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Tiger Woods PGA Tour 10: Review
Die beiden Konsolenbrüder haben hingegen ihre gewohnten Qualitäten vorzuweisen. Wie gewohnt sind sowohl die grafische Präsentation als auch die Ballphysik auf hohem Niveau. Die Ballphysik ist nahezu unverändert, kann jedoch nach wie vor als sehr überzeugend bezeichnet werden. Sowohl bei Chips als auch bei Draws und Spins fliegt, springt und rollt der kleine weisse Ball sehr realistisch und lässt keinen Zweifel am hohen Realitätsgrad der Physik zu.
Die seit Jahren bewährte Bedienung geht mit dem Analogstick locker und leicht von der Hand. Nach einigen Minuten Einarbeitung sind Schwingen, Drall und gezielte Schläge bereits ins Blut übergegangen. Seit einigen Jahren hat sich bei der Tiger Woods-Serie am grundlegenden Prinzip der Steuerung aber auch nicht viel geändert. Mit dem linken Stick habt ihr die Kontrolle über den Schläger, schwingt damit kräftig durch oder puttet den Ball auf dem Green lässig ins Loch oder halt auch mal daneben. Während euch das Einlochen des Balls reinweg durch die verschiedenen Landschaftsgegebenheiten und die Entfernung fordert, sieht das bei der Annäherung an die Fahne jedoch anders aus. Je nach Boden- und Windverhältnissen müsst ihr dabei verschiedene Faktoren berücksichtigen und die bestmögliche Entscheidung bei Schlägerwahl, Schlagart, Richtung und Härte treffen.
Optisch sehen beide Versionen erstklassig aus. Vor allem die Wettereffekte sorgen dabei für eine enorm glaubwürdige Spielwelt. Vom leichten Platzregen bis hin zu länger anhaltendem Dauerregen mit dicken Regentropfen reicht die Palette. Da freut man sich anschliessend über die blendende Sonne, welche die verschiedenen Golfplätze in goldenes Licht taucht. Objekte wie Sträucher, Felsen und Bäume überzeugen genauso wie die tollen Spielermodelle, die perfekt animiert ihre Schläge und Putts hinlegen.
Wenn man überhaupt etwas bemängeln möchte, dann ist es das Balancing, denn zu leicht spielt man sich nach oben in die Weltspitze, zu rasch gelangt man zu Erfolgen und Turniersiegen. Sicher, der Motivation ist es oftmals nicht förderlich, wenn man frühzeitig auf starke Kontrahenten trifft. Doch wenn ich in den Turnieren zu leicht vorankomme und mir den Sieg schnappen kann, geht irgendwann auch mal die Lust flöten. Da wünscht man sich gelegentlich den Kick, auch mal spannendere Matches zu erleben. Dafür lebt man im Mehrspielermodus allerdings entsprechend auf, auch wenn wir im Testverlauf auf teils extreme Golfprofis mit perfekten Werten gestossen sind.
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