Grand Theft Auto IV: Special - Durchgespielt, und jetzt?
Am 29. April erschien Grand Theft Auto IV. Bei den meisten von euch hat es bestimmt nur wenige Stunden gedauert, bis der Abspann des lange erwarteten Rockstar-Spiels über die Bildschirme flimmerte. Und nun steht auch dieser Titel neben den Vorgängern GTA III, Vice City und San Andreas im Regal. Für alle, die jetzt heiss auf mehr sind, haben wir die besten Spiele im Stil von GTA IV zusammengefasst.
Die OriginaleWenn euer Geldbeutel mit Scheinen eher rar ausgestattet ist und ihr dennoch Bock auf weitere Gangster-Abenteuer habt, empfehlen wir euch die ersten beiden Teile der GTA-Reihe. Sie wurden Ende der 1990er veröffentlicht, sind mittlerweile als Freeware verfügbar und können in der englischen Originalfassung auf RockstarGames.com heruntergeladen werden.
Allen, die im letzten Jahrzehnt noch das Erlernen des Ein-mal-eins dem virtuellen Autodiebstahl vorgezogen haben, wird als Erstes die etwas andere Grafik ins Auge stechen. Damals wurde die Spielfigur nämlich noch aus der Vogelperspektive gesteuert. Dies ist aber auch der einzige Unterschied zu GTA IV, denn schon vor zehn Jahren ging es in Grand Theft Auto nur um eins: am schnellsten der meist gefürchtete Gangster der Stadt zu werden.
Beide Teile sind Must-play-Titel für jeden GTA-Fan. So führte die erste Folge die Städte Liberty City, Vice City und San Andreas ein, auf die in fast allen nachfolgenden Teilen zurückgegriffen wurde. Der Nachfolger bot zwar keine Unterrichtseinheit in Sachen Städtekunde, wurde aber neuartig umgesetzt: Der Spieler konnte sich frei zwischen mehreren verfeindeten Gangs entscheiden, und so war GTA II einer der ersten nicht-linearen Titel der Spielgeschichte.
Zielgruppe: Fans von GTA, die Lust auf Geschichtsunterricht in Sachen Spielekunst haben
Unser Test: Nicht vorhanden
Plattformen: PC (kostenloser Download), PlayStation, Sega Saturn (Teil 1), Dreamcast (Teil 2)
Der KonkurrentWährend 1999 die Fans von Grand Theft Auto ihre geklauten Karren noch in der Vogelperspektive von A nach B fuhren, konnten die Spieler von Driver 1 schon damals in einem GTA III-ähnlichen Szenario in 3D durch Miami, San Francisco, Los Angeles und New York cruisen. Dennoch setzte sich der Titel von Reflections Interactive nicht gegen die Genrereferenz von Rockstar Games durch, und auch die beiden Nachfolger, die als GTA III-Gegenstück positioniert wurden, taten sich schwer. Erst Driver 4, das frech bei Grand Theft Auto klaute, war in den Augen vieler Spieler ein Lichtblick.
Und so begann der vierte Teil durch und durch GTA-typisch. Die Spielfigur T.K. war neu im Big Apple des Jahres 1978 und heuerte als Fahrer bei ein paar Ganoven an. Auch, dass die Geschichte mit der Verhaftung von T.K. ihren Höhepunkt fand, klingt nach GTA. Statt aber an dieser Stelle zu enden, ging es nach einer 28-jährigen Haftstrafe, die in einer Rendersequenz abgehandelt wurde, weiter: New York war modern geworden und der Held auf Rache aus.
In Sachen Grafik und Fahrphysik musste sich das Spiel nicht hinter der Konkurrenz verstecken. Denn die Autos liessen sich nahezu realistisch in einer schön gestalteten Welt umherkutschieren. Ein Schwachpunkt der Reihe wurde aber auch mit diesem Teil nicht behoben: Schon immer fiel Driver durch den frustrierend hohen Schwierigkeitsgrad auf, der auch dieses Mal weit über dem der GTA-Konkurrenz lag.
Zielgruppe: GTA-Liebhaber, denen die Rockstar-Games zu leicht sind
Unser Test: Hier klicken!
Plattformen: PC, PlayStation 2, Xbox, Wii
Übrigens: Wer an dem Spielprinzip von Driver 4 Gefallen gefunden hat, kann in den drei Vorgängern weitere Abenteuer derselben Machart geniessen.
Der KlonSeit Rockstar Games mit GTA III die Massen begeisterte, haben viele Entwicklerteams versucht, das Grand Theft Auto-Spielprinzip abzukupfern. Auch Volition probierte sich mit Saint's Row an einem Klon.
So verschlug es euch in diesem Spiel in die fiktive Metropole Stilwater, und dort überlebte nur der, der von den anderen respektiert wurde. Und damit der Respekt zunahm, musstet ihr Drogenjunkies auf ihrer Einkaufstour beschützen, euch vor Strassenbahnen schmeissen oder Bordelle mit Mitarbeiterinnen beliefern. Aber das ist natürlich nicht alles. Auch grosse Aufgaben wie die Vernichtung einer ganzen Waffenfabrik galt es zu erledigen.
Ihr seht, spielerisch wurde in diesem GTA-Klon so einiges geboten und auch technisch war das Spiel nicht von schlechten Eltern. Charaktere, Einwohner und Fahrzeuge sahen extrem detailliert aus und wurden realistisch umgesetzt. Und wer dann einmal vom Solomodus die Schnauze voll hatte, der konnte sich via Xbox Live heisse Schlachten mit Spielern aus aller Welt liefern.
Zielgruppe: Alle Xbox-Besitzer, die GTA lieben
Unser Test: Hier klicken!
Plattformen: Xbox 360
Übrigens: Wer nach Saint's Row noch Hunger auf ein GTA-typisches Spiel hat, dem sei The Getaway: Black Monday ans Herz gelegt. Zwar kommt dieser Titel nicht an GTA oder Saint's Row heran, überbrückt aber auf jeden Fall die Wartezeit auf GTA V. |
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 Sebastian Hensel
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