der Rubel rollt

Wenn nach einigen Spielminuten die Kassen klingeln und euer Freizeitpark endlich Gewinn abwirft, dann freut sich das Spielerherz gleichermassen mit den gutgelaunten Besuchern eures Parks, die allerdings am Ende des Tages mit leeren Geldbörsen nach Hause fahren werden. Doch bis es so weit ist, vergeht ein wenig Zeit, in der ihr euch in Adventure Park intensiv mit dem Aufbau, dem Betrieb und dem Herausputzen eures Parks beschäftigen müsst. Während ihr zwar in der aus mehreren Einzelmissionen bestehenden Kampagne, die auch als über mehrere Stunden gehendes Tutorial angesehen werden können, manches Mal bereits einige Parkgebäude vorfindet, beginnt ihr spätestens jedoch im Freien Spiel mit einer eingezäunten, leeren Brachfläche, die Stück für Stück bebaut werden will.

Wie bereits von Entwickler B-Alive gewohnt, könnt und müsst ihr euch allerdings sehr detailreich an die Arbeit machen, denn als Manager habt ihr euch über alle Bereiche des Parks Gedanken zu machen. Von der Planung der gigantischen neuen Achterbahn über das Einstellen von neuen Mitarbeitern bis hin zur Preisgestaltung der Toiletten, finden sich für fast alle Einrichtungen im Spiel zahllose Einstellungs- und Erweiterungsmöglichkeiten. Kleinere Symbole über den Köpfen eurer Besucher zeigen euch dabei stets an, welche aktuellen Bedürfnisse gerade nicht befriedigt werden. Ein über dem Kopf einer Person schwebender Hotdog bedeutet beispielsweise, dass jemand Hunger verspürt, er aber im Umkreis keine Imbissbude findet. Solche Informationsblasen erhaltet ihr auch, wenn jemand noch eine Dosis Adrenalin braucht, er die Gestaltung des Parks zu trostlos findet oder sein Magen die zuletzt besuchte Attraktion weniger gut vertragen hat. Nähere Informationen zum aktuellen Gemütszustand könnt ihr auf Wunsch auch mittels eines Mausklicks auf einen Besucher erfahren. Dies ist insofern wichtig, als dass sich die einzelnen Meinungen auf die Beliebtheit eures Parks auswirken. Je erfolgreicher ihr eurer Unternehmen führt und je zufriedener sich eure Besucher zeigen, desto schneller könnt ihr eine neue Parkstufe erreichen, die neue Attraktionen und Gebäude freischaltet, aber auch gleichzeitig anspruchsvolle Parkgäste anzieht.

Fluch der Karibik lässt grüssen

Bei der Gestaltung der einzelnen Fahrgeschäfte hat B-Alive ganze Arbeit geleistet und präsentiert zahlreiche hübsch und ziemlich aufwändig animierte Attraktionen, die sich in insgesamt fünf Themenbereiche aufgliedern: Piraten, Wilder Westen, Weltraum, Safari und Fantasy. Während einige Attraktionen - etwa Blackbeards Steuer, eine Art Riesenrad, welches aus zwei ineinandergreifenden Schiffsrudern besteht, oder Ra's Laybrinth - einen fest vorgegebenen, nicht erweiterbaren Platz einnehmen, finden sich auch zahlreiche Gebäude im Spiel, die ihr zur Vervollständigung mit Schienen oder Strassen versehen müsst. Für Menschen, die einen wenig belastbaren Magen haben, eignet sich beispielsweise eine Rundreise per Geländewagen, während Kinder auf dem Rücken von Büffeln, Elefanten oder Pferden durch die Wüste oder die Prärie reiten können. Anspruchsvolle Besucher setzen sich hingegen todesmutig in die Wilde Lorenjagd oder in den stählernen Moloch und sausen die wahnsinnigsten, von euch gebauten Achterbahnstrecken auf und ab. Je nach Wahl des Spielers, müsst ihr diese einzelnen Themenparks erst nach und nach freischalten oder könnt direkt zu Beginn des Spiels auf alle Attraktionen zugreifen. Der Bau dieser Einrichtungen ist jedoch ein Klacks und gelingt mühelos innerhalb weniger Minuten per Mausklick. Eine Begrenzung gibt es hierbei nicht, sodass ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen könnt. Wenn die G-Kräfte zu stark sind, dürft ihr euch am Ende jedoch nicht über die grün angelaufenen Gesichter der Besucher wundern. Leider verzichtet B-Alive auf die Erstellung von Loopings, trotzdem bleiben euch noch genügend Möglichkeiten, die Limits der Achterbahnfahrt auszuschöpfen.

Auch bei der optischen Gestaltung sind euch nahezu keine Grenzen gesetzt. Eure Parkbesucher meckern jedoch recht schnell, wenn ihnen zu wenig für ihr sauer verdientes Geld geboten wird. Abhilfe könnt ihr jedoch mit zahlreichen Dekorationsstücken schaffen: Kanonen, Piratenflaggen, Fackeln, gigantische Roboter oder - ziemlich klassisch - Parkbänke und Laternen. Die Palette ist fast unerschöpflich, da sich von den meisten Gegenständen auch noch unterschiedliche Farben oder Typen auswählen lassen. Die Bepflanzung mit Blumen, Sträuchern und Bäumen dürft ihr ebenfalls nicht vergessen, wenn ihr nicht den Zorn einiger Besucher auf euch ziehen wollt. Die Pflanzen können sogar sprechen, wenn sie euch mittels eines Mausklicks mitteilen, dass ihnen beispielsweise der Boden zu hart ist und sie somit nicht gedeihen können. Zusätzlich müssen sie regelmässig von einem Gärtner gegossen werden. Weitere Mitarbeiter kümmern sich um die Beseitigung von Abfällen sowie um die Wartung von Attraktionen. Mehr Personal gibt es nicht.

Adventure Park
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?

Alexander Boedeker

Adventure-Park


Adventure-Park


Adventure-Park


Adventure-Park


Alexander Boedeker am 02 Okt 2013 @ 16:41
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen