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Dead Space Extraction: Review

  Wii 

Natürlich bewegt der Spieler nicht die Spielfigur, sondern steuert einfach das Fadenkreuz, während der Charakter vorgegebene Pfade beschreitet. Allerdings kann man sich bei Dead Space: Extraction auch umschauen, indem man seine Zielvorrichtung an den Bildschirmrand hält. Geballert wird mit dem Trigger der Wiimote, die man zum Nachladen einfach ausserhalb des Screens hält. Wer schon mal Bekanntschaft mit House of the Dead und Konsorten gemacht hat, wird sich sofort in das Spielgeschehen einfinden, Genreneulinge werden innerhalb von 30 Sekunden nachziehen können. Besitzer des Zappers dürfen sich freuen: Nunchuk und Fernbedienung können in das Gerät verbaut werden, um das Waffen-Feeling noch ein wenig intensiver zu spüren.

Im Halbdunkel kommen dann die Gestalten auf die armen Überlebenden zugestürmt, die schnell reagieren müssen: Mit einzelnen Schüssen auf dem Körper ist es nicht getan. Die Biester sind genauso hartnäckig wie unerbittlich und furchteinflössend. Sie laufen auf ihren Krabbelstelzen mit irrer Geschwindigkeit auf das Team zu, während die klingenartigen Arme schwere Verwundungen hinterlassen. Am besten zielt man zuerst mit dem Lasercutter auf die Beine. Ein Schuss aus dem Werkzeug und schon fliegen die Extremitäten im hohen Bogen durch den Raum. Ungefährlicher ist das Vieh deshalb noch lange nicht. Die Arme sollten deshalb als Nächstes entfernt werden. Nun kann man sich mit dem Plasmaschneider den Kopf vornehmen, und das Ungeheuer kann in Zukunft in den ewigen Jagdgründen nach Beute suchen.

Sicherlich kommt die Technik der Wii nicht an die Möglichkeiten von Xbox 360, PS3 und Konsorten heran. Deshalb ist die Überarbeitung als Railshooter eine clevere Entscheidung gewesen, um den direkten Vergleich zu umgehen. Trotzdem wurde hier nicht schlampig gearbeitet, sondern eine düstere Umwelt auf die Plattform gezaubert, die eher für Sportbetätigung oder bonbonbunte Kuschelaffenjagden bekannt geworden ist. Es ist schon überraschend, einmal die dunkle Seite der Wii kennenzulernen und dabei festzustellen, dass das grimmige Gruselantlitz ihr ebenso gut steht.

Dead Space Extraction


Zusätzlich wird nicht die Geschichte nacherzählt, sondern eine neue Story geboten. Dass diese ebenso fesselnd ist wie die Geschehnisse auf der Ishimura, spricht für das Entwicklerteam. Durch die zahlreichen Zwischensequenzen wird der Spieler auf eine Achterbahnfahrt in das Reich des ausserirdischen Grauens mitgenommen. Dadurch verkürzt sich allerdings leider die Spielzeit. Der extraterrestrische Spuk ist nach wenigen Stunden bereits vorbei und entlässt den Spieler wieder in die Realität. Die Waffen werden wieder zu den nüchtern weissen Controllern und der Puls verlangsamt sich allmählich wieder auf Normalgeschwindigkeit. Allerdings sollte man schnell eine Sitzgelegenheit aufsuchen, bevor man merkt, dass die Knie allzu sehr schlottern.



Dead Space Extraction
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Martin Weber am 19 Okt 2009 @ 10:48
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