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1914 - Shells of Fury: Review
Und doch, der spielerische Spass des Spiels kann nicht bestritten werden. Sicher, in technischer Hinsicht kann das Spiel kaum an das grosse Vorbild herankommen, bietet mit veraltetem Wellengang, grobkantigen Boottexturen und geringen Waffeneffekten wenig fürs Auge. Gleichzeitig jedoch zieht das Spiel seinen Charme eben aus dieser Optik, da alles in sich stimmig und glaubwürdig wirkt, trotz oder vielleicht gerade wegen der fehlenden Prachttechnik. Sonnenaufgänge zählen da bereits zu den Highlights im Kapitänsdasein. Sehr enttäuschend ist die Geräuschkulisse ausgefallen. Auf dem Boot geht es viel zu ruhig zu, es kommt überhaupt keine Atmosphäre auf in akustischer Hinsicht.
Auf der Karte könnt ihr eine mehrstufige Zeitbeschleunigung aktivieren, die euch schneller ans Ziel bringt. Wie früher auch in Silent Service üblich, deaktiviert das Spiel sofort den Zeitraffer, wenn sich ein Schiff näher als zwölf Seemeilen nähert. Die gegnerische KI macht im Test einen durchwachsenen Eindruck. Mal jagten uns die Zerstörer quer durch das Meer und liessen unseren Adrenalinspiegel nach oben gehen. Dann wiederum konnten wir in aller Seelenruhe ein Schiff auseinandernehmen per Torpedobeschuss, während der Geleitzug wohl im Tiefschlaf war. Immerhin, historisch korrekt können euch die Zerstörer zu Beginn des Krieges nicht mit Wasserbomben einheizen. Abtauchen und weg heisst da die Devise, bevor ihr erneut auf eure Feinde losgehen könnt.
Um einen Torpedo abzufeuern, wählt ihr eine von drei Torpedoarten aus. Vom Langstrecken-Torpedo bis hin zu einem wesentlich schnelleren, jedoch mit geringer Reichweite versehenen Geschoss reicht dabei die Palette. Gezielt wird wie gewohnt über das Periskop, wobei ihr Informationen zum Gegner wie dessen Geschwindigkeit, Entfernung und seines aktuellen Winkels ablesen könnt. Der Computer legt auf Knopfdruck die erforderlichen Einstellungen fest und dann braucht es nur noch euren Abschuss-Befehl. Spielerisch nicht besonders anspruchsvoll, aber dennoch immer wieder mal spannend, weil die KI geschickt euren Geschossen ausweicht und Rammbock-Jagd auf euch macht. Der Realismusgrad lässt sich von euch individuell bestimmen. Kleinigkeiten wie ein begrenzter Vorrat an Strom, Sauerstoff, Munition oder Treibstoff lassen sich in den Optionen einstellen. Hier könnt ihr dann auch beeinflussen, ob es Blindgänger bei den Torpedos geben soll, oder ob jeder Treffer mit Wucht sitzt.
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