 |
|
 |
|
|
Seite 3 von 4
|
Venetica: Review
Übrigens sind viele Truhen natürlich geschlossen und müssen mit einem Merkspielchen geöffnet werden. Zwei Geister, ihres Zeichens Einbruchexperten, deuten zufallsbedingt auf vier verschiedenfarbige Dietriche. Die Reihenfolge müsst ihr dann nachahmen, um die Truhe zu öffnen. Lange Merkkombinationen bedeuten aber leider nicht automatisch eine reiche Ausbeute, können also in einem winzigen Haufen Dukaten münden.
Jetzt gibt es Prügel!Vier Waffengattungen gibt es, wobei ihr auf Tastendruck stets zwischen den besten, im Inventar vorhandenen Waffen ihrer Art umherwechseln könnt. Auf Wunsch könnt ihr eine dynamische Schnellwahlleiste hinzuschalten, die für jeden Waffentypus individuell mit Tränken, Fertigkeiten und anderen Dingen belegt werden darf. Das ist schon alleine insofern nützlich, als dass jeder Gegnertyp für einen bestimmten Waffentyp anfälliger ist. Mit einem Schwert gegen afrikanische, mit Schild und Speer ausgestattete Stammeskrieger anzutreten, ist weitaus weniger effektiv, als etwa zu einem Riesenhammer zu greifen und die Jungs von den Füssen zu kloppen.
Das Echtzeitkampfsystem erlaubt euch und euren Widersachern gleichermassen sofortige Ausweich- und Abblockmanöver. Passive und aktive Kampf- und Geistfertigkeiten lassen Scarlett besonders umfangreiche Komboattacken vom Stapel lassen - wobei es hier auf eure Reaktionsschnelligkeit ankommt - oder gewisse Zauber entfesseln. So könnt ihr euren Feinden Lebensenergie absaugen oder einen Schwarm aggressiver Raben auf sie loslassen. Aktive Fertigkeiten kosten generell so genannte mentale Energie, die somit also als Mana- und Ausdauerwert verstanden werden kann. Mit Tränken, Fertigkeiten oder magischen Gegenständen füllt ihr eure Lebens- und Mentalenergie auf, wobei ihr Tränke nicht zwangsläufig kaufen, sondern via Alchemie auch selbst herstellen könnt.
Drei Schwierigkeitsgrade gibt es, die auch während des Spiels beliebig eingestellt werden können. Leider ist das ganze Kampfsystem sehr unausgewogen. Selbst auf Mittel sind die meisten Gefechte zu anspruchslos, zumal ihr dank der so genannten Schattenenergie, die ihr mit einer Dämonenwaffe auffüllt, nach dem Tod bis zu fünf Mal wiederauferstehen könnt. Stärkere Feinde wie die riesenkrebsartigen Brackläufer sind ausserdem so schwerfällig, dass ihr sie mit geschickten Ausweichmanövern ständig von hinten attackieren könnt. Andere Gegnertypen halten wiederum zu wenig aus, um als wirklich gefährlich zu gelten. Selbst Dreiergruppen stellen kein Problem dar, weil Angriffsmanöver mehrere Gegner gleichzeitig verletzen können. Stellt ihr hingegen auf die schwierigste Stufe hoch, verbringt ihr die meiste Zeit mit öden und zeitraubenden Abblock-Abroll-Angriffskombinationen, weil die Widersacher plötzlich unglaublich viele Treffer einstecken können, im Kampfverhalten selbst aber nicht spürbar pfiffiger vorgehen. Da ist es ein Segen, dass extrem kampfbetonte Areale eher eine Seltenheit sind.
Quest-Meilensteine erkennt ihr meist an Bosskämpfen. Hier hilft keine simple Haudrauftaktik, stattdessen müsst ihr spezifische Schwachpunkte des Obermotzes ausnutzen. Auch hier glänzt das Spiel leider nicht gerade durch Abwechslung, laufen die Bossgefechte doch immer nach einer recht ähnlichen Struktur ab. Erst eine Echtwelt-, dann eine Zwischenweltbegegnung. Mit der Zeit sehr vorhersehbar und langweilig. Das gilt im Übrigen auch für Zwischenweltkontakte mit dem verstorbenen Benedict, die stets auf dieselbe Weise eingeleitet werden. Da tropft die Sentimentalität geradezu aus dem Monitor und man würde sich wünschen, solch bekannte Sequenzen abbrechen zu können. |
|


Game-Facts
Game-Abo Was ist das?
|





|
|
|
Seite 3 von 4
|
|
|
 |
|
 |